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Silent Storm - Review (PC)

Wertung:
84 %

Einleitung:

Rundenbasierende Strategiespiele sind auf dem Computer schon seid Jahren sehr beliebt. So verwundert es auch keinen mehr, dass immer wieder neue Spiele auf den Markt kommen. Über Bigben Interactive erscheint nun ein neues Spiel in Deutschland, das im "Zweiten Weltkrieg" angesiedelt ist. Das Spiel mit dem Titel Silent Storm will das Genre neu beleben. Wir konnten jetzt die fertige Version testen. Ob sich das Spiel lohnt erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Nachdem das Spiel gestartet wurde erscheint das Hauptmenü. In diesem findet Ihr Punkte wie Credits, Optionen, Spiel laden, Eigens Spiel, Kampagne und Tutorial. Bei Optionen lassen sich alle Spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Bevor man nun mit dem eigentlichen Spiel beginnt sollte jeder erst einmal das Tutorial durchspielen. Hier wird die Steuerung und alle nötigen Handlungen erklärt. Hat der Spieler dieses erst einmal hinter sich gebracht kann er sofort mit dem eigentlichen Spiel im Kampagnemodus beginnen. Falls noch weitere Fragen aufkommen darf man das gut geschriebene Handbuch zu rate ziehen. Außerdem werden im Spiel nützliche Tips gegeben - die gerade am Anfang alles gut erläutern. Der Spieler kann in dem Spiel nun wahlweise auf der Seite der Achsenmächte oder als alliierter Soldat agieren. Bei den Achsenmächten sind es die Nationen Deutschland, Italien und Japan, während England, Russland und die USA bei den Alliierten zur Wahl stehen. Im Anschluss wird ein Charakter erstellt. Auch hier hat man verschiedene Möglichkeiten zu Auswahl. Entweder nimmt man vordefinierte Soldaten oder man kreiert einen Kämpfer selber. Dabei wird wie in einem Rollenspiel Fähigkeitspunkte genauso verteilt wie Treffsicherheit oder Waffen. Nachdem die Grundeinstellungen vorgenommen wurden, beginnt das eigentliche Spiel im Jahre 1943 - mitten im "Zweiten Weltkrieges". Je nach Seitenauswahl beginnt nun eine andere nicht-lineare Kampagne.

Für ein Spiel wird eine Einsatzgruppe erstellt. Diese Gruppe besteht aus maximal sechs Soldaten, die von Euch und Eurem Hauptcharakter befehligt werden. Die Soldaten haben dabei unterschiedliche Berufe. So sind neben Soldaten auch Kundschafter, Ärzte, Grenadiere, Scharfschützen und Ingenieure vorhanden. Die Spielfiguren sind eigenständige Charaktere, die jeweils nach ihrer Konstellation verschiedene Aktionspunkte (AP) besitzen. Diese werden in jeder Runde verwendet um verschiedene Aktionen auszuführen. Dazu gehören Bewegungen genauso wie das Schießen oder das Öffnen einer Tür. Jede Aktion benötigt nun eine bestimmte Anzahl von AP´s und so muss der Spieler gut überlegen welche Aktionen er ausführt, bevor die Runde zu Ende ist. Dabei können die Figuren auch defensive Aktionen ausführen wie z.B. in Deckung gehen. Wenn man nun mit einer Gruppe agiert sollten alle Aktionen je nach Waffengattung aufgeteilt werden. Die Flanken müssen gedeckt werden und ein Scharfschütze darf nicht die Person sein die als erstes durch eine Tür stürmt. Taucht nun ein Gegner auf dürfen die Figuren die noch AP´s haben angreifen. Auch hier stehen dem Spieler unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. So kann man Einzelschüsse genauso abgeben wie Präzisionsschüsse oder einen Feuerstoß. Auf eine reichhaltige Vielfalt hat der Hersteller genau geachtet. Aber nicht nur die primären Waffen darf der Spieler einsetzen, denn auch mitgeführte Gegenstände wie Granaten oder Dynamit dürfen verwendet werden. So rüstet man vor den Missionen seine Leute mit nötigen Utensilien aus. Jede Figur hat hierbei ein gewisses Reservoir das voll gepackt werden darf. Dabei darf der Spieler aber nicht vergessen, dass auch im Spiel Gegenstände wie z.B. Waffen von gefallenen Soldaten aufgenommen werden können. So versucht man nun gestellten Aufgaben ohne große Verluste zu lösen. Taktisches Vorgehen ist hierbei unerlässlich, denn passt man nicht auf, gerät die eigene Truppe schnell in einen Hinterhalt und die Soldaten sind verloren. Nach der eigenen Runde sind nun die Gegner mit ihren Zügen dran. Der Spieler bekommt nun die Quittung für seine übersehenen Fehler. Das man versucht so viele Leute wie möglich durchzubringen, hat einen weiteren Nutzen, denn die Soldaten erhalten nach abgeschlossenen Missionen Erfahrungswerte, so dass sie mit der Zeit immer besser werden. Zusätzlich kann man auch die Fähigkeiten weiter ausbauen. Mit der Zeit entstehen so echte Charaktere die man nicht mehr verlieren möchte.

