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Supreme Ruler 2020 - Review (PC)

Wertung:
77 %

Einleitung:

Strategiespielfetischisten können sich freuen, denn Kochmedia bringt das neuste Paradox Interactive-Spiel auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das PC-Game Supreme Ruler 2020. Wieder einmal sollen wir die militärischen und politischen Geschicke einer Nation leiten, um unser Überleben zu sichern. Die fertige PC-Version konnten wir jetzt ausgiebig testen. In unserem Review erfahrt Ihr, ob sich das Spiel nicht nur für angehende Generäle oder Politiker lohnt.

 

Zum Spiel:

Supreme Ruler 2020 spielt in der nahen Zukunft und Ihr sollt die Geschicke einer realen Nation leiten um diese vor dem Untergang zu schützen. Bevor wir die Fäden in die Hand nehmen, wollen wir allerdings erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü. Hier findet man die Punkte Spielerprofil, Tutorial, Einzelspieler, Mehrspieler und Optionen. Unter zu letzt genannten Punkt darf man alle spielrelevanten Einstellungen anpassen. Bevor es losgeht, sollte jeder unter Spielerprofil sein Profil erstellen. Da das Spiel relativ komplex ist, bietet sich zu Beginn der Übungsbereich an. Im Tutorial kann man sich mit dem Gameplay und der Steuerung in aller Ruhe auseinandersetzen. Wer gerne gegen andere Spieler ein Spiel bestreiten möchte, der kann dieses unter Mehrspieler machen. Der Multiplayermodus ist der Super Sandkastenmodus mit allen notwenigen Optionen für ein Mehrspielerduell. Per LAN oder Internet können bis zu 16 Spieler an einem Game teilnehmen. Bevor Ihr Euch allerdings hier so richtig auslebt, sollte man den Einzelspielerbereich durchspielen. Dieser bietet zum einen ein Szenariospiel. In dem Sandkastenspiel darf man sich eine beliebige Startregion auf der Weltkarte aussuchen. Im Gegensatz zum Karrieremodus kann man sich hier die Siegbedingungen und sogar die Persönlichkeiten unserer KI-Gegner komplett frei aussuchen. Kurze Missionen bis hin zu langwierigen Welteroberungen warten nun auf Euch. Das Herzstück des Spiels ist selbstverständlich die Kampagne. Hier kann man eine vorbestimmte Mission spielen. Egal welche Spielart Ihr Euch aussucht, irgendwann beginnt endlich das Spiel und wir können die Geschicke einer Nation lenken. Insgesamt bietet das Spiel übrigens mehr als 250 Regionen. Neben vielen bekannten Ländern sind auch große Nationen in kleinere Staaten zerfallen. Wir sind nun für die Wirtschaft genauso verantwortlich, wie für die Finanzen, das Militär oder die Politik des Landes. Ein wichtiger Punkt ist außerdem der Bereich Rohstoffe. Dabei setzt das Spiel nicht nur auf altbekannte Stoffe wie Holz oder Gold. Es gibt auch noch Trinkwasser, Kohle, Elektrizität und vieles mehr. Nur wenn alles ausreichend vorhanden ist, werden wir die Grundlagen schaffen, um am Ende den Sieg davon zu tragen. Dabei hat jede Nation ihre eigenen realitätsnahen Probleme, die teilweise schon jetzt abzusehen sind.

Das Spiel ist äußerst kompliziert und daher ist der Einstieg nicht gerade einfach. Selbst das gut 80 Seiten starke Handbuch und Tutorial helfen nur bedingt weiter. Bis Ihr Euch wirklich in dem Spiel auskennt, werden Tage vergehen. Das große Problem, was allerdings später zu einem extrem interessanten Gameplay führt, ist die Komplexität. Zum Glück kann der Spieler einzelne Aufgaben dem Computer übertragen. Hierdurch darf man sich auf das konzentrieren, was einem gerade wichtig ist bzw. was besonders viel Spaß macht. Die grundlegenden Probleme einer Nation hängen klar von seinem Status ab. Reiche Länder wie Deutschland müssen andere Probleme bewältigen wie arme oder krisengeschüttelte Nationen. Grundlegend muss man zum einen die Rohstoffproblematik in den Griff bekommen. Dazu schließen wir Verträge mit produzierenden Staaten ab oder suchen uns Alternativen wie erneuerbare Energien. Je nachdem welche Schritte wir einleiten, entwickelt sich auch unsere Nation weiter. Dabei müssen wir Bereiche wie die Infrastruktur im Blick behalten. Bei unseren Planungen sollten wir auch nicht das eigene Bankkonto aus dem Auge verlieren. Nur wenn genügend Knete rein kommt, können Investitionen getätigt werden. Das Konto kann man z.B. durch höhere Steuern oder neue Verschuldungen wieder auffüllen. Neben dem finanziellen und wirtschaftlichen Bereich gibt es allerdings auch noch einen militärischen. Auch wenn man ein Land friedlich nach vorne bringen kann, birgt der militärische Einsatz viel Potenzial. Ihr dürft allerdings nicht willkürlich einen anderen Staat angreifen. Das wird sofort von den Vereinten Nationen mit Sanktionen bestraft. Droht dann doch eine Auseinandersetzung, so kommen unsere militärischen Einheiten wie die Infanterie, Flugzeuge, Panzer oder Schiffe ins Spiel. Welche Einheiten wir haben, hängt auch von der erreichten Technologiestufe ab. Diese wird genauso - wie in anderen Bereichen - durch eine ordentliche Forschung nach vorne gebracht. Wir müssen nun bei einem Krieg die Truppen herstellen, diese an die Front bringen und die Taktik festlegen. Seine Ziele kann man allerdings auch durch die Diplomatie erreichen. Verbündet Ihr Euch mit anderen Nationen, so werden feindlich gesinnte Länder schnell abgeschreckt. Ihr seht schon, dass man in dem Spiel fast alles Erdenkliche machen kann. Das bringt natürlich den Vorteil, dass wir bestehende Probleme auf unterschiedliche Art und Weise aus der Welt schaffen können. So lenken wir nun die militärischen, wirtschaftlichen und politischen Geschicke einer Nation, reagieren auf unsere Umwelt, lösen unzählige Probleme und erfüllen am Ende eine der vielen Siegbedingungen.

