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Tortuga Two Treasures - Review (PC)

Wertung:
80 %

Einleitung:

Aus dem Haus Ascaron kommt ein neues Piratenabenteuer auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das Action-Adventure Tortuga Two Treasures. Dieses erscheint übrigens exklusiv für PC in einer speziellen Jubiläumsedition. Auf der DVD befinden sich neben dem eigentlichen Hauptspiel drei weitere Spiele. Es sind die bekannten Titel Patrizier 2 Gold, Port Royale Gold und Piraten: Herrscher der Karibik. Wir konnten Tortuga Two Treasures jetzt ausgiebig testen. Ob sich das Spiel für angehende Piraten lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Tortuga Two Treasures nimmt uns mit auf ein packendes Piraten-Abenteuer in die Karibik des 18. Jahrhunderts. In über 60 Missionen durchlebt der Spieler die spannende Geschichte des Kapitäns Thomas Hawk Blythe. Bevor wir allerdings unseren Säbel wetzen und ein Schiff besteigen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Spiel fortsetzen", "Spiel laden", "Optionen", "Online-Score" und "Autoupdate". Wie gewohnt kann der Spieler unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen für das Spiel, Grafik, Sound oder die Steuerung vornehmen. Hinzu kommt die Wahl des Schwierigkeitsgrades. Hier werden gleich fünf unterschiedliche Stufen angeboten und so dürfte für jeden eine passende Herausforderung dabei sein. Über den Punkt Autoupdate könnt Ihr dann noch automatisch nach einem Update suchen. Nett ist auch der Bereich Online-Score. Sobald ein Spieler das Spiel erfolgreich abgeschlossen hat, werden seine Erfolge zusammengefasst und angezeigt. Jetzt wird der Menüpunkt aktiv und man kann seine Punkte in einer Ranking-Tabelle eintragen lassen. Bevor es soweit ist, müssen wir allerdings erst einmal das Spiel spielen. Über Spiel fortsetzen wird ein bestehendes Spiel weitergeführt und über Spiel laden darf der Akteur einen Spielstand aktivieren. Am Anfang bleibt uns natürlich nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Nach dem Start beginnt das Abenteuer sofort mit einer Mission. Ihr schlüpft dabei in die Haut des Piraten Thomas Hawk Blythe, Kapitän der berühmten Hawkwind. Wir sollen für unseren Boss Blackbeard einen Piraten namens Grinning George stellen. Er hat eine Karte, die den Ort eines sagenhaften Schatzes kennzeichnet. Nun flieht er mit seinem Schiff, der Sinister Sirene. Unsere erste Aufgabe ist es, das Schiff kampfunfähig zu schießen und anschließend zu entern. Damit der Einstieg recht leicht fällt, gönnt uns der Hersteller ein kleines Tutorial, das durch passende Texte die Steuerung in kleinen Schritten erklärt. So lernt der Akteur das Spiel und die Steuerung gut kennen. Tortuga Two Treasures besteht hauptsächlich aus zwei spielerischen Bereichen: die See- und die Landaufgaben. Diese werden durch eine Story inkl. kleinen Filmesequenzen und deutscher Sprachausgabe zusammengehalten und so weiß der Spieler immer, warum er eine Aufgabe erfüllen soll. Ist eine Mission abgeschlossen, folgt eine kleine Statistik. Diese bewertet unsere Leistungen. Nach einer etwas nervigen Ladezeit startet Ihr dann in den nächsten Spielabschnitt.

