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Sinking Island: Mord im Paradies - Review (PC)

Wertung:
82 %

Einleitung:

Daedalic Entertainment bringt ein neues Krimi-Adventure in bester Agatha-Kristie-Manier auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das PC-Spiel Sinking Island: Mord im Paradies. Dieses stammt aus der Feder von Benoit Sokal. Der belgische Comic-Zeichner ist u.a. der Schöpfer der bekannten Syberia-Reihe. Wir konnten die fertige Version jetzt ausgiebig testen. Ob Hobbykriminologen sich das Spiel zulegen sollten, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Ein zeitgemäßes Adventurespiel braucht selbstverständlich eine anständige Story. Walter Jones ist tot. Die Leiche des eigenwilligen Milliardärs wird auf der Insel Sagorah am Fuß einer Klippe aufgefunden, sein Gesicht zerkratzt und blutig. Gestorben ist er nur wenige hundert Meter entfernt vom Jones Tower - dem monumentalen Luxus-Hochhaus, das er auf der Insel errichten ließ. Der erfahrene Ermittler Jack Norm wird zu Hilfe gerufen: Eine mörderische Jagd auf der einsamen, tropischen Insel beginnt. Zehn Personen waren zum Zeitpunkt der Tat auf Sagorah - zehn Verdächtige, alle mit einem Motiv, den ungeliebten Magnaten zu töten. In Sinking Island schlüpft der Spieler nun in die Rolle des Privatdetektivs Jack Norm. Bevor wir allerdings die Ermittlungen aufnehmen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, muss der Spieler ein Profil anlegen. Im Hauptmenü angekommen, erblickt Ihr die Punkte "Neues Spiel", "Spiel laden", "Optionen" und "Filme abspielen". Wie immer dürft Ihr unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen wie Untertitel, Grafik oder Sound einstellen. Nett ist auch der Bereich Filme abspielen. Hier dürft Ihr Euch die Filme, die im Spiel freigespielt wurden, in aller Ruhe noch einmal ansehen. Ist ein Spielstand vorhanden, so könnt Ihr diesen unter Spiel laden aktivieren. Am Anfang bleibt uns natürlich nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Bevor es losgeht, sollt Ihr noch den Spielmodus bestimmen. Sinking Island: Mord im Paradies bietet gleich zwei Spielarten an: "Adventure" und "Gegen die Zeit". Die erste Spielart ist die klassische Variante ohne Zeitdruck. Je nachdem wie der Spieler spielt und bestimmte Ereignisse in Gang setzt, verläuft die Erkundung des Spiels. Gegen die Zeit läuft ein wenig anders ab, denn es handelt sich hierbei um den Echtzeit-Modus. Ihr müsst Aufgaben erfüllen und die Ermittlungen müssen zügig weiterlaufen. Jede Aufgabe muss dabei rechtzeitig und zu einer bestimmten Uhrzeit erledigt werden. Solltet Ihr daran scheitern, wird Norm vom Fall abgezogen und das Spiel ist verloren. Was die anderen Personen angeht: Sie leben Ihr Leben weiter und die Ereignisse nehmen zu genauen Zeitpunkten ihren Lauf. Welche Spielvariante Ihr nehmt, bleibt natürlich komplett Euch überlassen. Habt Ihr Euch für einen Modus entschieden kann das Abenteuer endlich beginnen. Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. Das ganze wird genretypisch durch ein gut gemachtes Intro passend eingeleitet. Im Anschluss schlüpfen wir in die Haut des Inspektors und beginnen mit unseren Ermittlungen.

