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Stronghold 2 - Review (PC)

Wertung:
84 %

Einleitung:

Die Stronghold-Reihe kann auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückschauen. Alles begann vor vier Jahren mit dem Spiel Stronghold. Anschließend folgten im Sommer 2002 Stronghold Deluxe und im Oktober 2002 Stronghold Crusader. Nach fast drei Jahren erscheint nun endlich das Nachfolgespiel in Deutschland. Mit Stronghold 2 versucht 2K Games an die alten Erfolge anzuknüpfen. Wir konnten jetzt die fertige PC-Version testen. Ob das Spiel genauso spannend ist wie der erste Teil, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Stronghold 2 entführt den Spieler in eine mittelalterliche Welt. Erstmals präsentiert sich die Mischung aus Burgen-Aufbau und Belagerungskämpfen in einer 3D-Optik. In den Burgen, die der Spieler baut, herrscht mittelalterlicher Alltag. Von farbenprächtigen Festen und Ritterturnieren, Folterwerkzeugen und verbrecherischen Gesindel bis hin zu Pest verbreitenden Ratten ist alles vorhanden. Fangen wir aber erst einmal ganz von vorne an. Nachdem das Spiel gestartet wurde erblickt der Spieler das Hauptmenü. Hier finden wir die Menüpunkte Spielen, Multiplayer, Karteneditor, Optionen, Laden und Verlassen. Unter Optionen dürfen wir wie gewohnt alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Am Anfang wird sich jeder erst einmal auf den Singleplayermodus stürzen. Nachdem wir auf den Menüpunkt Spielen geklickt haben erscheinen zwei große Symbole. Wir dürfen hier aus den beiden Kampagnen Weg des Friedens und Weg des Krieges eine Spielart auswählen. Bei Weg des Friedens konzentrieren wir uns eher auf die Entwicklung einer florierenden Wirtschaft. Der Aufbau einer mächtigen Armee oder die Belagerung feindlicher Burgen ist hier eher Nebensache. Es stehen vier Spielarten zur Auswahl. Wenn Ihr das Spiel zum ersten Mal spielt, empfiehlt es sich die Lehrstunde zu absolvieren. Hier werden ausführlich die Grundlagen erklärt. Mit ein wenig Erfahrung kann man sich anschließend in die eigentlichen Spielmodis wagen. In Sim-Kampagne dürfen wir uns fast ausschließlich um die Wirtschaft kümmern. Im Modus "Freies Bauen" beginnt der Spieler dagegen auf einer leeren Karte, auf die er nach Lust und Laune bauen darf. Wir müssen uns hier nicht um Ziele oder feindliche Angriffe kümmern. Alle Gebäude, die es in Stronghold 2 gibt, sind bei dieser Spielart schon verfügbar. Daneben besteht die Möglichkeit eine eigene Kampagne zu spielen, die wir selber mit dem Editor erstellt haben. Etwas aufregender ist der Weg des Krieges. In diesem Spielmodus muss der Spieler nicht nur sein mittelalterliches Wirtschaftsleben ins Rollen bringen, sondern er wird auch noch die Kunst der Kriegsführung erlernen. Die Kampagne "Verlorener König" ist hervorragend geeignet um alle Bestandteile von Stronghold 2 kennen zu lernen. Die handlungsorientierte Geschichte betont besonders das Bauen und Belagern von Burgen. Der Königsmacher-Modus ist dagegen ein Gefechtsspiel, in dem wir uns gegen verschiedene Gegner behaupten müssen. Neben der Verwaltung mehrerer Burgen und Ländereien beinhaltet dieser Modus auch ein Beförderungssystem. Mit jedem Aufstieg werden zusätzliche Gebäude, Truppen und Verteidigungen freigeschaltet. Wer vom Singleplayermodus genug hat kann sich auch in den Multiplayerbereich stürzen. Hier darf man eine Mehrspielerpartie mit bis zu sieben Freunden über ein lokales Netzwerk (LAN), Direktverbindung (über das Internet) oder via Gamespy Arcade wagen.

Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. In der friedlichen Kampagne starten wir als freier Bürger, der einen Ort aufbauen soll. Ausgiebige Hilfe im Spiel bringt uns alles sehr verständlich bei. So bauen wir Farmen, Schweinezuchten, Vorratslager und so weiter. Neue Gehöfte dürfen natürlich nicht fehlen und so erhalten wir schnell neue Arbeiter. Diese müssen allerdings mit Nahrung versorgt werden und da wir am Anfang wenig Platz haben, solltet Ihr nur die Arbeiter anschaffen die wirklich benötigt werden. Nach einiger Zeit wächst der Ort zu einer kleinen Stadt heran. So ein aufstrebender Ort zieht natürlich das Böse an und so werden die Bauern von Wölfen und feindlichen Einheiten bedroht. Auch wenn Ihr die friedliche Kampagne spielt seid Ihr von kleineren Angriffen nicht geschützt. Allerdings nimmt man diese Störungen gerne in Kauf, da sie für ein wenig Abwechslung sorgen. Der Hersteller hat noch weitere nette Extras eingebaut. Krankheiten sind in dem Spiel genauso vorhanden wie Rattenplagen. Hierdurch wird das Mittelalter realistisch wiedergegeben. Der Adel muss ebenfalls unterhalten werden. Ab und zu solltet Ihr ein Fest veranstalten, wodurch Euer Rang steigt und das Ansehen beim König wächst. Die Ehre ist nicht ganz unwichtig, denn mit dieser könnt Ihr neutrale Ländereien erwerben und Ritter ausbilden. In der friedlichen Kampagne läuft alles ein wenig ruhiger ab wie in der kriegerischen Kampagne. Vor allem Simulationsfans werden hier auf ihre Kosten kommen. Wer es ein wenig aufregender mag sollte den Weg des Kampfes beschreiten. In diversen Missionen sollt Ihr einen Ritter zum Sieg führen. Die Missionen sind hier sehr abwechslungsreich gestaltet worden. Der Spieler muss mal eine Burg erstürmen oder seine eigene gegen angriffsfreudige Feinde verteidigen. Um seine Aktivitäten zu finanzieren dürfen Ressourcen genutzt und Tribut gefordert werden. In einem Singleplayermodus ist die KI ein wichtiger Punkt. Diese bereitet bei dem Spiel ein paar Probleme. Die künstliche Intelligenz ist leider nicht allzu groß ausgefallen. Der Computer hat eigentlich nur eine Chance, wenn seine Truppen um einiges mächtiger sind wie unsere Einheiten. Nur selten führt er mal eine Aktion aus die uns überrascht. Schade das der Hersteller hier nicht mehr gemacht hat. Dafür werden wir aber in den Kampagnen einige Überraschungen erleben, die uns sogar vor die Wahl stellen für die Gute oder die Böse Seite zu kämpfen. Die Story selber wird übrigens mit netten aber unspektakulären Sequenzen vorangetrieben. Ein wenig störend ist noch die Tatsache, dass die Missionen immer gleich ablaufen. Man kann sich also wunderbar auf diese einschießen und beim zweiten Versuch begangene Fehler vermeiden. So agieren wir nun mit unseren Einheiten die mit Bögen, Armbrust, Lanzen, Piken, Streitkolben und Schwerter ausgestattet sind. Eine passende Bekleidung wie Leder- oder Metallrüstung darf natürlich nicht fehlen. Das gekonnte auswählen und bewegen von Einheiten ist in Stronghold 2 der Schlüssel zum militärischen Erfolg. Nach einer kleinen Eingewöhnungszeit kommt jeder mit den Einheiten, Gebäuden und so weiter zu recht. Aufgrund der Fülle von Möglichkeiten können wir leider nicht alles aufzählen was in diesem Strategiespiel möglich ist. Wirklich Spaß machen vor allem die Massenangriffe in der kampfbasierten Kampagne. Egal ob Ihr nun angreift oder verteidigt, es ist ein wahre Pracht, wenn große Truppenteile aufeinander treffen. Dabei hat der Hersteller darauf geachtet, dass der Spielspaß vom ersten Teil wieder vorhanden ist. Aber auch die neuen Punkte wie die Ehre oder Ritterspiele haben ihren Reiz. Der Spieler muss auf viele Punkte achten und so wird das Spiel nie langweilig. Schließlich muss auch in einer ruhigen Zeit auf die Kriminalität geachtet werden und wer keine Gerichtsgebäude baut, Foltereinrichtungen aufstellt und Wachposten einstellt wird schnell Probleme bekommen. Wichtig ist immer das eine gute Wirtschaft und eine funktionsfähige Burg existiert. So dürft Ihr Euch nun in der mittelalterlichen Umgebung friedlich oder kämpferisch voll auslassen.