 

Technik:

Spielerisch ist Supreme Ruler 2020 eine echte Granate. Leider kann die technische Seite das Niveau bei weitem nicht halten. Vor allem bei der Grafik werden wir mehr als enttäuscht. Wir agieren auf einer veralterten Weltkarte, die kaum Details aufweist. Fast jedes Gebiet sieht gleich und unspektakulär aus. Noch nicht einmal ordentliche Effekte werden eingespielt. Hinzu kommen unscharfe Texturen und grob gestaltete Objekte. Wirklich schick sieht das wirklich nicht aus. Zumindest werden wir durch übersichtliche bzw. gut sortierte Menüs und Schaltflächen ein wenig entschädigt. Der Sound schneidet auch nicht besser ab. Selten werden Soundeffekte eingespielt und so kommt kaum Stimmung auf. Einzig die dezenten Musikstücke können einen etwas unterhalten. Die Steuerung dagegen kann voll überzeugen. Alle Funktionen sind schnell erreichbar und die Menüs und Schaltflächen wurden sinnvoll angebracht. Man kann sehr direkt seine Aktionen ausführen. Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass Ihr das Spiel schnell beherrscht. Es gibt so viele Funktionen und Möglichkeiten, dass man sich erst einmal über Tage einarbeiten muss. Da helfen das magere Tutorial und das Handbuch nur bedingt weiter. Gefallen hat uns dann noch die KI. Egal ob es die eigenen Minister oder andere Nationen sind, alle CPU-Handlungen werden glaubhaft ausgeführt und so macht ein Spiel gegen den Computer auch sehr viel Spaß. Fasst man nun alles zusammen, so kann die technische Seite nur bedingt überzeugen.

 

Fazit:

Supreme Ruler 2020 ist eine gigantische Kombination aus Polit-, Finanz- und Wirtschaftssimulation. Hinzu kommt ein netter Strategiebereich. Wir können die Geschicke einer Nation in wirklich allen Bereichen beeinflussen und so werden vor allem Globalstrategiefans voll auf ihre Kosten kommen. Neueinsteigen werden dagegen von der Fülle der Möglichkeiten überrollt. Erst nach einer sehr langen Einarbeitungszeit wird man das Spielprinzip und die Vielfalt verstanden haben. Ob wirklich jeder so lange durchhält, ist eine andere Frage. Habt Ihr Euch allerdings erst einmal eingespielt, so werden die wirklichen Vorzüge des Spiels sichtbar. Selten konnte man so viel in einem Game beeinflussen. Daraus ergeben sich auch ein wirklich motivierendes Gameplay und eine extrem lange Spielzeit. Leider wird das durch die mehr als dürftige Grafik etwas geschmälert. Der Hersteller setzt leider viel zu sehr auf eine zweckmäßige und unspektakuläre Optik. Wer damit leben kann und sich nicht vor komplexen Spielen fürchtet, der wird ein einmaliges Spielerlebnis bekommen. Allerdings solltet Ihr für Supreme Ruler 2020 sehr viel Zeit und Geduld mitbringen.

 

Features:

- Übernehmen Sie die Kontrolle über eine der mehr als 250 Regionen
- Entwickeln, produzieren und nutzen Sie hunderte militärische Fahrzeuge
- Karteneditor und umfangreichen Modifizierungsmöglichkeiten
- Detaillierte Politik- und Wirtschaftssimulation

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 

Wertungsbox:

Supreme Ruler 2020 (PC)

 
 
Supreme Ruler 2020

EUR 36,95

Bei Amazon bestellen

Grafik: 64 %  
Sound: 69 %  
Bedienung: 81 %  
Singleplayer: 84 %  
Multiplayer: 80 %  
Spielspaß: 82 %  
Gesamtwertung:  77 %  

Systemanforderungen:

- Betriebssystem: Windows 98/Me/2000/XP/Vista
- CPU: 800 MHz Pentium od. 100% kompatibler Prozessor
- Speicher (RAM): ab 512 MB RAM
- CD-ROM: Laufwerk erforderlich
- Soundkarte: DirectX - kompatibel
- Grafikkarte: 3D-Grafikkarte mit 16 MB
- Zusatz: DirectX 8.1 oder höher

 

 

 

 

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