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Two Worlds - Review (Xbox 360)

Wertung:
83 %

Einleitung:

Vor gut vier Monaten erschien auf dem PC das heiß erwartete Rollenspiel Two Worlds. Der angebliche Oblivion-Killer konnte leider nur bedingt überzeugen. Viele kleine Bugs trübten das Gamerherz. Nach diversen Verschiebungen ist es jetzt auch auf Microsofts Xbox 360 soweit, denn Zuxxez bringt das Reality Pump-Spiel auf den deutschen Markt. Käufer können sich übrigens schon im Vorfeld freuen, denn der Hersteller gönnt uns nicht nur die einfache PC-Umsetzung. Sämtliche bis dato erschienenen Updates sowie der Service-Release 1.5 sind bereits in der Version für Xbox 360 enthalten. Wir konnten uns jetzt die Konsolenumsetzung ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel für alle Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Wie bei solchen Spielen üblich, kommt so ein Rollenspiel nicht ohne eine Story aus. Die Schlacht der Götter vor Urzeiten erschütterte die Welt in ihren Grundfesten. Der mächtige Kriegsgott Aziraal plante damals, mit seinen dunklen Anhängern die Macht an sich zu reißen. Aber die übrigen Götter konnten den finsteren Plänen Einhalt gebieten und verbannten Aziraal an einen geheimen Ort. Die riesigen Armeen der Orks irrten ohne ihren göttlichen Führer kopflos umher und zogen sich schließlich in das südliche Ödland zurück. Ein trügerischer Frieden brach an. Selbst jetzt, tausende von Jahren später, kennt kein menschliches Wesen die Stelle, an der Aziraal begraben liegt. Die Götter hüten dieses Geheimnis gut. Zu groß ist die Gefahr, dass dunkle Machenschaften Aziraal wieder auf diese Welt verhelfen. Aber das labile Gleichgewicht zwischen den zivilisierten Reichen und den wilden Horden des Ödlands ist bedroht. Einige Zwerge sind bei ihren Expeditionen in die Tiefen der Berge von Thalamont zufällig auf den Tempel einer unbekannten Gottheit aus uralten Zeiten gestoßen. Rasch verbreiten sich Gerüchte, dass sich die gefundenen Artefakte und Schriftrollen auf keinen Geringeren als Aziraal selbst beziehen und zudem Hinweise auf die Lage seine Grabstätte liefern. Die Jagd auf die sagenumwobenen Fundstücke beginnt, und auch die Orks haben Wind von der Neuigkeit bekommen. Angespornt von einer neuen Spur ihrer Gottheit flammen die Vorbereitungen für eine neue Invasion der dunklen Horden auf. Aber die eigentliche Gefahr für die Welt lauert in einer anderen Sphäre: Hinter den Kulissen hat bereits ein stiller Krieg begonnen. Urkräfte wirken im Hintergrund und wollen das Schicksal der Welt nach ihrem Gutdünken gestalten. Eine Welt mit oder ohne Aziraal. Eine Welt des Guten oder des Bösen. Nur eine der zwei Welten kann existieren. Bevor wir in das Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü. Hier findet Ihr die Menüpunkte "Neues Spiel", "Spiel fortsetzen", "Xbox Live", "Steuerung" und "Einstellungen". Wie gewohnt kann man unter zu letzt genannten Punkt alle spielrelevanten Einstellungen wie Video oder Sound vornehmen. Die Steuerung wird dann unter gleichnamigen Punkt erklärt. Wer mag, der kann das Spiel auch über Xbox-Live spielen. Im Mehrspielerbereich können bis zu acht Spieler gleichzeitig die mittelalterliche Fantasywelt entdecken. Die meisten werden sich natürlich erst einmal auf den Einzelspielermodus stürzen. Diesen starten wir über den Punkt "Neues Spiel". Bevor das Abenteuer beginnt, muss der Akteur noch einen Charakter erstellen. Diverse Einstellmöglichkeiten lassen es zu, dass wir unseren Avatar ganz individuell gestalten. Nachdem wir dann noch den Schwierigkeitsgrad bestimmt haben, folgt ein einführendes Intro inkl. deutscher Sprachausgabe. Hierdurch wird die Story passend eingeleitet. Unser Held ist im Norden des Landes als Kopfgeldjäger unterwegs und sucht Hinweise auf den Verbleib seiner Schwester, von der er bei einem Überfall auf ihr Heimatdorf vor drei Jahren getrennt wurde.

