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Supreme Commander - Review (PC)

Wertung:
90 %

Einleitung:

Aktuell können sich PC-Spieler nicht über mangelnden Nachschub bei Strategiespielen beklagen. Jeden Monat kommen viele Genrevertreter auf den deutschen Markt. Allerdings können nur wenige wirklich überzeugen. Ein potenzieller Kracher steht jetzt in den Startlöchern. Es handelt sich dabei um das THQ-Spiel Supreme Commander. Wir konnten das Spiel vom Star-Entwickler Chris Taylor (Gas Powered Games) jetzt ausgiebig testen. Ob das Game den Genrethron erobern kann, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Wie üblich werden wir nicht grundlos in den Krieg geschickt. Wir schreiben das Jahr 3844. Die Menschheit hat es geschafft zwei Gruppen zu bilden, die deren Untergang wollen. Der Ewige Krieg herrscht schon seit über 1000 Jahren zwischen den drei Fraktionen der Menschen: der United-Earth-Federation (UEF), den religiösen Erleuchteten der Aeon und der Nation der Cybrans. Quantum-Gate-Technologie gewährt allen drei Fraktionen die fast augenblickliche Reise durch die ganze Galaxie. Massive gepanzerte Kommandoeinheiten können jederzeit und überall ganze Armeen erstellen und einsetzen. Der Krieg hat schon Milliarden von Leben gekostet. Ganze Planeten sind in tote Felsen verwandelt worden, die leblos durch den Weltraum treiben. Es gibt keinen Platz für Kompromisse oder Gnade. Nur wir können den Ewigen Krieg beenden. Das ganze wird am Anfang durch ein erstklassiges Intro inkl. deutscher Sprachausgabe passend in Szene gesetzt und so wird jeder angemessen auf das bevorstehende Strategiespiel eingestimmt. Bevor wir auf das Schlachtfeld gehen, wollen wir allerdings erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem Supreme Commander installiert und gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü mit den Punkten Kampagne, Mehrspieler, Gefecht, Anleitung, Extras und Optionen. Unter zu letzt genannten Punkt darf der Spieler alle spielrelevanten Einstellungen wie Grafik, Sound oder Spieloptionen anpassen. Wechselt man in den Bereich Extras, so kann der Akteur in die beiden Bereiche Mod-Manager & Wiederholung gehen. Unter Wiederholung darf man auf alle aufgezeichneten Spiele zugreifen und bei Mod Manager schaltet der Spieler vorhandene Mods ein bzw. aus. Am Anfang bietet sich selbstverständlich erst einmal der Anleitungsbereich an. Das Tutorial bietet detaillierte Erläuterungen zu allen Funktionen von Supreme Commander. Sobald wir den Übungsbereich gestartet haben, können wir uns in aller Ruhe Lernvideos ansehen. Anschließend sollte man diese Funktionen im freien Sandkasten-Modus ausgiebig ausprobieren. Wir empfehlen jeden sich diesen Bereich gut anzusehen. Das Spiel ist sehr komplex und ohne eine angemessene Einarbeitungszeit wird man kaum mit dem Game klar kommen. Sehr hilfreich ist auch das über sechzig Seiten starke Handbuch, das sehr detailliert alle Bereiche des Spiels erklärt. Kommen wir nun zu den eigentlichen Spielarten. Da wäre neben den Einzelspielermodis vor allem der Multiplayerbereich. Per Internet oder LAN kann man spannende Gefechte gegen andere menschliche Spieler bestreiten. Der Mehrspielermodus bietet natürlich alle gängigen Spielarten aktueller Echtzeit-Strategiespiele und unterstützt bis zu 8 Spieler. Kooperatives Gameplay ist im Mehrspielermodus genauso möglich, wie ein Spiel gegeneinander. Viele unterschiedliche Mehrspielerkarten dürfen z.B. unter Gefecht angegangen werden.

