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The Witcher - Review (PC)

Wertung:
86 %

Einleitung:

Fans von Rollenspielen bekommen endlich neues Futter, denn Atari bringt das heiß erwartete Spiel The Witcher auf den deutschen Markt. Entwickelt wurde dieses von dem recht unbekannten polnischen Studio CD Project. Schon im Vorfeld sorgte das Rollenspiel durch sein taktisches, spannendes Echtzeit-Kampfsystem für Aufsehen. Wir konnten uns die fertige PC-Version jetzt ausgiebig ansehen. Ob die hohen Erwartungen erfüllt wurden und ob sich eine Anschaffung für Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Ganz ohne Grund werden wir natürlich nicht in das Abenteuer geschickt. Der Spieler schlüpft bei The Witcher in die Haut des weißhaarigen Hexers Geralt, einem sagenumwobenen Monsterjäger und meisterhaften Schwertkämpfer mit überirdischen Fähigkeiten und Reflexen. Auf der Suche nach seinen verlorenen Erinnerungen wird Geralt ohne seinen Willen in einen Machtkampf verstrickt, der die Welt in ihren Grundfesten erschüttert. Das Ganze wird selbstverständlich zu Beginn passend durch ein gut gemachtes Intro inkl. deutscher Sprachausgabe eingeleitet. Hier lernen wir Geralt und seine Fähigkeiten ein wenig kennen. Im Anschluss folgt das Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Spiel laden" und "Optionen". Wie gewohnt könnt Ihr unter zu letzt genannten Punkt alle spielrelevanten Einstellungen wie Grafik, Sound, Spiel oder Steuerung vornehmen. Wer einen bestehenden Spielstand hat, darf diesen unter Spiel laden aktivieren. Alle anderen müssen zu Beginn ein neues Spiel unter gleichnamigen Menüpunkt starten. Nachdem wir den Schwierigkeitsgrad (Leicht/Mittel/Schwer) bestimmt haben, dürfen wir noch festlegen, ob wir mit Maus oder Maus und Tastatur spielen wollen. Es folgt ein weiterer recht langer Film, der die Story stimmungsvoll einleitet. Jetzt schlüpfen wir endlich in die Haut des Hexers, der verwundet und ohne Gedächtnis auf einem Karren liegt. Dieser wird gerade zu einer Burg gebracht, wo sich freundlich gesinnte Leute um uns kümmern. Allerdings herrscht nicht lange Ruhe, denn die Burg wird von dem so genannten Professor und seinen Leute angegriffen. Somit werden wir direkt mit einem Kampf konfrontiert. Dieser wird allerdings keinen Spieler überfordern, denn wir durchlaufen ein Tutorial. Der Übungsbereich bringt uns das Spielprinzip und die Steuerung in kleinen Schritten näher. Das ganze wird dann noch durch viele Filmeinspielungen zusammengehalten und so wird selbst dieser Bereich nicht langweilig. Hier merken wir auch schon, dass The Witcher eine wirkliche Story inkl. vieler interessanter Wendungen hat. Wir agieren nun mit unserem Helden in einer düsteren mittelalterlichen Welt. Diese ist sehr lebendig, denn überall bewegt sich etwas. Allerdings können wir keine riesige Spielwelt im Format anderer Genrevertretern erkunden. Vielmehr gönnt man uns recht gradlinige und vor allem vorgegebene Wege. Es stehen zahllose Haupt- und Nebenquests an. Wir sollen immer wieder etwas anderes erledigen. Mal soll der Held diverse Monster töten oder bestimmte Aufgaben erfüllen. Mit eingebunden in diese Quests sind auch die diversen Charaktere, die alle eine eigene Persönlichkeit haben. Diese wurden in dem Spiel hervorragend ausgearbeitet und so wachsen einen die Figuren richtig ans Herz.