Der Einstieg in das Spiel ist leider nicht sonderlich gut gelungen, denn wir laufen ein wenig orientierungslos durch die Gegend. Am Anfang lernen wir erst einmal unseren Helden und die Steuerung ein wenig kennen. Dann können wir uns in die riesige Spielwelt begeben. Die Betonung liegt auf riesig, denn Euch erwartet eine unglaublich große und vor allem frei begehbare Welt, die einen fast vom Sessel haut. Wir agieren mit unserer Spielfigur aus der Third-Person-Perspektive. Davon gibt es unterschiedliche Ansichten, die wir frei bestimmen dürfen. Zum Glück müssen wir unsere Umwelt nicht ausschließlich zu Fuß erkunden. Im späteren Spielverlauf gönnt uns der Hersteller neben einem Pferd auch andere Reittiere. Hinzu kommen Teleporter, die uns zu den wichtigsten Orten bringen. Nützlich ist auch eine Karte, die uns den Weg zu Städten oder anderen relevanten Orten weist. Auf unserer Karte werden übrigens alle wichtigen Bereiche automatisch eingezeichnet. Es lohnt sich also die Welt ausgiebig zu erkunden, um später gezielt Orte aufzusuchen. Auf unserer Reise und durch erledigen von Aufgaben erfahren wir mehr über die Welt. Es gibt z.B. diverse Gilden in dem Spiel. Bei jeder Gruppierung dürfen wir Aufträge annehmen, die neben diverse Belohnungen auch Vergünstigungen einbringen. Ist ein Quest erledigt, so werden gleich weitere freigeschaltet. Haben wir also erst einmal einen Einstieg gefunden, so werden wir recht gut durch das Spiel geführt. Daneben sollten wir aber die Hauptstory nicht aus den Augen verlieren. Diese ist insgesamt recht kurz ausgefallen. Da aber unzählige Nebenjobs auf uns warten, ergibt sich insgesamt eine ordentliche Spielzeit. Wie wir das Spiel durchspielen und welche Aufträge wir annehmen, bleibt selbstverständlich komplett uns überlassen. Ihr dürft wirklich frei das Spiel erkunden und das machen, wozu Ihr gerade Lust habt. Während des Abenteuers werden wir immer wieder auf Gegner treffen, die uns nach dem Leben trachten. Das eigentliche Kampfsystem ist sehr einfach ausgefallen. Taucht ein Feind auf, ziehen wir unsere Waffe und prügeln solange mit einer Taste auf unseren Widersacher ein, bis dieser das zeitliche segnet. Neben physischen Schäden kann unser Held auch Magie einsetzen. Daneben können wir auch noch Tränke benutzen, um unsere Mana- oder Lebensenergieleiste aufzufüllen. Mit welcher Waffe wir kämpfen, bleibt ebenfalls uns überlassen. Der Hersteller gönnt uns eigentlich alle genretypischen Tötungswerkzeuge. Von Schwertern über Äxte bis hin zu Magiestäben ist alles vorhanden. Durch die gewonnenen Kämpfe erhält unser Held dann obligatorische Erfahrungspunkte. Hierdurch dürfen wir unseren Charakter individuell aufbauen. Vom kräftigen Krieger bis hin zum mächtigen Zauberer ist alles möglich und so können sich Rollenspielfans so richtig auslassen. Damit wir noch stärker werden, dürfen wir unsere Zauber und Waffen auch aufrüsten. Daneben gibt es noch die Alchemie. Im Spiel findet Ihr immer wieder Kräuter und Mineralien, die zu Tränken usw. zusammengemischt werden können. So erkunden wir nun die große Spielwelt, reden mit Leuten, nehmen Quests an, kämpfen gegen eine Vielzahl von unterschiedlichen Gegnern, bauen unsere Figur immer weiter auf und folgen der recht einfach gestrickten Story.

 

Technik:

Der technische Bereich hat gute aber auch schlechte Seiten. Da wäre zum einen die Grafik. Leider wird die Xbox 360 nicht voll ausgereizt. Zwar werden wir zum Teil atemberaubende Landschaften zu sehen bekommen, allerdings gibt es auch viele triste Innenlevel. Hier erwartet man eindeutig mehr von einem Next-Gen-Titel. Zum Glück werden wir durch die sehr detailreichen Außenareale anständig entschädigt. Hinzu kommt eine bombastische Weitsicht. Wir können wirklich kilometerweit sehen und so die virtuelle Welt voll genießen. Der Spaß wird dann aber in den Ortschaften gebremst. Es ist leider nur selten möglich ein Haus zu betreten. Nett sind auch die Tag- und Nachtwechsel. Durch schöne Lichteffekte sieht die Umwelt immer wieder anders aus. Überzeugen kann auch das Design der Gegner. Sehr oft werden andere Figuren gezeigt, die sich sogar recht geschmeidig bewegen. Auch unsere eigene Spielfigur wurde ordentlich modelliert und animiert. Das tröstet dann auch ein wenig über so manche Texturqualität hinweg. Mager sind außerdem die Gesichter der Charaktere. Sie wurden recht karg gestaltet, was vor allem bei den Gesprächen auffällt. Viel schmerzhafter sind die immer wieder auftretenden Ruckler. Der Sound ist dagegen um einiges besser. Neben diversen Ingamegeräuschen, werden wir auch einer stimmungsvollen Musik lauschen. Hinzu kommen professionelle deutsche Synchronsprecher, die ihre Arbeit wirklich gut machen. Leider wird die Sprache nicht ganz Lippensynchron wiedergegeben. Die Steuerung klappt grundlegend auch recht gut. Schnell hat man die Padbelegung erlernt und so kann man direkt in das Spielgeschehen einsteigen. Übersichtliche Menüs und selbsterklärende Schaltflächen erleichtern ebenfalls unser Leben und so werden selbst Anfänger keine Probleme bekommen. Der Schwierigkeitsgrad ist grundlegend recht fair. Da wir diesen frei bestimmen können, wird jeder eine passende Herausforderung finden. Auf hammerharte Gegner werden wir trotzdem immer wieder treffen. Die KI der Gegner ist ebenfalls nicht Perfekt. Sie verhalten sich häufig gleich und so sind sie eigentlich schell auszurechnen. Hinzu kommt, dass sich neutrale Personen oftmals sehr unlogisch verhalten. Da haben andere Spiele schon besseres abgeliefert. Obwohl es so einige Macken in dem Spiel gibt, kann man dennoch mit der Technik grundlegend zufrieden sein.

