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SpellForce 2: Shadow Wars - Review (PC)

Wertung:
90 %

Einleitung:

Mit Spellforce: The Order Of Dawn kam vor über zwei Jahren ein höchst beeindruckendes Spiel auf den deutschen Markt. Das Spiel von Phenomic vereinte gekonnt die beiden Genres Rollen- und Echtzeitstrategiespiel miteinander. Anschließend folgten die beiden Erweiterungen Spellforce - The Breath of Winter und Spellforce - Shadow of the Phoenix. Lange mussten Spieler auf einen echten Nachfolger warten. Jetzt ist es endlich soweit, denn Koch Media veröffentlicht SpellForce 2: Shadow Wars in Deutschland. Wir konnten uns die fertige PC-Version ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel für Rollen- aber auch Strategiespielfans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Selbstverständlich werdet Ihr auch diesmal nicht grundlos in das Spiel geschickt. Der seid fünf Jahren schwelende Konflikt um die außerweltlichen Schatten hat das Reich der Dunkelelfen gespalten und mittlerweile einen Bürgerkrieg entfacht. Doch auch über die Grenzen dieses Reiches hinaus herrscht Unruhe: eine neue Macht breitet sich in Eo aus, eine Bedrohung, die ihren Schatten über das ganze Reich zu werfen scheint und die alten Bündnisse der Völker auf eine harte Probe stellt. Craig Un'Shallach, General der Dunkelelfen und Angehöriger der Dracon-Kaste, kämpft mit seinen Mannen gegen den Einfluss der bedrohlichen Schatten, droht aber in diesem Krieg zu unterliegen. Als der Kampf immer aussichtsloser erscheint, flieht seine Tochter Schattenlied, um vor der nahenden Bedrohung zu warnen. Sie flüchtet in die Grenzlande zwischen den Reichen der Menschen und der Dunklen, um von dem Pakt zwischen den Schatten und Dunkelelfen zu berichten und von der Armee der Schatten, die unter der Führung der wahnsinnigen Alchimistin Sorvina zu den Reichen des Lichts vorrückt. Mit dieser Kunde erreicht Schattenlied die Festung der Shaikan, einem Kriegervolk, das im Blutsbund mit einem uralten Drachen, der von den Völkern der Lichts und der Finsternis gleichermaßen gefürchtet wird, im Grenzland zwischen den Reichen lebt. Dort trifft sie auf unerwartete Hilfe, auf einen tapferen Shaikan, der mit ihr zusammen aufbricht, um die Warnung vor den Schatten und Sorvina zu verkünden und seine Heimat und Familie zu retten. Doch um dieser gewaltigen Bedrohung zu widerstehen, bedarf es mächtiger Armeen. Der schlafende Bund der Lichtvölker muss neu geschmiedet werden, keine leichte Aufgabe für zwei Wesen, die als Feinde des Lichts gelten. Es liegt natürlich in unserer Hand, die Invasion aufzuhalten und Eo zu retten! Daher führen wir unseren Helden aus dem Drachenvolk der Shaikan mit seinen Mitstreitern durch gefährliche Abenteuer, und gehen Allianzen mit anderen Völkern ein, um unsere Feinde zu bekämpfen. Bevor wir uns nun in das Abenteuer stürzen, wollen wir erst einmal ganz von vorne beginnen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erblickt der Spieler das Hauptmenü. Hier finden wir die Menüpunkte Einzelspieler, LAN, Internet und Optionen. Wie gewohnt kann man unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Der interessanteste Bereich, für die meisten Spieler, dürfte ohne Zweifel der Einzelspielermodus sein. Hier werden uns gleich drei Spielarten angeboten: Kampagne, Gefecht und Freies Spiel. Beim Freien Spiel können wir alleine oder zusammen mit bis zu zwei weiteren Mitstreitern zahlreiche Abenteuer durchleben. Dabei geht es in erster Linie darum, unseren Avantar so mächtig wie möglich zu entwickeln. Das Erlernen neuer Fähigkeiten und das Sammeln von Ausrüstungsgegenständen stehen im Vordergrund. Allerdings bietet auch dieser Modus eine Kampagnenhandlung an, die der Spieler über verschiedene Karten entdecken kann. Ganz interessant ist auch der Gefechtsmodus. In diesem Modus kann der Spieler entweder gegen den Computer oder gegen Freunde im Internet oder in einem lokalen Netzwerk spielen. Das Ziel dabei ist es, den Gegner von der Karte zu vertreiben.