Damit wir bei den Aufgaben den Überblick nicht verlieren, gönnt man uns ein Questbuch. Hier kann man Quest direkt anwählen und auf der übersichtlichen Karte anzeigen lassen. Ein Pfeil deutet dann immer an, wohin wir als nächstes müssen. Auf den ausschweifenden Erkundungstouren trefft Ihr zahllose Gegner, die es auf uns abgesehen haben. Es folgen spannende Kämpfe, die ein wenig anders ablaufen. Banale Hack&Slay-Einlagen gibt es nicht, denn die Auseinandersetzungen sind vielmehr eine Mischung aus Kämpfen und direkten Reaktionsaufgaben. Gekämpft wird nämlich in Echtzeit, wo wir über Schaltflächen unsere Kampfstile anwählen. Wer eine kurze Überlegungspause einlegen möchte, braucht nur die Leertaste drücken. Schon pausiert das Spiel und wir können in aller Ruhe unsere nächsten Handlungen überdenken. Neben unseren diversen Schwertattacken kann der Held auch unterstützende Magie einsetzen. Am meisten benutzt Ihr allerdings das Schwert, das nach einer Aktivierung automatisch auf die Gegner eindrischt. Zum richtigen Zeitpunkt müsst Ihr allerdings die Maustaste noch einmal drücken um wirkungsvolle Kombos auszulösen. Hinzu kommen dann noch Finishing-Moves. Wir werden hierdurch förmlich gezwungen, den Kämpfen aufmerksam zu folgen. Nur wenn wir reaktionsschnell die Taste drücken, wird ein Gegner schnell besiegt sein. Geralt verfügt nicht nur über eine Waffe. Das normale Schwert setzt der Held gegen menschliche Gegner ein. Daneben hat er auch noch ein Silberschwert, das Monster schnell ins Jenseits schickt. Die jeweiligen Schwertattacken kombiniert man dann noch mit drei Kampfmodi. Welchen wir einsetzen, hängt klar vom Gegner ab. Schwere und langsame Feinde brauchen schwere Attacken, während leichte und flinke Gegner eher mit schnellen Schlägen niedergestreckt werden. Hinzu kommen dann noch Gruppenangriffe, die gleich mehrere Gegner ins Visier nehmen. Wie bei solchen Spielen üblich, spielen auch Tränke eine wichtige Rolle. Vor allem bei den schwereren Schwierigkeitsstufen werdet Ihr ohne diese kaum Erfolge einfahren. In der virtuellen Welt findet der Hexer diverse Zutaten, die er einsammelt und mit Hilfe von Büchern bzw. Rezepte zu nützlichen Tränken umwandelt. Diese solltet Ihr allerdings nicht zu häufig einwerfen, denn sie vergiften unseren Helden auch. Durch die vielen unterschiedlichen Objekte herrscht schnell Chaos im Inventar. Bei Truhen und obligatorischen Händlern kann man allerdings vieles ausmisten und so für Ordnung sorgen. Ein genretypisches Charaktersystem gibt es dann auch noch. Durch die Kämpfe und erledigten Quests erhält unsere Spielfigur Erfahrungspunkte, die uns mehrstufige Talente einbringen. Damit kann man z.B. seine Fähigkeiten beim Kampf oder bei der Magie steigern. So agieren wir nun durch die diversen Umgebungen, suchen diese nach nützlichen Objekten ab, erledigen diverse Aufgaben, kämpfen gegen eine Vielzahl von Gegnern, bauen unseren Charakter immer weiter auf und folgen vor allem der sehr interessanten Story.

 

Technik:

The Witcher kann nicht nur spielerisch
überzeugt. Auch bei der Grafik kann man wenig aussetzen. Ihr werdet sehr viele unterschiedliche Umgebungen zu sehen bekommen. Diese wurden liebevoll gestaltet und mit vielen Details versehen. Tolle Licht- und Schattenspiele sind genauso vorhanden, wie diverse Effekte. Vor allem die Außenbereiche können hier glänzen. In Gebäuden geht die Grafikpracht dann ein wenig verloren, denn das Innere sieht oftmals sehr gleich und etwas dröge aus. Allerdings wurde auch hier vieles animiert. Wirklich beeindruckend sind die unzähligen Filme, die wir immer wieder zu sehen bekommen. Vor allem die Gesichter wirken äußerst realistisch und durch eine interessante Kameraführung wird das Spiel sehr spannend in Szene gesetzt. Wirklich gelungen sehen auch die Figuren aus. Sie wurden nicht nur gut modelliert, sondern auch erstklassig animiert. Vor allem bei den Kämpfen werden wir viele atemberaubende Moves erblicken. Zufrieden kann man auch mit dem Sound sein. Neben diversen Kampf- und Ingamegeräuschen lauscht Ihr auch einer stimmungsvollen Musik. Hinzu kommen professionelle Synchronsprecher, die den Charakteren Leben einhauchen. Mit der Steuerung kommt man eigentlich recht schnell klar. Dank eines einführenden Tutorial wird man sehr schnell in das Spielgeschehen eintauchen können. Leider muss man aber auch erwähnen, dass unser Held etwas träge auf unsere Anweisungen reagiert. Es dauert eine gewisse Zeit, bis man sich an seine Eigenarten gewöhnt. Zu späteren Zeitpunkten kommt man aber mit der Lenkung gut zurecht und so kann man grundlegend alle Aktionen sicher ausführen. Die KI der Gegner ist leider genretypisch. Wirklich intelligente Handlungen sieht man so gut wie nie. Na ja, man kennt das ja von solchen Spielen. Nerviger sind dagegen die extrem langen Ladezeiten. Da dann noch recht häufig geladen wird, muss man sehr oft unfreiwillige Pausen einlegen. Hinzu kommen außerdem kleinere Bugs, die allerdings durch einen Patch recht gut behoben wurden. Fasst man nun alles zusammen, so kann man eigentlich zufrieden mit der technischen Seite sein.

