Konsolen-World: Onlinemagazin für Konsolen- und PC-Spiele

 
- Spiele-Charts
- Wertungen
          Onlinecounter:
   Home / Startseite                                                                                                     Favoriten hinzufügenStartseite machen

Aktuell:
- Aktuelle News







Tron: Evolution - Review (PS3)

Wertung:
76 %

Einleitung:  

Kommen potenzielle Blockbuster in die Kinos, so sind passende Spiele zu den Filmen nicht weit. So auch bei dem Sequel zu Tron. Der Kinofilm wird Ende Januar mit dem Titel Tron: Legacy in den deutschen Filmspielhäusern anlaufen. Gleichzeitig bringt Disney das 3rd-Person-Action-Adventure Tron: Evolution auf den Markt. Erscheinen wird das Game übrigens für Xbox 360, Playstation 3, PC, Wii, Nintendo DS und PSP. Wir konnten uns in den letzten Tagen die fertige PS3-Version ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel nicht nur für Filmfans lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Selbstverständlich werden wir nicht grundlos in das Spiel geschickt. Tron: Evolution erzählt die Geschichte, die zeitlich zwischen den beiden Kinofilmen liegt. Der Spieler geht auf eine Abenteuerreise durch eine riesige Digitalwelt voller hochdynamischer Wurfscheibenduelle und fortschrittlicher Lichtmotorräder. In dem Prequel zum Blockbuster Tron: Legacy erkunden wir mit der Freerunning-Variante Parkour die Städte von Tron, bekommen es mit verschiedenen Gruppierungen zu tun und kämpfen einen epischen Kampf gegen eine scheinbar unaufhaltbare Armee. Hier treffen wir auf rebellische Splittergruppen und einen fiesen Diktator. Bevor wir allerdings in das Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint nach einem kleinen Film das Hauptmenü. Dort befinden sich die Punkte Storymodus, Mehrspieler, Optionen, Extras und herunterladbare Inhalte. Wie üblich kann man unter Optionen die spielrelevanten Einstellungen für das Spiel, den Sound und die Steuerung vornehmen. Hinzu kommt eine Komboliste, die eine nützliche Auflistung von Tastenkombinationen zeigt. Daneben kann man noch die 3D-Optionen unter gleichnamigen Punkt einstellen. Natürlich müsst Ihr dafür über ein 3D-fähiges Anzeigegerät verfügen. Unter Extras befinden sich dann noch die Geheimnisse des Tron-Universum. Diese müssen allerdings im Spiel erst freigeschaltet werden. Kommen wir nun zu den Spielarten. Wie in der heutigen Zeit schon üblich darf ein Mehrspielerbereich nicht fehlen. Bei Spielarten wie Deathmatch, Team-Detahmatch oder den Lightcycle-Rennen könnt Ihr euch gegen andere Gamer auf den Spielrastern online messen. Das Herzstück des Spiels ist wie üblich der Storymodus. Nachdem Ihr den Schwierigkeitsgrad (Leicht/Normal und Schwer) bestimmt und die Helligkeit eingestellt habt, kann das Abenteuer endlich beginnen. Es folgt ein einführendes Intro inkl. deutscher Sprachausgabe. Dieses stimmt uns auf das Spiel ein. Wir schlüpfen nun in die Haut unserer Spielfigur, einem Wächterprogramm, der sich mehr oder weniger frei in einer virtuellen 3D-Welt fortbewegt. Dieses Programm wurde übrigens von Kevin Flynn, einer der Hauptcharaktere aus dem ersten Film, im System aktiviert. Neben den ursprünglichen Basic-Programmen haben sich allerdings auch neue Subroutinen sog. Isos gebildet. Da keiner weiß, woher diese kommen, möchte Flynn herausfinden, was es damit auf sich hat. Außerdem droht eine baldige Revolution. Ihr sollt also u.a. wieder Ordnung auf dem Raster herstellen. Viel mehr wollen wir jetzt nicht verraten, denn das Spiel soll noch einige Überraschungen für Euch bereithalten.

Gespielt wird aus der 3rd-Person-Perspektive in einer virtuellen Welt, die hier Raster genannt wird. Damit wir die Orientierung nicht verlieren, gönnt uns der Hersteller diverse Hilfen wie eine kleine Map oder eine Hinweislinie im Spiel, die uns die Richtung für anstehende Ziele vorgibt. Damit der Spieler die Steuerung kennen lernen, durchläuft er am Anfang erst einmal ein Tutorial. Hier wird uns die Lenkung und das Kampfsystem ausgiebig erklärt. Das ist auch notwenig, denn unser Held kann nicht nur laufen. Daneben kann er noch an Wänden entlang rennen, klettern und diverse Sprünge ausführen. Das muss dann auch immer wieder kombiniert werden um die unterschiedlichen Sprungpassagen zu meistern. An bestimmten Orten werden außerdem extrem weite Sprünge automatisch durchgeführt. Unsere Spielfigur hat - wie bei solchen Spielen üblich - eine Grundwaffe, den so genannten Diskus. Diesen können wir im laufe des Spiels in vier verschiedenen Ausführungen bekommen. Den anfänglich schweren Diskus werdet ihr mit der Zeit durch Upgrades zu Bomben-, Stör- oder Stasisversionen aufpäppeln. Das war natürlich noch nicht alles. Durch absolvierte Aufgaben bekommt der Akteur Punkte, die er an dafür vorgesehenen Terminals gegen diversen Verbesserungen eintauschen kann. Hierdurch macht unsere Waffe noch mehr Schaden oder er entzieht unseren Feinden Energie. Unsere Angriffe werden zusätzlich mit Faustschlägen und anderen körperlichen Attacken ergänzt. Hierdurch ergeben sich viele unterschiedliche Angriffsvarianten. Damit unsere Figur nicht zu viel Schaden nimmt, nutzt auch die Blockfunktion ausgiebig. Wer nur auf Angriffe setzt, der wird schnell einen Spielabschnitt noch einmal durchspielen müssen. Das war noch nicht alles. Durch längeres drücken der Vierecktaste kann unser Held auch noch einen mächtigen Superangriff ausführen. Dieser dauert allerdings bis zu seiner Ausführung recht lange und so ist es nicht leicht diesen anzusetzen. Immer wieder werden nach einer gewissen Zeit Sequenzen eingespielt. Hierdurch wird die Story immer weiter vorangetrieben. Ihr habt also nie das Gefühl grundlos in einen neuen Spielabschnitt zu starten. Damit das ganze Spiel nicht zu eintönig wird, müssen wir hin und wieder noch Panzer fahren oder ein Lichtrennen auf dem Motorrad absolviert. So durchlaufen wir die unterschiedlichen Levelabschnitte, meistern diverse Sprungpassagen und Schalterrätsel, kämpfen gegen eine Vielzahl von Gegnern, lösen kleinere Aufgaben, verbessern unsere Ausrüstung und folgen - dank netter Filmeinspielungen - der Geschichte.