Die einzelnen Missionen seht Ihr in einer frei dreh- und zoombaren isometrischen Ansicht. Dabei wurde auf vieles geachtet, so dass fast alle Objekte mit in das Spielgeschehen eingebunden sind. So kann der Spieler nahezu alles auf der Karte benutzen oder beeinflussen. Das fängt bei Fässern an und endet bei den Fahrzeugen. Aber auch Häuserwände können von Soldaten erklettert werden und Büsche so wie Vorsprünge dienen als Deckung. Der Detailreichtum kommt dann noch sehr gut zur Geltung, wenn man erst einmal die Waffen einsetzt. So zerbersten schnell ein paar Fässer, Regale und Möbel und Sprengsätze zerlegen ganze Wohnungseinrichtungen. Wird mal zuviel Sprengstoff eingesetzt kann es auch mal vorkommen, das ganze Wände zerstört werden. So darf der Spieler nun mit seinen Möglichkeiten und der Umgebung die richtige Taktik wählen um das Hauptziel zu erreichen.

 

Zur Technik:

Optisch kann sich das Spiel wirklich sehen lassen, denn es wird alles sehr realistisch dargestellt. Vor allem weil die ganze Umgebung aus sehr vielen Polygonen und detaillierten Texturen besteht. Selbst wenn die Kamera nah an ein Objekt heranzoomt wirkt es immer noch scharf und unverpixelt. Leider wurde dieses nicht konsequent beibehalten, denn die Charaktere sehen ein wenig schlechter aus. Hier hätte man ruhig ein wenig mehr Polygone verarbeiten können. Trotzdem kommen sie ganz passabel rüber. Besser schneidet die Animation ab, da sich alle Figuren sehr geschmeidig bewegen. Auch beim Sound wurde nicht gespart, denn hier klingt alles sehr real. Das fängt bei den Explosionen an und endet bei den Schüssen. Aber auch hier gibt es einen kleinen Kritikpunkt. Die Stimmen klingen oft sehr übertrieben und auch bei der Qualität der Sprache hätte man ein wenig besser arbeiten sollen. Die Steuerung ist dafür sehr schnell erlernt, besonders wenn man das Tutorial vorher gespielt hat. Auch die Auswahl über die verschachtelten Buttons fällt sehr leicht. Ansonsten kann man alle Aktionen nach wenigen Minuten sicher ausführen, so dass der Spieler sich in aller Ruhe auf die Taktik konzentrieren kann. Nur mit der Kameraeinstellung wird sich so mancher Spieler länger beschäftigen müssen. Für spannende Missionen sorgt vor allem die KI der Gegner. Jede eigene Aktion muss mit bedacht getroffen werden, da die Gegner ebenso gut reagieren. Der recht hohe Schwierigkeitsgrad, der einstellbar ist, hat einen großen Vorteil - die Missionen laufen sehr spannend ab. Strategiefans wird dieses sicherlich begeistern. Insgesamt gesehen ist das Spiel technisch in Ordnung.