 

Fazit:

The Witcher ist ohne Zweifel ein wirklich gutes Action-Rollenspiel. Getragen von der vielschichtigen Story und der sehr lebendigen Umgebung agiert man immer hoch motiviert durch die Spielwelt. Die Charaktere können in dem Spiel genauso überzeugen, wie das Kampfsystem, die unterschiedlichen Quests und die komplette Präsentation. Es macht einfach nur Spaß die Gegend zu erkunden und gestellte Aufgaben zu erledigen. Allerdings gibt es auch ein paar Punkte die stören. Da wären zum einen die extrem nervigen Ladezeiten. In der heutigen Zeit sollte das nicht mehr passieren. Das gleiche gilt für die diversen Bugs in der Kaufversion. Zum Glück hat der Hersteller einen Patch nachgereicht, der einige Fehler behebt. Auch bei der Steuerung gibt es kleine Kritikpunkte. Es braucht schon Stunden, bis Ihr Euch an die diversen Macken gewöhnt. Dennoch kann man mit den negativen Seiten gut leben, schließlich wird man durch viele positiven Features anständig entschädigt. Wer also ansatzweise Rollenspiele - mit einer interessanten Geschichte - mag, der sollte schnell zum nächsten Händler eilen.

 

Features:

- Mutant Geralt, ein Schwertmeister und professioneller Monsterjäger, ist ein einzigartiger charismatischer Charakter.
- Der Spieler kann zwischen 250 Spezialfähigkeiten wie Attributen, Kampffähigkeiten und magischen Kräften wählen und den Charakter so seiner Taktik und seiner Spielweise anpassen.
- Inspiriert von den Werken des bekannten polnischen Autors Andrzej Sapkowski.
- Die gar nicht märchenhafte Fantasy-Welt behandelt auch gesellschaftliche Themen für Erwachsene wie Rassismus, politische Intrigen und Völkermord.
- In dieser rauen Welt gibt es kein Schwarz oder Weiß, Richtig oder Falsch. Der Spieler muss das kleinere von zwei Übeln wählen, um voranzukommen.
- Nicht-lineare fesselnde Handlung
- Viele Wendungen und zwiespältige moralische Entscheidungen wirken sich auf den Handlungsverlauf aus.
- Es gibt immer mehrere Möglichkeiten, einen Auftrag auszuführen, und drei unterschiedliche Spielenden, die von den Taten und Entscheidungen des Spielers während seines Abenteuers bestimmt werden.
- Taktisch anspruchsvolle Action mit atemberaubender Grafik
- Komplexe, aber dennoch intuitive Echtzeit-Kämpfe, die auf realen mittelalterlichen Schwertkampftechniken basieren.
- Im renommierten Frankfurter Studio Metric Minds wurden Experten mittelalterlicher Kampfkunst im "Motion Capture"-Verfahren aufgenommen. Das Ergebnis sind 600 spektakuläre und authentische Kampfanimationen im Spiel.
- Sechs Kampfstile, Dutzende Tränke, ein komplexes Alchemie-System, modifizierbare Waffen und mächtige Zauber sorgen für ein taktisch anspruchsvolles Spielerlebnis in Echtzeit.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

The Witcher (PC)

 
 The Witcher
EUR 54,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 87 %  
Sound: 85 %  
Bedienung: 79 %  
Singleplayer: 88 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 90 %  
Gesamtwertung:  86 %  

Mindestsystemkonfiguration:

- Betriebssystem: Microsoft® Windows® XP Service Pack 2, Vista (Betriebssystem muss mit den neuesten Aktualisierungen versehen sein)
- Prozessor: Intel Pentium 4 mit 2,4 GHz oder AMD Athlon 64 +2800
- RAM: 1024 MB RAM für Microsoft® Windows® XP/1536 MB für Microsoft® Windows® Vista
- Grafikkarte: 128 MB Grafik-RAM oder mehr mit DirectX9- und Vertex Shader-/Pixel Shader 2.0-Unterstützung (NVIDIA GeForce 6600 oder ATI Radeon 9800 oder besser)
- Freier Festplattenspeicher: 8,5 GB freie Festplattenkapazität
- Sound: DirectX 9.0c-kompatible Soundkarte mit Lautsprechern oder Kopfhörern
- DVD-Laufwerk: DVD-ROM-Laufwerk


Empfohlene Systemkonfiguration:

- Betriebssystem: Microsoft® Windows® XP Service Pack 2, Vista (Betriebssystem muss mit den neuesten Aktualisierungen versehen sein)
- Prozessor: Intel Core 2 Duo (Dual Core), vergleichbarer AMD X2-Prozessor oder besser
- RAM: 2048 MB RAM
- Grafikkarte: 256 MB Grafik-RAM oder mehr mit DirectX9- und Vertex Shader-/Pixel Shader 2.0-Unterstützung (NVIDIA GeForce 7900 oder besser mit 512 MB RAM)
- Freier Festplattenspeicher: 8,5 GB freie Festplattenkapazität
- Sound: DirectX 9.0c-kompatible Soundkarte mit Lautsprechern oder Kopfhörern
- DVD-Laufwerk: DVD-ROM-Laufwerk

 


 

 

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