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Unreal Tournament 3 - Review (PS3)

Wertung:
91 %

Einleitung:  

Seit vielen Jahren gehört die Unreal-Reihe mit zu den bekanntesten und beliebtesten Spielserien. Mittlerweile wurden schon über sieben Millionen Einheiten über den Ladentisch gereicht. Vor gut drei Monaten kam das neuste Machwerk von Midway und Epic Games auf dem PC raus. Es handelte sich dabei um das Egoshooterspiel Unreal Tournament 3. Konsolenbesitzer dürfen sich nun auch freuen, denn ein Playstation 3-Ableger landet aktuell in den Händlerregalen. Später soll dann noch eine Xbox 360-Version folgen. Wir konnten jetzt die fertige PS3-Version ausgiebig testen. Ob sich die Konsolenumsetzung für Genrefans lohnt und ob das Game mit dem guten PC-Spiel mithalten kann, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Bevor wir unsere Waffen durchladen und auf Gegnerjagd gehen, wollen erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem Ihr Unreal Tournament 3 gestartet habt, erscheint das obligatorische Hauptmenü mit den Punkten "Kampagne", "Schnelles Spiel", "Multiplayer", "Community" und "Einstellungen". Unter zu letzt genannten Punkt könnt Ihr alle spielrelevanten Einstellungen wie Video, Audio, Eingabe, Waffen, HUD usw. ändern. Außerdem dürft Ihr hier die Spieldaten auf der Festplatte installieren, um die Ladezeiten zu reduzieren. Neue Nachrichten zum Spiel und Downloads findet man dann noch unter Community. Kommen wir nun zu den eigentlichen Spielarten. Da wäre zum einen das schnelle Spiel. Bei dieser Spielart kann sich der Gamer sofort in ein Gefecht gegen computergesteuerte Gegner stürzen. Angeboten werden die Modis Deathmatch, Team-Deathmatch, Capture the Flag, Fahrzeug-Capture the Flag, Kriegsführung und Duell. Sobald man eine Map bestimmt und alles Mögliche eingestellt hat, kann der Einsatz gegen den Computer beginnen. Um einiges anspruchsvoller ist der Kampagnenmodus. Diesen darf man wahlweise alleine oder über das Internet mit Freunden spielen. Nachdem wir einen von vier Schwierigkeitsgraden bestimmt haben, kann das Abenteuer direkt beginnen. Damit wir ordentlich motiviert in das Spiel gehen, gönnt uns der Hersteller ein einstimmendes Intro. Hier wird die Story eines Söldnerteams erzählt, die sich an denen rächen wollen, die ihre Heimatkolonie zerstört haben. Wer jetzt glaubt, dass eine packende Geschichte vorhanden ist, den müssen wir leider enttäuschen. Diese und die dadurch eingespielten Filme sind nur Mittel zum Zweck. Die Kampagne ist eigentlich nichts anderes, wie normale Kartenspiele gegen computergesteuerte Gegner. Nach den bekannten Spielregeln wie Capture the Flag soll der Spieler hier gegen seine Widersacher vorgehen. Also reduziert sich dieser Modus zu einem netten Übungsbereich, wo man sich wunderbar auf die Onlineduelle vorbereiten kann. Toll ist zumindest, dass man diese Aufgaben auch mit anderen Spielern gemeinsam bestreiten darf. Spaß machen diese Duelle allerdings auch, denn die CPU-Gegner agieren recht geschickt. Allerdings kommen diese natürlich nicht an menschliche Spieler heran.