Der interessanteste Bereich dürfte für viele der Kampagne-Modus sein. Bei Supreme Commander gibt es drei Einzelspielerkampagnen - eine für jede Fraktion. Diese bieten jeweils drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade an, wodurch jeder eine passende Herausforderung findet. Jede Mission wird dann noch passend durch kleine Filme und Missionsbesprechungen eingeleitet und so werden wir nie ohne Grund ein Schlachtfeld betreten. Nachdem die Missionsziele festgelegt wurden, kann die Schlacht endlich beginnen. Jede Gruppierung hat selbstverständlich eigene Truppen und dementsprechende Vor- aber auch Nachteile. Wir agieren am Anfang auf recht überschaubaren Karten. Diese werden im späteren Spiel immer größer. Mit größer meinen wir wirklich größer, denn teilweise umfassen die Terrains mehrere tausend Quadratkilometer. Das bedeutet natürlich, dass langsame Einheiten Stunden benötigen um an einen Punkt zu kommen. Zum Glück bietet das Spiel diverse Transportfahrzeuge an, die Truppenbewegungen beschleunigen. Damit der Akteur den Überblick nicht verliert, kann er die Karte problemlos zoomen. Von der totalen Kartenansicht bis hin zur Nahaufnahme einzelner Einheiten ist alles möglich. Durch die gute Übersicht kann man problemlos große Angriffe mit sehr vielen Einheiten starten und diese dann noch gut koordinieren. Dementsprechend leistungsstark sollte allerdings Eurer Rechner sein. Schließlich brauchen die vielen Details, Ansichten und riesigen Armeen Rechenpower. Zu Beginn starten wir mit der Armored Command Unit in das Spiel. Dieser Mech kann spielrelevante Gebäude errichten. Seine Leistung sollte man im späteren Spielverlauf steigern, indem man Aufrüstungen vornimmt. Wie bei solchen Spielen üblich, braucht jede Fraktion Ressourcen um Gebäude oder Einheiten zu bauen. Diese gewinnt der Spieler durch Masse und Energie. Dazu bauen wir entsprechende Gebäude wie Generatoren bzw. Extraktoren. Durch Kraftwerke darf man an bestimmten Stellen Energiequellen anzapfen und baut man an den richtigen Orten Extraktoren, wird benötigte Masse dem Planeten entzogen. Die Gebäude werden später dann noch durch aufleveln effektiver gemacht. Das ist notwenig, denn viele Einheiten brauchen extrem viel Energie und diese muss erst einmal gewonnen werden. Haben wir die Grundversorgung hergestellt, müssen weitere Gebäude errichtet werden. Hier schöpft das Spiel aus dem Vollen, denn von diversen Verteidigungsanlagen über Produktionsgebäude bis hin zu Angriffswaffen - wie schlagkräftige Raketen - ist alles vorhanden.

Sehr wichtig ist auch der strategisch richtige Basisbau. Zum Glück gibt es nur eine Hand voll Gebäude, die allerdings allesamt aufgebaut und erweitert werden können. Hierdurch ergeben sich dann viele Bauoptionen, die im späteren Spielverlauf unabdingbar sind. Hinzu kommt die Tatsache, dass vieles erst gebaut werden darf, wenn zuvor andere Sachen erschaffen wurde. Man muss also den Technologiebaum gut kennen um gezielt Einheiten zu erschaffen. Davon gibt es eine Vielzahl die von Fußtruppen über Fahrzeuge, Schiffe bis hin zu Luftstreitkräften reichen. Daneben darf der Spieler auch Prototypen von Land-, See- und Lufteinheiten konstruieren, wenn spätere Techlevel erforscht sind. Das kostet zwar richtig Knete, allerdings lohnt es sich auch. Spätere Einheiten können ohne Probleme ganze Stützpunkte auslöschen. Über diese Möglichkeit verfügt natürlich jede Fraktion und hat man keine passenden Verteidigungsanlagen gebaut, ist das Spielende schnell gekommen. Spieler die gerne ausufernde Basisverteidigungen erschaffen wollen, können dieses gerne machen. So ein Bollwerk muss dann erst einmal von der anderen Seite durchbrochen werden. Allerdings hilft das Einigeln nur selten, denn um zu expandieren muss jede Fraktion neue Energiequellen erobern. So entstehen schnell Lücken in der Verteidigung, die sofort vom Gegner ausgenutzt werden. Mit den möglichen Technologie-Stufen wird das Spiel dann recht komplex, denn eine Vielzahl von Möglichkeiten steht dem Spieler nun offen. Es ist uns komplett freigestellt, in welche Richtung wir uns entwickeln und so läuft jede Schlacht grundlegend anders ab. Die eigene Stärke kann selbstverständlich nur dann ausgespielt werden, wenn genügend Nachschub vorhanden ist. Dazu dienen dann Transportrouten, die frische Einheiten an die Front werfen. Wenn die Ressourcen erst einmal ausgiebig zur Verfügung stehen, kann der Aufbau der riesigen Armee in Angriff genommen werden. Mit unseren vielen Einheiten gehen wir dann gegen unsere Feinde vor. Damit dieses koordiniert abläuft, stehen unterschiedliche Formationen zur Verfügung, die für verschiedene Truppenteile genutzt werden können. Kommt es dann zu einem Treffen, so kämpfen gleich hunderte von Einheiten gegeneinander. Durch die große Anzahl von unterschiedlichen Einheiten kann man unendlich viele taktische Varianten ausprobieren. Dabei sollte auf eine gute Mischung geachtet werden, denn jede Einheit hat ihre speziellen Vor- aber auch Nachteile. So agieren wir nun auf den riesigen Terrains, bauen unsere Basis und Verteidigung aus, verbessern und erschaffen neue Einheiten, lösen die Missionsziele und versuchen unseren Gegner vom Schlachtfeld zu fegen.