Wir agieren in dem Spiel in vorgerenderten Hintergründen, in denen wir uns frei bewegen können. Die Steuerung unserer Spielfigur ist kinderleicht, denn mit der Maus können wir alle Aktionen wie Rennen, Reden oder Suchen problemlos durchführen. Jeden Abschnitt sucht der Detektiv nun nach wichtigen Hinweisen ab. Von bestimmten Beweisstücken kann der Spieler z.B. Fotos machen und sie später in seinem PPA nachschlagen. Außerdem dürfen wir bestimmte Bereiche näher betrachten. Das war selbstverständlich noch nicht alles. Ihr sollt auch mit Objekten im Spiel oder Gegenständen im Inventar interagieren. Unsere Mausanzeige ändert sich, wenn wir über ein aufnehmbares Objekt fahren und so weiß der Spieler sofort, was er aktuell zu tun hat. Außerdem sollen wir hin und wieder Fingerabdrücke nehmen. Türen und Keycards gibt es in dem Spiel dann auch noch. Da wir uns in einem Hotel befinden, funktionieren die meisten Türen mit Keycards. Man muss daher daran denken, eine Keycard mit dem Türschloss zu benutzen, falls sich eine Tür nicht öffnen lässt. Allerdings kann man nur mit bestimmten Kartenschlüsseln die diversen Türen öffnen. Hinzu kommen Werkzeuge, die ermöglichen Mechanismen zu betätigen. Ein wichtiger Bestandteil des Spiels sind die obligatorischen Gespräche. Davon gibt es wirklich viele. Klicken wir eine Figur an, so wird in den Dialog-Modus gewechselt. Hier kann man dann zwischen vier großen Themen wählen. Klicken wir auf das Lupen-Icon besprechen wir die gesammelten Beweisstücke. Bei dem Blasen-Icon werden dagegen die gesammelten Zeugenaussagen besprochen. Wollt Ihr lieber über Personen reden, so drückt einfach den Personen-Icon. Als letztes gibt es dann noch den Puzzleteil-Icon. Hier kann man über die laufenden Aufträge sprechen. Ihr seht schon, dass so ein Gespräch recht lange dauern kann. Damit wir die gesammelten Beweise und Aussagen bearbeiten können, gönnt man uns den oben schon erwähnten PPA. Es handelt sich dabei um den "Personal Police Assistant". Dieses Werkzeug ermöglicht es uns Beweisstücke, Zeugenaussagen, Verdächtige usw. zu verwalten und Schlussfolgerungen anzustellen. Außerdem kann man hier Beweistücke wie zum Beispiel Fingerabdrücke vergleichen. Eine Fortschrittanzeige gibt uns dann zu jeder Zeit Aufschluss darüber, wie weit die Ermittlungen fortgeschritten sind. So untersuchen wir nun die unterschiedlichen Orte nach wichtigen Hinweisen, führen viele Gespräche mit den Verdächtigen, kombinieren und vergleichen die Beweisstücke um den Mörder immer mehr in die Enge zu treiben. Das ganze wir dann noch durch gut gemachte Filme zusammengehalten, die immer wieder die Story vorantreiben.

 

Technik:

Mit der Grafik kann man gut leben. Es werden viele unterschiedliche vorgerenderten Hintergründe gezeigt, die zu Erkundungstouren einladen. Dabei wurden auch kleinere Animationen eingebaut, die das Geschehen immer wieder auflockern. Hinzu kommen unzählige Details in den Innenräumen und eine tolle Beleuchtung. Etwas schlechter sehen allerdings die Figuren aus. Sie wurden nicht nur hölzern animiert, sondern auch etwas dürftig modelliert. Sie passen nicht ganz zu den erstklassigen Hintergründen und daher schmiegen sie sich nicht wirklich gut in das Spiel ein. Der Sound ist dagegen Spitze. Das liegt zum einen an den erstklassigen deutschen Synchronsprechern. Sie machen ihre Arbeit wirklich gut und so hört man den vielen Gesprächen auch gerne zu. Außerdem werden immer wieder passende Töne eingespielt, die für ein nettes Ambiente sorgen. Die Steuerung orientiert sich am Genre. Mit der Maus kann man alle Aktionen sicher ausführen und so kommt jeder Spieler sehr schnell mit der Lenkung klar. Gut sortiert und aufgeräumt sind auch die Menüs. Anfängliche Erklärungen bringen uns auch die Funktion des PPA gut bei und so kann man direkt eingesammelte Beweise verarbeiten. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich auf einem guten Niveau. Die Rätsel sind logisch und eingesammelte Hinweise geben uns immer wieder Aufschluss darüber, was wir als nächstes machen sollen. Fasst man nun alles zusammen, so kann die technische Seite grundlegend überzeugen.