Die wichtigste Spielart ist allerdings der Kampagnemodus. Zu Beginn muss der Akteur erst einmal einen Charakter erstellen. Das geht recht schnell, denn wir dürfen lediglich das Geschlecht und das Aussehen bestimmen. Aus vorgefertigten Bildern wählen wir unsere Spielfigur aus und nachdem der Schwierigkeitsgrad und Name bestimmt wurde, startet das obligatorische Tutorial. Natürlich wird das ganze standesgemäß durch ein beeindruckendes Intro eingeleitet. Im Übungsbereich angekommen werden wir in kleinen Schritten die Steuerung und das Spielprinzip kennen lernen. Hier lernen wir auch die Vorteile unseres Volkes kennen, denn die Shaikan können verstorbene Blutsbrüder zurück in Leben rufen oder diese durch Teleportation zu sich holen. Wir kämpfen natürlich nicht allein gegen unsere Feinde. An unserer Seite steht ein Bund aus diversen Mitstreitern, die alle passend durch kleine Filme vorgestellt werden. Jeder Charakter hat selbstverständlich herausragende Fähigkeiten, die wir passend einsetzen sollen. Die Verbündeten werden übrigens diesmal nicht permanent ausgetauscht, sondern sie bleiben oftmals an unserer Seite. Hierdurch entsteht eine enge Bindung zwischen uns und den Mitstreitern. Wer den ersten Teil kennt, wird sich sofort in SpellForce 2 zurecht finden. Die innovative Click`n Fight-Steuerung erleichtert das agieren und so kommen wir direkt mit unseren Spielfiguren klar. Das Spiel bietet dann noch genretypische Hilfen, wie das einblenden von Portraits unserer Charaktere. Mit einem Klick kann der Spieler direkt zu jeder Spielfigur gelangen und so verlieren wir diese niemals aus dem Auge. Durch unsere Kämpfe erhalten wir obligatorische Erfahrungspunkte, wodurch sich die Fähigkeiten unseres Helden weiter entwickeln. Grundlegend stehen dabei zwei Fertigkeitsbäume (kämpferische und magische Fähigkeiten) zur Verfügung. Nach einem Aufstieg kann der Spieler die erhaltenen Punkte auf neue Fähigkeiten verteilen oder bestehende verbessern. Welche wir als erstes nehmen, bleibt uns überlassen und so darf jeder Spieler seinen ganz persönlichen Helden kreieren. Daneben können wir unsere Kämpfer auch ausrüsten. Von Rüstungen bis hin zu Waffen ist alles vorhanden. Die Ausrüstungen erhalten wir übrigens nach erfüllten Aufgaben, bei Händlern oder von besiegten Feinden. Hinzu kommen noch Schatztruhen, die in den Levels versteckt sind. Sehr hilfreich ist dann auch noch das Questtagebuch. Hier sieht man schnell welche Aufträge noch offen und welche erledigt sind. Das besondere an dem Spiel ist die Tatsache, dass neben dem Rollenspielelement auch ein ausgiebiger Strategieteil vorhanden ist. Jedes Volk hat dabei eigene Gebäude und Einheiten. Grundlegend starten wir eine Mission mit dem Rollenspielteil. Erreichen wir dann einen gewissen Punkt, erhalten wir die Kontrolle über ein Haupthaus. Mit diesem können wir Arbeiter erschaffen und drei unterschiedliche Rohstoffe abbauen. Hat der Spieler genügend Ressourcen gesammelt, so kann er anschließend Bauernhöfe, Schmieden, Wachtürme oder Burgen bauen. Mit den erweiterten Gebäuden darf man dann Nahkämpfer, Schützen oder Kavallerie erschaffen. Hinzu kommen noch gigantische Titanen, die allerdings erst möglich werden, wenn wir diverse Vorraussetzungen erfüllen. Haben wir unsere kämpfende Truppe zusammengestellt, kann das Gemetzel auf dem Schlachtfeld beginnen. Das ganze wird selbstverständlich durch eine nette Story zusammen-gehalten. Wer dann vom Singleplayermodus genug hat, kann noch diverse Spiele über ein lokales Netzwerk oder das Internet bestreiten.

 

Technik:

Technisch kann das Spiel mit aktuellen Topgames locker mithalten. Vor allem in den liebevoll gestalteten Städten hält man sich gerne auf. Hier erhalten wir übrigens auch unsere Aufträge, durch herumstehende Charaktere. Diese wurden allesamt gut modelliert und animiert. Das Spiel kann allerdings auch außerhalb von den detaillierten Ortschaften glänzen. Eine üppige Vegetation ist genauso vorhanden, wie nett anzusehende Schatten- und Lichtspiele. Der Hersteller hat sich wirklich viel Mühe mit der Gestaltung der Levels gegeben und so sieht kaum eine Karte gleich aus. Damit wir den Überblick nicht verlieren, steht uns eine frei dreh- und kippbare Ansicht zur Verfügung. Außerdem gibt es verschiedene Zoomstufen. Hierdurch können wir eine isometrische Ansicht genauso nutzen, wie eine Third-Person-Perspketive. Etwas meckern kann man eigentlich nur über ein paar unscharfe Texturen. Das ist allerdings nicht sonderlich schlimm, denn ansonsten werden wir ein wahres Grafikfeuerwerk erleben. Neben der Vielfalt - bei der Umgebung - hat uns der Hersteller auch noch viele unterschiedliche Gegner gegönnt. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Neben stimmungsvollen Soundtracks werden wir auch passende Ingamegeräusche zu hören bekommen. Hinzu kommen professionelle Synchronsprecher, die den Charakteren Leben einhauchen. Die Steuerung ist sehr einfach ausgefallen. Wer den ersten Teil kennt, wird sich sofort mit der Lenkung zurecht finden. Alle anderen werden spätestens nach dem guten Tutorial direkt in das Spielgeschehen einsteigen können. Die Steuerung der Spielfiguren ist dabei genauso einfach, wie die Handhabung der übersichtlichen Menüs. Wer mag kann übrigens die Ansicht im Spiel wechseln und seinen Charakter direkt mit der Tastatur steuern. Ein nettes Feature, wodurch das Spiel fast zu einem Third-Person-Rollenspiel wird. Mit der KI kann man dann ebenfalls gut leben. Die eigenen Leute haben eine gute Wegfindung und so kann man sie auch mal unkontrolliert über die Karte schicken. Die Gegner dagegen warten eigentlich nur darauf, von uns niedergemetzelt zu werden. Wirklich intelligentes Verhalten sieht man von ihnen kaum. Hier hätte der Hersteller wirklich mehr machen können. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen Seite sehr zufrieden sein.

 

Fazit:

SpellForce 2: Shadow Wars ist ein wirklich tolles Genremix-Spiel. Wieder einmal funktioniert die Mischung aus Rollenspiel- und Echtzeitstrategieelementen. Zusammengehalten wir das Spiel dann noch durch eine spannende Story, die einen immer wieder motiviert weiter zu spielen. Natürlich gibt es auch ein paar Kritikpunkte - wie die KI der Gegner. Allerdings stören diese nur wenig, denn ansonsten kann das Spiel in fast allen Bereichen überzeugen. Abwechslungsreiche Missionen sind genauso vorhanden, wie viele Entwicklungsmöglichkeiten bei den Spielfiguren oder spannende strategische Kämpfe. Hinzu kommen eine kinderleichte Steuerung, gute Kamera-Perspektiven und einfache Bedienelemente. Hierdurch wird der Einstieg sehr einfach gemacht. Spätestens nach dem Einführungslevel wird jeder Spieler direkt in das Spiel einsteigen können. Dank drei unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade werden außerdem Anfänger genauso gefordert wie Genrekenner. Neben dem anspruchsvollen Einzelspielerbereich wird man sich auch lange mit dem Mehrspielermodis beschäftigen können. Bis wir alles ausgenutzt haben, wird einiges an Zeit vergehen. Wer also schon immer einmal ein tolles Echtzeitstrategiespiel mit echten Rollenspielelementen spielen wollte, sollte schnell zum nächsten Händler eilen. Uns hat SpellForce 2: Shadow Wars wirklich gut gefallen und daher können wir das Spiel zum Kauf empfehlen.

 

Features:

- Innovatives Role-Playing-Strategy Genre
- Über 100 frei wählbare Avatar Skills erlauben individuelle Entwicklung des Charakters und der Spieltaktiken
- Unglaublich detaillierte Fantasywelt in einer atemberaubenden Qualität
- Drei verschiedene Fraktionen mit 12 unterschiedlichen Einheiten bestehend aus Infanterie, Kavallerie und fliegenden Einheiten können befehligt werden
- Komplett konsistente Spielwelt, erstmalig im RTS Genre, die den Handlungen des Spielers entsprechend reagiert
- Click'n'Fight: neuartiges und revolutionäres Kampf-System, garantiert komplett neue taktische Möglichkeiten im Kampf
- Einzelspieler -Kampagnen mit über 50 Stunden an Spielspaß in einer fesselnden Story mit unzähligen Quests
- Online-Interaktion mit intelligenter und adaptiver AI in PvP (Spieler gegen Spieler) und kooperativen Mehrspieler Modus in über 30 atemberaubenden Mehrspieler-Karten

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 

Wertungsbox:

SpellForce 2: Shadow Wars (PC)

 
 Spellforce 2
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 92 %  
Sound: 88 %  
Bedienung: 90 %  
Singleplayer: 89 %  
Multiplayer: 87 %  
Spielspaß: 94 %  
Gesamtwertung:  90 %  

Systemanforderungen:

- Betriebssystem: Windows 2000/XP
- Arbeitsspeicher: ab 512 MB RAM
- Prozessor: 1,5 GHz Pentium od. 100% kompatibler Prozessor
- CD-ROM: DVD Laufwerk erforderlich
- Grafikkarte: DirectX9-kompatible Grafikkarte mit 128 MB RAM (GeForce 4 TI oder besser)
- Empfohlen: Internet-Anbindung
- Zusatz: 5 GB Speicherplatz auf der Festplatte

 

 

 

 

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