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Tenchu Wrath of Heaven - Review (PS2)

Wertung:
83 %

Einleitung:

Schon auf der Playstation war eines der beliebtesten Spiele die Tenchu Serie gewesen. Selbst nachdem der zweite Teil von vielen nicht so gemocht wurde blieb die Begeisterung für diese Art des Spiels. Kein wunder denn was zuerst wie ein Adventure geladenes Beat´em Up aussieht entpuppt sich schnell als ein Stealth Adventure mit sehr vielen Actioneinlagen. Es kann schon fast mit Spielen wie Splinter Cell oder Metal Gear Solid verglichen werden die gerade zur jetzigen Zeit kaum liegen gelassen werden können. Daher wundert es auch nicht das nach vielen Jahren endlich ein Ableger auf der Next-Generation-Konsole von Sony erscheint. Das schleichen, klettern und meucheln kann nun endlich wieder losgehen.

 

Zum Spiel:

Der geheimnisumworbene Tenrai hat im 16. Jahrhundert in Japan eine Armee aus Ninja und Fürsten der Finsternis um sich geschart. Nun versucht er alles und jeden zu unterwerfen. Dein Herr - Fürst Gohda - hat Euch zu Hilfe gerufen, da Ihr als verschlagender Meuchler verschrieen seid. Nun gilt es Tenrai und seine Anhänger zu stoppen, bevor alles zu spät ist. Wie es schon auf dem Cover so schon heißt "Schleichen Sie wie ein Schatten - Schlagen Sie zu wie eine Schlange" agiert der Spieler in diesem Spiel. 

Bevor es aber los geht, darf sich der Spieler erst einmal entscheiden, ob er lieber den starken Rikimaru oder die schnelle Ayame spielen möchte. Jede dieser Figuren hat eigene Eigenschaften und Kampftechniken. Je nachdem für welche Spielfigur sich der Spieler entschieden hat, beginnt das Spiel an unterschiedlichen Stellen in der Story. Selbstverständlich können auch beide Figuren gespielt werden um noch mehr vom Spiel zu sehen. Von nun an heißt es aber schleichen und vor allem vorsichtig zu sein, denn wer zu schnell vorprescht oder zu unauffällig vorgeht findet den sicheren Tod. Das Problem sind hierbei nicht nur die Gegner, die recht stark sind - wenn man mit ihnen offen kämpfen muß - sondern auch die mangelnden Hilfsitems wie Heilung die jede Wunde schmerzen läßt. Das Spiel ist auch nicht auf aggressives Vorgehen ausgelegt, denn vielmehr muß der Spieler im verborgenen handeln und Gegner ausspionieren, um die richtige Situation für sich auszunutzen. Dabei helfen dem Kämpfer unterschiedliche Waffen die von Wurfsternen bis hin zu vergifteten Reisbällchen reichen. Die obligatorischen Hieb und Stichwaffen nicht zu vergessen. Die beste Möglichkeit um Gegner auszuschalten ist aber die Stealth Action, die es ermöglicht Gegner still und leise zu töten - indem die eigene Figur sich leise von hinten heran schleicht. Es wird sogar unterschieden wie der Gegner dabei angegriffen wird. Je nach Art des Angriffes wird ein unterschiedlicher Move ausgeführt. Um so erst einmal an die Gegner zu kommen wird eine sehr nützliche Grappling-Gun verwendet die den Spieler über hohe Mauern zieht. So gewappnet kann der Held jeden Gegner mit dem richtigen Geschick austricksen und erledigen. 

Jedes Level gibt allerdings gewisse Vorgaben die der Spieler erfüllen muß. Nicht in jedem Level ist das töten erlaubt. So kommt es auch mal vor das wir pazifistisch durch die Gegend schleichen müssen ohne entdeckt zu werden. Die Figur kann übrigens auch Techniken hinzu lernen. Dieses geschieht, indem die Spielfigur in einem Level zehn perfekt Kills schafft. Anschließend wird der neue Move erklärt und steht ab sofort auch zur Verfügung. Wenn Ihr diesen perfekten Kill nicht schafft beginnt ein gnadenloser Kampf. Die eigenen Figur kann neben verschiedenen Moves auch Blocken und das in eine Art und Weise das Ihr ruhig zuschauen könnt wie sich der Gegner verhält. Trotzdem bleibt es nicht aus das die eigene Figur verletzt wird. Zum Glück findet Ihr im gesamten Spiel nützliche Items wie Heilung oder andere Gegenstände die das Leben leichter machen. Darunter auch Rauchbomben oder Nägel die der Held ausstreuen kann um Verfolger abzuschütteln. Trotz der vielen Actioneinlagen darf das Ziel aber nie aus den Augen verloren werden und so darf sich der Spieler selber überlegen wie er das Ende am besten erreicht. Das liegt auch daran das es meist mehrere Möglichkeiten gibt wie der Spieler das Levelende erreicht. Da die Spielfigur viele Aktionen ausführen kann ist so gut wie alles möglich. Ein echter Ninja kann schließlich kriechen, klettern, hängen, springen und ducken. So agiert der Held wie die Umgebung es gerade zuläßt. Wichtig ist dabei immer das die Figur unentdeckt bleibt. Am Ende jedes Levels werden übrigens die Stealth-Fähigkeiten des Spielers beurteilt. So kann der Spieler mit jeder Figur rund 25 Level bestreiten. Als besonderer Leckerbissen wartet am Ende noch eine dritte geheime Figur auf den Spieler. 