 

Fazit:

Two Worlds ist ein gutes Rollenspiel, das aber nicht den Genrethron erobern kann. Das liegt an vielen Kleinigkeiten. So ist z.B. die Grafik nicht immer zeitgemäß. Vor allem die Innenbereiche sehen oftmals sehr öde aus. Außerdem ist es sehr schade, dass wir viele Gebäude nicht betreten dürfen. Zumindest werden wir durch die imposante Außenansicht, viele Effekte und eine enorme Weitsicht anständig entschädigt. Hinzu kommt ein interessanter Mehrspielerbereich, indem bis zu acht Leute auf Monsterjagd gehen können. Das Kampfsystem wird allerdings vielen zu einfach sein. Oftmals arten die Kämpfe in reinen Buttonorgien aus. Hinzu kommen dann noch sehr berechenbare Gegner. Gerade in der heutigen Zeit erwartet man ein wenig mehr Intelligenz von seinen computergesteuerten Widersachern. Wirklich toll ist die Freiheit in dem Game. Wer Lust auf ausgiebige Erkundungstouren hat, der kann stundenlang durch die riesige Welt streifen. Steht Ihr lieber auf Nebenquests und aufleveln Eures Charakters, so könnt Ihr auch dieses ausgiebig machen. Da wir dann noch unseren Helden frei entwickeln dürfen, wir jeder das Spiel anders erleben. Die Hauptstory selber ist dagegen zu Kurz und unspektakulär ausgefallen. Wer also auf westliche und vor allem frei spielbare Rollenspiele steht und technische Macken genauso verschmerzen kann, wie etwas dröge Hack & Slay-Kämpfe, der wird sich in der riesigen Welt von Two Worlds bestimmt sehr wohl fühlen. Auch wenn nicht alles Perfekt ist, so hat uns das Spiel insgesamt gut gefallen.

 

Features:

- riesige Entscheidungsfreiheit. Die Welt lebt ihren eigenen Rhythmus und reagiert auf die Aktionen des Spielers.
- packende, nicht lineare Geschichte. Der Spieler kreiert seine eigene Story, indem er Einfluss durch die Lösungsweise des Hauptziels sowie verschiedener kleinerer Quests nimmt.
- spektakuläre und sehr dynamisch choreographierte Kämpfe. Das Kampfsystem kombiniert intuitive Entscheidungen und taktische Maßnahmen zu einem kinoreifen visuellen Erlebnis.
- umfangreiche Möglichkeiten zur Charakterentwicklung. Spieler können mit verschiedenen Karrieren experimentieren und sogar Persönlichkeitsattribute zurücknehmen, indem sie so genannte ?Karriererwechsler? aufsuchen.
- große Vielfalt versteckter Gegenstände. Zufällig generierte Utensilien, verschiedenste Kombinationsmöglichkeiten und Sammelreihen bilden einen ständigen Anreiz, nach neuen Gegenständen Ausschau zu halten.
- großzügiger Einsatz grafischer Hochglanzmittel. Pixel Shader 2.0 und 3.0, High Dynamic Range Rendering und eine einzigartige Schatten-Engine sorgen für visuellen Hochgenuss.
- realistische Umweltdarstellung. Die natürliche Darstellung von Bäumen und Sträuchern sowie ein hoch entwickeltes Wettersystem sorgen für noch mehr Realismus.
- packender Multiplayermodus. Im Mehrspielerbereich können bis zu acht Spieler gleichzeitig die mittelalterliche Fantasywelt entdecken.

 

 

Screenshots:
 

Wertungsbox:

Two Worlds (Xbox 360)

 Two Worlds
EUR 61,99
Bei GAME WORLD bestellen
Grafik: 80 %  
Sound: 86 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer: 85 %  
Multiplayer: 83 %  
Spielspaß: 84 %  
Gesamtwertung:  83 %  


 

 

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