Kommen wir erst einmal zu den Seeschlachten. Wir steuern unser Schiff recht frei auf dem Meer. Mit den Tasten A und D wird unser Schiff nach links und rechts gelenkt. Geschwindigkeit nehmen wir mit der W-Taste auf und wollt Ihr die Segel reffen, braucht Ihr nur die S-Taste betätigen. Hierdurch wird unser Schiff nicht nur langsamer, sondern auch wendiger. Es macht also Sinn, in einer Schlacht die Geschwindigkeit raus zu nehmen, um dafür schnelle Manöver auszuführen. Kommen wir nah genug an ein feindliches Schiff heran, wird eine automatische Zielerfassung aktiviert. Mit einem Klick auf die linke Maustaste werden dann die Geschosse abgefeuert. Hierdurch nimmt das feindliche Schiff schaden und die gegnerische Besatzung wird dezimiert. Gefeuert wird selbstverständlich mit unterschiedlicher Munition, die jeweils die Segel, das Schiff oder die Mannschaft schädigt. Das war natürlich noch nicht alles. Nutzen kann man noch viele weitere Objekte. Von Sprengfässern über diverse Reparaturkits bis hin zu Ködern - um Seemonster anzulocken - ist alles vorhanden. Diese Gegenstände findet man übrigens auf dem Meer oder man kann sie zwischen den Einsätzen käuflich erwerben. Kleinere Stealthactioneinlagen fehlen dann ebenso wenig, wie die anschließenden Enterkämpfe auf dem Schiff. Besiegen wir hier den feindlichen Kapitän, so ist die Schlacht zu Ende und wir erhalten unsere Belohnungen. Wer jetzt glaubt, dass man die besiegten Schiffe erhält oder sein Schiff frei wählen kann, der irrt. Das Spiel gibt uns immer ein Schiff vor, mit dem wir eine Mission bestreiten sollen. Neben den Seeabenteuern sollen wir auch an Land diverse Aufgaben meistern. Wie bei den Kämpfen an Bord, steuert der Spieler seine Spielfigur aus der Third-Person-Perspektive. Wir agieren nun in sehr gradlinigen Umgebungen. Eine wirklich freie Welt gibt es leider nicht. Auch an Land besteht unsere Hauptaufgabe darin zu Kämpfen. Das Kampfsystem ist dabei relativ einfach. Ist unsere Spielfigur ordentlich positioniert, kann sie mit der linken Maustaste schlagen und mit der rechten verteidigen. Bis auf ein paar Schlagvarianten bzw. Kombos, war es das dann auch schon. Auch hier darf der Spieler wieder unterschiedliche Objekte wie Schlafpulver oder Heiltränke benutzen. Ist eine Aufgabe dann erfüllt, folgt ein weiterer Film. Dieser leitet die nächste Mission passend ein.

 

Technik:

Insgesamt macht die Grafik einen ordentlichen Eindruck. Vor allem auf See können die Wasser-, Licht- und Schatteneffekte überzeugen. Hinzu kommen gute Landdarstellungen und detailreiche Schiffe. Auf diesen erblicken wir sogar Menschen - wenn wir nah genug heranzoomen. Nett laufen auch die Seeschlachten ab. Es sieht schon cool aus, wenn die Kanonenkugeln fliegen, das gegnerische Schiff Feuer fängt und die Segel in fetzen herunter hängen. Etwas dürftiger sehen die Land- und Schiffseinsätze aus. Hier hat man etwas an der Texturqualität und den Objekten gespart. Besser hätten auch die Animationen der Figuren aussehen können. Diese bewegen sich sehr hölzern durch die Spielabschnitte. Zumindest wurden sie ordentlich modelliert. Daneben erblicken wir immer wieder gut gemachte Zwischensequenzen. Diese treiben die Story ansprechend voran. Der Sound ist grundlegend in Ordnung. Neben einer stimmungsvollen Musik werden wir auch viele Ingamegeräusche zu hören bekommen. Hinzu kommen gute deutsche Synchronsprecher, die den Charakteren Leben einhauchen. Die Steuerung ist kinderleicht. Wirklich jeder wird damit schnell klar kommen. Zum einen liegt es an der guten Einführung, die wunderbar alle Möglichkeiten erklärt. Hinzu kommt, dass wir eigentlich nur sehr wenig machen können. Das Schiff selber lässt sich vorbildlich steuern. Alle Manöver kann man sicher ausführen und so entwickeln sich schnell spannende Seegefechte. Etwas schlechter laufen die Kämpfe mit der Spielfigur ab. Diese lenkt sich leider etwas schwammig. Kämpfen kann man natürlich trotzdem gut, denn ist man nah genug an einen Gegner herangekommen, so braucht man nur noch seine Schläge blocken und selber wild auf die Maustaste hauen. Das bringt uns auch schon zur KI. Diese ist nicht sonderlich gut. Lediglich bei den Bossgegnern werden wir einen Hauch von Widerstand verspüren. Fasst man nun alles zusammen, so kann man - trotz diverser Kritikpunkte - insgesamt mit der technischen Seite zufrieden sein.