Wer dann vom Singleplayer-Modus genug hat darf sich dem Multiplayer-Part zuwenden. Dieser zeichnet sich durch einen Coop-Mode aus, der wirklich Spaß macht. Hier dürfen dann die Spieler im Splitscreen zusammen gegen die bösen Buben antreten. Einstellbar ist aber auch das die Akteure sich gegenseitig töten dürfen. Es wird aber leider nicht die Singleplayer-Level nachgespielt, sondern für den Multyplayerpart stehen fünf extra Missionen zu Verfügung.

 

Zur Technik:

Ein wenig erschwert wird das Leben des Spielers durch die Kameraführung. Diese kann nämlich nicht als optimal bezeichnet werden. Oft geschieht es das die Kamera zu stark an das Geschehen zoomt und so eine Unübersichtlichkeit schafft die es schwer macht sich zurecht zu finden. Dank der L1 Taste kann der Spieler aber die Ansicht zentrieren. Ebenfalls mit einem Tastendruck kann ein Gegner anvisiert werden, damit er immer in der Schlagrichtung der eigenen Figur bleibt. Die Kamera macht aber nicht nur beim Kampf Probleme. So ist sie auch recht störrisch auf manuelle Korrekturen. Oft genug kämpft man mehr mit der Kameraausrichtung als mit den Gegnern. Wer aber erst einmal im richtigen Tenchu Fieber ist wird selbst das nicht schrecken, besonders weil Tenchu erfahrene Spieler eine schlechte Kameraführung schon aus den Vorgängerteilen kennen. Das Kampfsystem dagegen ist besser umgesetzt worden. Zwar drischt der Kämpfer fleißig weiter - wenn der Spieler zu schnell die Aktionstaste drückt, obwohl er schon längst blocken möchte - aber dafür werden die Schläge präzise und direkt ausgeführt. Mit der Zeit hat man dieses aber raus und schlägt kontrollierter zu. Leider wurden keine Checkpoints eingebaut die es ermöglichen von einer nahen Stelle weiter zu machen, wenn die Figur mal hops gegangen ist. So muß der Held ganz von vorne beginnen, obwohl der Spieler das Ziel schon vor Augen hatte. Das liegt auch oft am Endgegner der am Levelende erscheint um einen das Leben schwer zu machen. Hier kann auch kein schleichen helfen, diese Kämpfe müssen offen ausgetragen werden. 

Die Grafik ist Playstation 2 würdig. Vor allem die konstante Bildrate fällt sofort auf. Kein ruckeln stört das Spiel und so kann der Akteur sich auf das wesentliche konzentrieren. Die Animationen sehen ebenfalls sehr realistisch und vor allem unterschiedliche aus. Man hätte sich nur ab und zu gewünscht das die Figuren mehr Polygone hätten. Es gibt dann auch noch ein paar Probleme mit der Kolissionsabfrage und leichte Klippingfehler die Ihr ebenfalls entdeckt. Figuren verschwinden schon mal in umherliegenden Gegenständen was ein wenig merkwürdig aussieht. Trotz allem stört das nur wenig den Spielspaß. Sehr gut gelungen ist auch der Sound. Es wird eine herrliche Stimmung vermittelt. Im Hintergrund wird dem Spieler ein asiatischer Klang geboten und die Kampfgeräusche klingen sehr realistisch. Daneben werden noch Geräusche geliefert wie Fußstapfen im Schnee oder klimpern der Dachziegel, wenn die Spielfigur sich auf einem Haus bewegt. Manchmal verwundert es aber das die Gegner einen nicht hören. 

 

Fazit:

Tenchu kann es also doch besser. Nach dem zweiten Teil haben bestimmt einige diese Serie schon abgeschrieben. Diese Meinung können sie aber jetzt ändern, denn das Spiel hat sich um einiges verbessert. Zwar gibt es immer noch Probleme mit der Kamera aber dafür wird der Spieler mit einem stimmungsvollen und actiongeladenen Spiel belohnt - was kaum Wünsche offen läßt. Sogar der Mehrspielermodus weiß zu gefallen und dank der unterschiedlichen Charaktere die man spielen darf verspricht das Spiel eine sehr lange Spielzeit. Wer Titel wie Splinter Cell oder Metal Gear Solid mochte wird mit Tenchu Wrath of Heaven viel Freude haben. Wahre Tenchu-Fans - die diese Serie schon auf der PSOne gerne gespielt haben - wird sowieso nichts abhalten bei dem Spiel zuzugreifen. Ein Fehlkauf machen sie auf jedenfall nicht. Pazifisten sollten aber gewarnt sein, denn in der Uncut Version fließt das Blut in strömen. Viele wird das aber alles andere als abschrecken. Rundum ist das Spiel auf jedenfall sein Geld wert. 

 

Screenshots:

Wertungsbox:

Tenchu Wrath of Heaven (PS2)

 
 Tenchu 3 - Wrath of Heaven
EUR 59,99
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Grafik: 82 %  
Sound: 86 %  
Bedienung: 77 %  
Singleplayer: 87 %  
Multiplayer: 83 %  
Spielspaß: 84 %  
Gesamtwertung:  83 %  



 

 

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