Kommen wir daher zum heiß erwarteten Mehrspielerbereich. Dieser ist eindeutig das Herzstück des Spiels. Wer schon einmal einen Unreal-Teil gespielt hat, der wird sich hier sofort wohl fühlen. Der Hersteller setzt dabei vor allem auf bekannte Genrekost. In den beliebten Spielarten Deathmatch, Team-Deathmatch oder Capture the Flag könnt Ihr beweisen, was in Euch steckt. Auf die einzelnen Modis gehen wir jetzt nicht näher ein, denn diese sollte eigentlich jeder kennen. Allerdings gibt es auch neue Spielarten, wie den Fahrzeug-Capture the Flag-Modus. Dieser läuft wie ein normales CTF-Spiel ab, nur das in den Maps unterschiedliche Fahrzeuge vorhanden sind. Der Spieler der die Flagge erobert hat, darf kein Fahrzeug benutzen - außer einem Hoverboard - und so ist es noch schwieriger, in seine Basis zu kommen. Man muss also mit anderen Spielern zusammenarbeiten, die einen dann mit einem Fahrzeug ins Hauptquartier bringen. Sehr interessant ist auch der Spielmodus Kriegsführung. Hier soll man die Energie des eigenen Energiekerns über die zu erobernden Knotenpunkte zum Ziel bringen. Schaffen wir dieses, so wird der gegnerische Energiekern angreifbar und dementsprechend können wir unser Ziel endlich zerstören. Neu ist die Energiekugel, die jedes Team einmal besitzt. Diese kann man herumtragen und so Knotenpunkte in die eigene Teamfarbe einfärben. Das Spiel bietet daneben noch viel mehr. Da wären zum einen die fahrbaren Untersätze. Diese werden grundlegend in zwei Gruppen unterteilt - menschlichen und die außerirdischen Fahrzeuge. Bei der Vielfalt schöpft der Hersteller aus den Vollen. Neben dem soliden Hoverboard gibt es den Translocator, der Axon-Cicada, den Panzer Goliath, Hellbender, Laviathan, Manta, Paladin, Raptor, Scorpion und das Artilleriegerät SPMA. Die Außerirdischen haben dagegen den Necris Darkwalker, Fury, Nemesis, Nightshade, Scavenger und die Viper. Jedes Fahrzeug hat andere Eigenschaften und dementsprechende Vor- aber auch Nachteile. Das gleiche gilt für die Waffen. Auch hier gibt es ein reichhaltiges Waffenarsenal. Vom Hanner über Enforcer, Bio Rifle, Shock Rifle, Link Gun, Stinger Minigun, Flak Cannon, Rocket Launcher bis hin zur Sniper Rifle, dem Anti-Fahrzeug-Raketenwerfer Longbow und Redeener reicht das Angebot. Jede dieser Waffen hat die bekannten Primär- und Sekundärfunktionen. Auf einer Map finden wir nicht nur neue Waffen, sondern auch viele andere nützliche Objekte. Da wäre zum einen die jeweils passende Munition für die Schießprügel. Hinzu kommen Rüstungen wie Weste, Helm oder Beinschutz. Außerdem sollte man auch immer ein Auge auf Items wie Gesundheitspacks oder Objekte wie Berserker, Schadenverstärker, Unsichtbarkeit, Unverwundbarkeit, Sprungstiefel, Schildgürtel, EMP, Hohlladung, Schildgenerator, Spinnenminenfallen oder Staufeld werfen. Mit diesen kann man komplett anders in einem Level vorgehen. Unendlich viele taktische Vorgehensweisen ergeben sich aus den Ausrüstungsgegenständen und Vehikeln und so kann man sich über viele Wochen mit dem Spiel beschäftigen.

 

Technik:

Die technische Seite kann mit dem Gameplay locker mithalten. Zum einen dürft Ihr euch auf eine erstklassige Grafik freuen. Die Maps wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet und so werden wir neben unzähligen Objekten auch tolle Licht- bzw. Schattenspiele erblicken. Hinzu kommen ein ordentliches Waffendesign, gut gestaltete Fahrzeuge und viele imposante Effekte. Auch die Spielfiguren wurden zeitgemäß animiert und modelliert. Einzig die Wassereffekte hätten ein wenig realistischer sein können. Dafür werden wir aber durch gestochenscharfe Texturen und einer stabilen Framerate anständig entschädigt. Genauso imposant ist der Sound. Die Waffeneffekte und Ingameräusche können auf ganzer Linie überzeugen. Alles wird zur rechten Zeit eingespielt und so entsteht ein tolles Ambiente. Hinzu kommen deutsche Sprecher, die immer wieder nette Sprüche ablassen. Allerdings sprechen viele Charaktere viel zu überzogen, was vor allem im Einzelspielerbereich bei den Sequenzen negativ auffällt. Wirklich störend ist dieses aber nicht. Mit der Steuerung kommt man sofort klar. Wir bewegen uns sehr sicher durch die Levels und auch das anvisieren der Gegner fällt nicht schwer. Komplizierte Sprünge klappen auf Anhieb und so kommt selbst beim erkunden der Maps kein Frust auf. Außerdem darf man die Sensibilität frei wählen und so darf jeder die Lenkung auf seine Bedürfnisse anpassen. Wer schon einmal so ein Spiel gespielt hat, wird sofort mit der Steuerung klar kommen. Freuen dürft Ihr Euch auch auf eine ansprechende KI. Die computergesteuerten Gegner agieren selbst auf einfachster Schwierigkeitsstufe sehr geschickt und so kann man hier wunderbar für den Mehrspielerbereich üben. Spannende Trainingsmatches sind also vorprogrammiert. Ansprechend ist auch das Leveldesign. Die Maps wurden sehr abwechslungsreich und aufwendig mit vielen Sachen wie Treppen, Rampen, Fahrstühlen, Emporen und Ebenen ausgestattet. Hierdurch ergeben sich viele taktische Möglichkeiten. Nimmt man nun alles zusammen, so gibt es bei der Technik kaum etwas auszusetzen.

 

Fazit:

Unreal Tournament 3 bietet genau das, was sich Fans der Serie wünschen. Schnelle, knallharte Action mit vielen Waffen, Fahrzeugen und Ausrüstungsgegenständen. Vieles wurde verbessert und erweitert und so wird sich jeder Genrefan sofort wohl fühlen. Selbst bei der technischen Seite wie Sound und Grafik gibt es kaum etwas auszusetzen. Wir werden phantastische Maps genauso erblicken, wie bombastische Effekte. Das ganze wird dann noch durch passende und wuchtige Soundeffekte abgerundet. Es entsteht außerdem schnell ein gewisser Suchtfaktor, dem man sich nicht entziehen kann. Hat man die Karten erst einmal verinnerlicht, nutzt man jede spielerische Möglichkeit um seinen Gegner auszuschalten. Dabei machen allerdings die Mehrspielerduelle um einiges mehr Spaß, wie die Einzelspielermatches. Hier muss man sich halt mit Computerbots auseinandersetzen. Wirklich schlimm ist das allerdings nicht, denn diese verhalten sich je nach eingestelltem Schwierigkeitsgrad recht geschickt. An menschliche Spieler kommen sie aber nicht heran. Allerdings kennt man das ja von solchen Spielen. Mögt Ihr also das Unreal-Universum und wolltet Ihr schon immer einmal ein Unreal-Spiel auf Eurer Playstation 3 spielen, so solltet Ihr schnell zum nächsten Händler eilen. Selten hat ein Egoshooter auf einer Konsole so viel Spaß gemacht. Für uns ist das Game ein ganz klarer Pflichtkauf.

 

Features:

- Sensationelle Spezialeffekte und Animationen.
- Viele abgedrehte und grafisch überragend dargestellte Fahrzeuge.
- Zahlreiche und abwechslungsreiche Spielmodi.
- Erstmals eine Unreal Tournament Einzelspielerkampagne

 

 

 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

Unreal Tournament 3 (PS3)

 
 Unreal Tournament 3 dt.
EUR 69,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 94 %  
Sound: 87 %  
Bedienung: 91 %  
Singleplayer: 84 %  
Multiplayer: 96 %  
Spielspaß: 92 %  
Gesamtwertung:  91 %  



 

 

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