 

Technik:

Die technische Seite kann wirklich überzeugen. Da wäre zum einen die opulente Grafik. Optisch wird ein wahres Feuerwerk abgefeuert. Es sieht schon bombastisch aus, wenn Explosionen dargestellt werden oder Massen an Einheiten über den Bildschirm ziehen. Klar gibt es auch Spiele die eine noch beeindruckendere Grafik zeigen. Diese stellen aber nicht eine so große Anzahl an Einheiten dar. Eine nette Landschaft ist ebenfalls vorhanden. Viele Details und eine angemessene Vegetation lassen das Schlachtfeld sehr realistisch aussehen. Toll sind dann noch die vielen Effekte und eine nachvollziehbare Physikengine. Vor allen wenn atemberaubende Explosionen - wie gigantische Atompilze - den Bildschirm zum beben bringen, möchte man gar nicht mehr wegsehen. Ordentlich sind ebenfalls die passenden Animationen. Diese kann man sich - durch eine sehr nahe Zoomansicht - wunderbar ansehen. Mit Hilfe der verfügbaren Perspektiven verschafft man sich einen super Überblick über das gigantische Terrain. Selten hat man ein so großes Schlachtfeld gesehen. Die Grafikpracht und das Gezeigte kann man allerdings nur bewundern, wenn man einen leistungsstarken Rechner besitzt. Spieler die das Game auf schwächeren PC´s installieren, werden leider nur üble Ruckler erblicken. Da hilft nur das herunterdrehen der Grafik, was allerdings auch bedeutet, dass die Optik etwas unansehnlicher wird. Mit dem Sound kann man ebenfalls leben. Neben vielen Ingamegeräuschen wird auch eine stimmungsvolle Musik eingespielt. Hinzu kommen professionelle deutsche Synchronsprecher. Diese vermitteln die Story sehr gut und so startet man hoch motiviert in die nächste Schlacht. Dazu tragen vor allem die eingespielten Filme bei. Durch die zeitgemäße Präsentation wird eine gute Spannung aufgebaut, die einen immer wieder anspornt weiter zu spielen. Die KI ist bei diesem Spiel einfach nur erstklassig. Schon auf einfachen Schwierigkeitsstufen zeigt der Computer geschickte Manöver und taktische Vielfalt. Man darf CPU-Gegner nie unterschätzen, denn sie setzen ihre Truppen genauso gut ein, wie menschlicher Spieler. Hierdurch macht das Spiel auch alleine sehr viel Spaß. Gleichzeitig bedeutet das natürlich auch, dass der Schwierigkeitsgrad relativ hoch ist. Kleinste Fehler werden sofort ausgenutzt und da das Spiel dann noch sehr komplex ist, werden gerade Anfänger schnell frustriert sein. Etwas besser hätte außerdem die Wegfindung der Einheiten ausfallen können. Es ist nicht immer ersichtlich, warum sie einen bestimmten Weg bevorzugen. Ansonsten ist die Steuerung in Ordnung. Die vielen Einheiten kann man genretypisch lenken und sie reagieren auch sehr direkt auf unsere Anweisungen. Hinzu kommen aufgeräumte Menüs und gut positionierte Schaltflächen. Auch wenn das Spiel sehr komplex ist, kommt man mit der generellen Steuerung - schon nach einer kurzen Einarbeitungszeit - sehr gut klar.