 

Fazit:

Tortuga Two Treasures erfüllt leider nicht unsere hoch gesteckten Erwartungen. Viele tolle Inhalte von anderen Ascaron-Piratenspielen hat der Hersteller fallen gelassen. Übrig geblieben ist ein sehr lineares Action-Adventure, das zumindest auf See viel Spaß macht. Wirklich gefallen hat uns das Meer mit den netten Wasseroberflächen. Auch die komplette Präsentation motiviert einen immer wieder, weiter zu spielen. Gute Synchronsprecher verleihen den Figuren Leben und so folgt man der Story sehr gerne. Allerdings gibt es auch Bereiche die nerven. So ist die Steuerung der Spielfigur an Land wirklich anstrengend. Viel zu steif agieren wir hier und da dann noch die Kämpfe sehr monoton ablaufen, freut man sich schon auf den nächsten Seeeinsatz. Diese sind wenigstens spannend und machen - gerade wegen der zeitgemäßen Grafik - sehr viel Spaß. Auch wenn das Spiel einen - durch die ansprechende Story und Präsentation - an den Monitor fesselt, bleibt doch ein fader Beigeschmack übrig. Spielerisch kann das Spiel leider nicht mit anderen Topgames mithalten. Dennoch lohnt sich ein Kauf, denn für ein paar Stunden kann das Piratenabenteuer einen gut unterhalten. Außerdem erhaltet Ihr bei der Jubiläumsedition drei weitere Spiele und so ist das Preis-Leistungsverhältnis mehr als in Ordnung. Wer also gerne Piratenspiele mag und nichts gegen ein etwas langweiliges Gameplay hat, der darf gerne bei diesem Spiel zuschlagen.

 

Features:

- Rasante, actiongeladene Story um Geheimnisse, Verrat und Liebe
- Intuitives, leicht erlernbares Gameplay
- Imposante Seegefechte
- Actionreiche Säbelkämpfe mit einzigartigen Special-Moves
- Unzählige Spezialitems für Seeschlacht und Nahkampf
- Große Anzahl verschiedenster Gegnertypen und Bossgegner
- Viele verschieden Nahkampf- und Bonuswaffen
- Hoher Detailgrad bei Schiffsmodellen und Mannschaft
- Hoch entwickeltes Schadensmodell für Schiffe
- Zahlreiche unterschiedliche Schiffs- und Munitionstypen
- Spektakuläre 3D-Kampf- und Wassereffekte
- Taktische Seemanöver zwischen Untiefen und Riffen
- Tag- und Nachtwechsel
- Ragdoll- und Physikeinbindung
- Auflösung: 1024 x 768 und höher
- 7.1 Surround
- Gamepad-Unterstützung

 

 

 


Wertungsbox:

Tortuga Two Treasures (PC)

 
 Tortuga - Two Treasures (Jubiläums-Edition)
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 80 %  
Sound: 86 %  
Bedienung: 81 %  
Singleplayer: 75 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 78 %  
Gesamtwertung:  80 %  

Hardwareanforderungen:

- Pentium IV oder vergleichbarer Prozessor ab 1,7 GHz
- 512 MB RAM Hauptspeicher
- Grafikkarte mit 64 MB RAM, DirectX®-9-fähig, mit Pixel-/Vertex-Shader-1.1-Unterstützung (ab nVidia® GeForce™ 3 und ATI® Radeon® 8500; GeForce 4 MX wird nicht unterstützt!)
- DirectX-fähige Soundkarte
- DVD-ROM-Laufwerk
- 4,0 GB Festplattenplatz
- Windows® 2000 (mit Service Pack 4) / Windows XP (mit Service Pack 2)

 

Empfohlen:

- Prozessor mit 3,0 GHz oder höher
- 1 GB RAM Hauptspeicher
- Grafikkarte mit 256 MB RAM, mit Pixel-/Vertex-Shader-3.0-Unterstützung (ab GeForce 6600 und Radeon X800)
- 5.1-Surroundsound-fähige Soundkarte
- Optional: Internetverbindung, um am Online Ranking teilnehmen zu können

 

 

 

 

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