 

Fazit:

Sinking Island: Mord im Paradies ist ein nettes Spiel für Krimi-Adventurefans. Wer Point&Click-Adventure mag und mal wieder einen Mordfall aufklären möchte, der wird viele Stunden mit dem Spiel verbringen können. Allerdings ist nicht alles Perfekt in dem Spiel. Da wären zum einen die übertrieben langen Laufwege. Immer wenn wir neue Informationen bekommen, muss unser Held alle anderen Leute noch einmal ansprechen. Hierdurch rennen wir unendlich oft durch die Bilder - um Hinweise sachlich zu verarbeiten. Auch das teilweise nervige Absuchen des Bildschirms stört mit der Zeit, denn eine Hilfefunktion hat der Hersteller nicht eingebaut. Etwas besser hätten auch die Figuren aussehen können. Viel zu stark setzen sie sich von den ansonsten vorbildlichen Hintergründen ab. Allerdings werden wir durch viele gute Features ordentlich entschädigt. Die spannende Story überzeugt von der ersten Spielminute und durch die charismatischen Charaktere wird man bis zum Ende am Bildschirm gefesselt. Auch das Spuren einsammeln und das anschließende Kombinieren macht Laune und so vergehen die Spielstunden wie im Flug. Wollt Ihr dann noch eine ganz besondere Herausforderung, so spielt das Game auch mal im Gegen-die-Zeit-Modus durch. Sucht Ihr also aktuell ein nettes Krimi-Point&Click-Adventure und könnt Ihr mit ein paar kleineren Macken gut leben, so solltet Ihr schnell zum nächsten Händler laufen. Sinking Island: Mord im Paradies hat uns ganz gut gefallen und somit können wir auch eine Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Der Name Benoit Sokal steht für traumhafte Kulissen
- Innovatives, unlineares Gameplay: Schlüpfen Sie in die Haut eines echten Vermittlers und finden Sie die Lösung auf Ihrem eigenen Weg
- Klassischer Abenteuer-Modus, oder Zeitattacke für puren Nervenkitzel: Entlüften Sie das Geheimnis bevor die Insel sinkt!

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 

Wertungsbox:

Sinking Island: Mord im Paradies (PC)

 
  Sinking Island - Mord im Paradies
EUR 34,95
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Grafik: 78 %  
Sound: 84 %  
Bedienung: 86 %  
Singleplayer: 82 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 80 %  
Gesamtwertung:  82 %  

Systemanforderung, minimum:

- Windows XP / Vista
- DirectX 9.0c (geliefert)
- 1.5 GHz Pentium III, AMD Athlon, oder ähnlich
- 512 MB Arbeitsspeicher erforderlich
- Grafikkarte 64MB DirectX 9.0c -kompatibel
- Soundkarte DirectX 9.0c -kompatibel
- CD-ROM/DVD-ROM 4x oder schneller
- 3.0 GB freier Festplattenspeicher
- Mouse Windows-kompatibel erforderlich


Systemanforderung, empfohlen:

- Windows XP / Vista
- DirectX 9.0c - (geliefert)
- 2.2 GHz Pentium 4, AMD Athlon, oder ähnlich
- 1024 MB Arbeitsspeicher
- Grafikkarte 256 MB DirectX 9.0c -kompatibel (ATI Radeon 9600 Serie/NVidia Geforce 6 Series)
- Soundkarte DirectX 9.0c -kompatibel
- CD-ROM/DVD-ROM 16x oder schneller
- 3.0 GB freier Festplattenspeicher
- Mouse Windows-kompatibel erforderlich

 


 

 

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