 

Fazit:

Supreme Commander ist ein wirklich gutes und vor allem ausbalanciertes Strategiespiel. Nur knapp verpasst es den Genrethron. Das liegt an mehreren Punkten. Zum einen könnte die Grafik ein Tick besser sein. Allerdings muss man bedenken, wie viele Einheiten auf einem Schlachtfeld dargestellt werden. Hinzu kommt, dass bei futuristisch angehauchten Spielen oftmals eine eher karge Landschaft bevorzugt wird. Trotz dieser kleinen Einschränkung kann die Optik dennoch überzeugen. Viele unterschiedliche Einheiten erfreuen unser Herz, genauso wie bombastische Effekte und ein riesiges Terrain. Ein so großes Schlachtfeld hat man selten in einem Echtzeitstrategiespiel gesehen. Etwas Schade ist dann noch, dass die Kampagnen wenig kreativ ablaufen. Es müssen Basis gebaut und verteidigt, Konvois beschützt und Gegner besiegt werden. Hier hätte man sich ein etwas originelleres Gameplay gewünscht. Zumindest sind die einzelnen Missionen sehr anspruchsvoll und langwierig. Ist ein Ziel erreicht, wird gleich die nächste Karte eingeblendet, die das Schlachtfeld um interessante Orte erweitert. Eine Auseinandersetzung ist dann erst nach Stunden beendet und so kann man sich sehr lange im Kampagnenmodus aufhalten. Dazu trägt auch die Tatsache bei, dass man jede Fraktion spielen darf. Bis Ihr wirklich alles gesehen habt, werden viele Tage vergehen. Wer dann immer noch nicht genug hat, darf sich auch in den Mehrspielermodus stürzen. Hier warten dann viele Multiplayermatches über LAN oder Internet auf Euch. Die Mehrspielerduelle laufen übrigens sehr spannend ab. Allerdings ist dieses Spiel nicht für ein schnell Match für zwischendurch gedacht. Bis eine Schlacht beendet ist, werden Stunden vergehen. Viel Zeit muss man auch mitbringen, um das Spiel kennen zu lernen. Auch wenn ein Tutorial vorhanden ist, wird man nicht direkt in das Spiel einsteigen können. Ihr müsst nicht nur dieses durchspielen, sondern auch das Handbuch ausgiebig studieren - um mit der Vielfalt klar zu kommen. Gerade Anfänger könnten ein wenig überfordert werden. Eine etwas bessere Story wäre ebenfalls ganz nett gewesen. Allerdings wissen altgediente Strategieexperten, dass solche Spiele nie mit einer imposanten Geschichte aufwarten. Viel wichtiger ist das Gameplay und dieses ist bei Supreme Commander fantastisch. Wirklich langweilig wird es in dem Spiel nie, denn immer gibt es irgendetwas zu tun. Wer also aktuell ein tolles aber auch forderndes Echtzeitstrategiespiel sucht, der muss bei Supreme Commander einfach zuschlagen. Uns hat das neuste THQ-Spiel wirklich gut gefallen und daher können wir es jedem Genrefan ans Herz legen.

 

Features:

- die beste Strategie entscheidet: in SC geben Sie nicht länger bloß taktische Befehle, sondern kontrollieren die Gesamtstrategie
- 3 unterschiedliche Kriegsparteien: UEF, Cybrans, Aeons
- mehr Action: besonders wertvolle Super Units und Mega Units
- zahlreiche Mehrspielermodi mit bis zu 8 Teilnehmern
- umfangreiche Modding-Tools unterstützen nach Release den Aufbau einer starken Community und machen SC zu einem der modifizierbarsten RTS-Spiele überhaupt

 

 

 


Wertungsbox:

Supreme Commander (PC)

 
 Supreme Commander
EUR 45,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 84 %  
Sound: 88 %  
Bedienung: 90 %  
Singleplayer: 89 %  
Multiplayer: 92 %  
Spielspaß: 94 %  
Gesamtwertung:  90 %  

Minimale Systemanforderungen:

- Microsoft® Windows® XP Service Pack 2, Vista
- 1,8 GHz Prozessor
- 512 MB RAM
- 8 GB freier Platz auf der Festplatte
- 128 MB Video-RAM oder mehr mit DirectX 9 Vertex Shader / Pixel Shader 2.0 Unterstützung (NVIDIA 6x00 oder besser)
- Soundkarte, Lautsprecher oder Kopfhörer
- Breitband-Internetverbindung (DSL/Kabel)


Empfohlenes System:

- 3,0 GHz Intel oder vergleichbarer AMD Prozessor oder besser
- 1 GB RAM oder mehr
- 8 GB freier Platz auf der Festplatte
- 256 MB Video-RAM mit DirectX 9 Vertex Shader / Pixel Shader 2.0 Unterstützung (NVIDIA 6800 oder besser)
- Breitband-Internetverbindung (DSL/Kabel).

 

 

 

 

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