 

Fazit:

Silent Storm ist ein wirkliches Strategiespiel, denn die Missionen laufen dank der guten KI der Gegner immer spannend ab. Einfach mal drauf los rennen und sehen was passiert wird hier nicht funktionieren. Der Spieler muss seine Charaktere und deren Eigenschaften mit bedacht einsetzen um erfolgreich zu sein. Auch das Aufbauen der Soldaten mit den rollenspielähnlichen Ansätzen kann überzeugen. Mit der Zeit entwickeln sich so eigene Persönlichkeiten die man zielsicher in einer Mission einsetzen kann. Vor allem erfahrene Soldaten sind später kaum zu ersetzen. Interessant ist auch die Umgebung, die teilweise komplett zerstört werden darf. So sieht ein Schlachtfeld nach einer Mission komplett anderes aus, wenn man genügend Gewalt ausübt. Aber nicht nur das kann überzeugen, denn die Umgebung wurde auch mit vielen Details ausgestattet. Leider ist aber nicht alles Perfekt in dem Spiel. So hätten die Figuren ruhig besser gestaltet werden können. Auch die Stimmen sind nicht auf dem gleichen Stand wie der restliche Sound. Trotzdem stören diese kleinen Macken nicht das Gameplay und so können sich Strategiefans wunderbar in den interessanten Missionen auslassen. Bei Silent Storm sieht man das auch ein altes Spielprinzip mit neuer Optik in die heutige Zeit passt. Schade dass es keinen Mehrspielermodus gibt. Dieser fehlt wirklich in dem Spiel. Technisch ist das Spiel zwar nicht perfekt aber dank des Gameplay wird dieses wunderbar überdeckt. Wer also mit dieser Spielart klar kommt und Strategiespiele mag kann hier ohne Probleme zuschlagen.

 

Feature:

- Flexible Missionsstruktur mit 2 unterschiedlichen Kampagnen für Alliierte und Achsenmächte
- Komplett interaktives und zerstörbare Spielumgebung eröffnet verschiedenste taktische Möglichkeiten
- Ein reichhaltiges System zur Entwicklung und Ausbau der Charaktere und ihrer Eigenschaften umfasst 9 Basis-Fähigkeiten und mehr als 50 weitere Spezialfähigkeiten die im Laufe des Spiels ausgebaut werden können
- 24 nichtlineare Missionen bei Tag und Nacht die jeweils unterschiedlich vorbereitet werden müssen und mit verschiedensten Zufallsereignissen gemischt sind
- Multiple Lösungswege für die einzelnen Missionen - brutale Gewalt oder taktisches Manöver kombiniert mit 3 unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen
- Über 75 unterschiedliche authentische Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg inklusive sehr seltener und experimenteller Ausrüstung stehen für Ihr Team bereit. Feindliche Lager halten noch weiteres mächtiges Werkzeug bereit
- Mehr als 40 männliche und weibliche Kämpfer, jeder mit einer ihm/ihr eigenen Charakterzügen und Fähigkeiten, können dem Team in einer der 6 Funktionen beitreten (Kundschafter, Soldat, Scharfschütze, Grenadier, Arzt, Ingenieur)
- Ausgeklügeltes und sehr realistisches Physiksystem, welches sowohl korrekte Pfade für Patronen und Geschosse berechnet und darstellt als auch die unterschiedliche Munition akkurat wiedergibt

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Silent Storm (PC)

 
 Silent Storm
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 85 %  
Sound: 78 %  
Bedienung: 84 %  
Singleplayer: 86 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 85 %  
Gesamtwertung:  84 %  

Systemanforderungen:

- Windows® 98/ME/2000/XP, DirectX® 9.0 oder höher

- CPU 600 MHz

- 128 MB RAM

- 3D Grafikkarte, 32 MB RAM (kompatibel zu nVidia GeForce2 MX kompatibel oder besser)

- Soundkarte

- CD-ROM

- 2,5 GB freier Festplattenspeicher plus 500 MB für die Auslagerungsdatei von Windows und gespeicherte Spielstände

 


 

 

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