 

Technik:

Die Grafik kann insgesamt überzeugen. Die Levels wurden mit vielen Details ausgestattet und selbst die Animationen wirken ansatzweise realistisch. Fährt man allerdings mit der Kamera etwas näher heran, so wird man doch einige Mängel erkennen. Hinzu kommen diverse Clippingfehler. Allerdings stören diese Punkte nur wenig, wenn man in einer wilden Massenschlacht steckt. Dafür muss aber ein leistungsstarker Rechner zur Verfügung stehen, ansonsten könnt Ihr Euch ein spannendes Mehrspielerduell klemmen. Der Sound ist ebenfalls in Ordnung. Das Geschehen wird mit einer mittelalterlichen Musik begleitet und eine ansprechende Sprachausgabe ist ebenfalls vorhanden. Auch mit den Umgebungsgeräuschen kann man gut Leben. Zu jeder Zeit wird ein passender Ton eingespielt. Leider ist die KI ein wenig dürftig ausgefallen. Gerade bei Angriffen würde man sich ein besseres Verhalten der CPU gesteuerten Figuren wünschen. Aber das Problem kennt man ja von vielen anderen Strategiespielen. Mit der Steuerung wird man genauso schnell klar kommen wie mit der Kamera. Fasst man alles zusammen, so kann die technische Seite leider nicht ganz überzeugen. Trotzdem lässt sich das Spiel ordentlich spielen.

 

Fazit:

Das Spiel hat viele gute aber auch so manche schlechten Seiten. Fangen wir erst einmal mit den positiven Punkten an. Überzeugen können vor allem die vielen Spielmodis, die Story, die große Vielfalt bei den Militäreinheiten und Gebäuden und die witzigen Sprüche im Spiel. Wer vom Singleplayermodus genug hat, kann sich zusätzlich mit dem Editor oder mit dem Mehrspielerbreich beschäftigen. Aber auch im Einzelspielermodus wird man dank eines umfangreichen Wirtschaftskreislauf, vielen Waren, spannenden Schlachten und einer Reihe interessanter Features gut unterhalten. Leider gibt es auch ein paar negative Punkte, die das Gameplay ein wenig trüben. Vor allem stört die magere KI. Hierdurch wird man sich nicht nur über seine eigenen Truppen ärgern, sondern auch über feindliche Einheiten. Außerdem solltet Ihr einen schnellen Rechner haben um problemlos zu spielen. Obwohl nicht alles Perfekt ist macht das Spiel grundsätzlich Spaß. Egal ob alleine oder gegen Freunde - hat das Spiel euch erst einmal gepackt, so wird es Euch nicht mehr loslassen. Dank vieler unterschiedlicher Spielarten kann man sich problemlos wochenlang mit dem Spiel beschäftigen. Wer also den ersten Teil mochte kann trotz kleiner Kritikpunkte bei Stronghold 2 zuschlagen.

 

Features:

- Kehren Sie aus dem Exil zurück auf ihre alte Burg, von der Sie schmählich vertrieben wurden. Dann beginnt sich die nicht-lineare, interaktive Handlung von Stronghold 2 zu entfalten.
- Betrachten Sie das mittelalterliche Geschehen in 3D-Grafik oder wählen Sie aus zahlreichen anderen Perspektiven, um Ihr Reich zu überwachen.
- Werden Sie Burgherr einer authentischen Burganlage. Beobachten Sie die Falkner, wie sie mit dem Rattenproblem fertig werden. Schauen Sie den Webern, Kerzenmachern und Bierbrauern bei der Arbeit zu.
- Veranstalten Sie Feste, Ritterturniere und Tänze und öffentliche Hinrichtungen, um das Volk bei Laune zu halten.
- Nutzen Sie neue Kampfeinheiten, Belagerungswaffen und Verteidigungseinrichtungen.
- Als Burgherr bleibt Ihnen nichts verborgen. Werden Sie Zeuge einer Gerichtsverhandlung, sehen Sie zu, wie Mägde das Essen bereiten oder genießen Sie den Anblick hübscher Burgfräuleins beim Baden.
- Verdienen Sie Ehrenpunkte, die Ihnen in der Hierarchie nach oben helfen - vom einfachen Leibeigenen bis zum mächtigen Fürsten. Mit genügend Ehrenpunkten können Sie einen Untertanen zum Ritter schlagen und ihn als Statthalter in einer eroberten Burg einsetzen, um Ihr Reich auszubauen.
- Entwerfen sie Ihre eigene Rüstung und schmücken Sie Ihre Burg mit bunten Flaggen und Bannern - oder mit den Köpfen Hingerichteter auf langen Spießen, ganz nach Ihrem Geschmack.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Stronghold 2 - Review (PC)

 
 Stronghold 2
EUR 47,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 84 %  
Sound: 86 %  
Bedienung: 85 %  
Singleplayer: 82 %  
Multiplayer: 84 %  
Spielspaß: 85 %  
Gesamtwertung:  84 %  

Mindestanforderungen:

- Prozessor mit mehr als 1GHz
- 256MB RAM
- Grafikkarte ab Geforce 2 mit 32MB

 

 

 

 

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