 

Technik:

Die Grafik haut einen leider nicht wirklich vom Hocker. Das liegt zum einen an der Umgebung. Ihr agiert in recht trostlosen Räumen. Wirklich viele Details oder tolle Texturen werdet ihr leider nicht zu sehen bekommen. Zumindest gibt es nette Spiegelungen. Ab und zu erfreuen auch ein paar kleinere Effekte unsere Augen. Man muss allerdings hierbei erwähnen, dass es sich um eine künstliche Computerwelt handelt. Also eine blühende Vegetation kann gar nicht vorkommen. Etwas besser haben uns die Figuren gefallen. Diese wurden nett modelliert und animiert. Vor allem bei den Kämpfen zeigt unser Held nette Bewegungsabläufe. Der Sound ist insgesamt ganz in Ordnung. Eine nette stimmungsvolle Musik ist genauso vorhanden, wie gute Soundeffekte und deutsche Synchronsprecher. Allerdings stellt sich schnell die Frage, warum unser Avatar keine Stimme hat. Schade eigentlich, denn durch sein Schweigen wird die Atmosphäre etwas gedrückt. Die Steuerung ist leider schwammig. Gerade bei den akrobatischen Sprungeinlagen bekommt ihr das zu spüren. Oftmals fallen wir ins Nirwana, da unsere Spielfigur nicht das macht, was wir von Ihr verlangen. Zumindest klappt die Lenkung bei den Kämpfen ganz gut. Lobend erwähnen muss man die Kontrollpunkte. Ein Ableben wird nicht wirklich bestraft. Da die Punkte recht kurz gesetzt wurden, muss man nur wenig machen um an der gleichen Stelle des Spiels zu gelangen. Die KI der Gegner ist genretypisch mager. Wirklich intelligent verhalten sie sich nicht. Schade eigentlich. Der Schwierigkeitsgrad ist dank einstellbarer Stufe fair. Anfänger werden genauso gefordert wie Genrekenner.

 

Fazit:

Tron: Evolution ist ein nettes aber kein wirklich tolles Spiel. Gefallen können vor allem die spannende Story, die vielen unterschiedlichen Gegnertypen und die kleinen Rollenspielelemente. Nett ist auch, dass das Spiel Playstation-Move und 3D unterstützt. Auch die Kombination aus actionreichen Kämpfen und anspruchsvollen Sprungpassagen kann eine Zeit lang am Bildschirm binden. Allerdings vergeht einem der Spaß ein wenig durch die schwammige und ungenaue Steuerung. Auch das sehr lineare Missionsdesign und die etwas dröge Grafik hätten besser sein können. Wirklich störend ist außerdem die Kamera, die nicht immer optimal das Geschehen zeigt. Da aber eine gute Geschichte erzählt und diese dann noch durch viele kleine Sequenzen immer wieder vorangetrieben wird, können sich Tron-Fans gut mit den kleinen Macken arrangieren. Wer also die Filme mag und schon immer gerne in das Tron-Universum eintauchen wollte, der darf gerne bei dem Game zuschlagen. Erwartet allerdings nicht zu viel von dem Spiel.

 

Features:

- Rasante Kämpfe - Bekämpfe die Feinde auf Deiner Mission mit Licht-Discs und einer dynamischen Kampfstil-Mischung mit Parkour-Elementen.
- Heiße Rennaction - Fahre Hochgeschwindigkeitsrennen und kämpfe auf blitzschnellen Lichträdern aus dem TRON-Universum.
- Erforsche die Hintergründe - TRON: Evolution erzählt die Vorgeschichte zum Kinofilm "TRON: Legacy" und offenbart viele Hintergrundinformationen zum umfangreichen TRON-Universum.
- Online/Multiplayer - TRON: Evolution liefert ein innovatives Online-Spielerlebnis, in dem sich die Figuren ständig weiterentwickeln.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Tron: Evolution (PS3)

 
 Tron Evolution - Move
EUR 58,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 74 %  
Sound: 82 %  
Bedienung: 72 %  
Singleplayer: 73 %  
Multiplayer: 79 %  
Spielspaß: 75 %  
Gesamtwertung:  76 %  



 

 

Copyright © 1999 - 2017 Konsolen-World.de - Disclaimer / Impressum / Kontakt