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Vermeer 2 - Review (PC)

Wertung:
79 %

Einleitung:

Das Spiel Vermeer werden wohl nur noch ältere Spieler kennen. Kein Wunder denn das Game kam vor über 15 Jahren auf den Markt. Ascaron veröffentlicht jetzt endlich den zweiten Teil mit dem Titel Vermeer 2. Spieler können sich auch über den Anschaffungspreis freuen. Gerade einmal 29,99 Euro kostet das Spiel. Wir konnten nun die fertige PC-Version testen. Ob sich das lange warten gelohnt hat erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Vermeer 2 bringt uns in die goldenen Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Unser steinreicher Onkel Walther von Grünschild wird bald sterben. Er trommelt seine gierige Verwandtschaft zusammen um sein Erbe aufzuteilen. Allerdings werden wir sein Geld nicht ohne weiteres bekommen. Seine große Leidenschaft war das sammeln von Gemälden. Doch seine Sammlung wurde gestohlen. Nun tauchen diese Bilder bei Kunstauktionen wieder auf. Die Verwandtschaft bekommt die Aufgabe diese Gemälde zu ersteigern. Nur der erfolgreichste wird zur Belohnung das gewaltige Erbe antreten dürfen. Alle anderen gehen leer aus. Der Spieler hat im Singleplayermodus starke Konkurrenz, denn 5 Nichten und Neffen kämpfen hier um das Erbe. Jeder will das Geld haben und es kann nur einen geben der am Ende gewinnt. Damit der Start für alle gleich ist sponsert Walther von Grünschild alle Verwandten mit der gleichen Summe. Mit unserem kleinen Vermögen müssen wir nun gut wirtschaften. Nur mit viel Geld ist es möglich die teuren Gemälde zu kaufen.

Das Spielprinzip hat sich kaum geändert. Die fünf Konkurrenten reisen um die Welt und bauen Plantagen auf. Das Geld, das sie damit verdienen, investieren sie wieder in Plantagen oder geben es auf Auktionen für Gemälde aus. Wer am Ende die meisten Gemälde ersteigert, gewinnt. Da aber alle Spieler dasselbe versuchen kann das Spiel sehr hektisch werden. Nachdem wir Vermeer 2 gestartet haben gelangen wir in das Hauptmenü. Hier finden wir unter anderem auch die Optionen. Unter diesem Punkt dürfen wir alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Anschließend starten wir ein neues Spiel. Wir spielen nun alleine gegen vier Gegner, die vom Computer gesteuert werden. Außerdem legen wir diverse Spielregeln fest. Das eigentliche Spiel, wird nach den grundlegenden Einstellungen, durch ein kleines Intro eingeleitet. Hier wird dem Spieler die Story vermittelt. Nach dem Film starten wir in Berlin. Wir folgen nun den Ratschlägen unseres Onkels, in ferne Länder zu Reisen um dort Plantagen zu bauen. In den 15 unterschiedlichen Ländern kann der Spieler dann Produkte wie Seide, Tabak, Tee usw. anbauen. Dafür benötigen wir Arbeiter die wir variabel über Tageslöhne bezahlen. Jedes mal wenn wir nun zu diesen Orten zurückkommen erhalten unsere Arbeiter ihren Lohn. Allerdings dürft Ihr diese nicht allzu lange warten lassen, ansonsten treten sie in den Streik.

Die produzierte Ware darf der Spieler nach London oder New York verschiffen. An beiden Orten können wir unsere Waren zu unterschiedlichen Preisen verkaufen. Der Transport kostet genauso Geld wie die Lagerhaltung. Ihr solltet also nicht zu lange warten bis Ihr nach London oder New York reist um Eure Waren zu verkaufen. Mehr Geld verdient der Spieler durch Termingeschäfte, wo Produkte zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeliefert werden müssen. Die Preise der Waren werden ständig neu ermittelt. So kann ein Produkt mal viel oder wenig Ertrag einbringen. Da wir in mehreren Ländern Plantagen betreiben sind wir gezwungen ständig zwischen diesen Orten hin und her zu reisen. Verzögern wir diese Reisen so tauchen ernste Probleme auf. Entweder laufen uns die Arbeiter weg oder sie werden durch andere Spieler, die ebenfalls eine Plantage in einem Land aufgebaut haben, abgeworben. Zum Glück können wir entstandenen Schaden wieder gut machen. Eine weitere Möglichkeit um an Geld zu kommen ist das Handeln mit Aktien an der Börse. Geht uns das Geld einmal aus, so wird automatisch ein Kredit gewährt. Allerdings bedeutet das hohe monatliche Belastungen.

Wenn wir genügend Geld erwirtschaftet haben können wir uns um das Hauptziel kümmern - die Gemälde. Da es auch Fälschungen gibt sollte jeder die angebotenen Kurse besuchen. Als Experte kann der Spieler mit Hilfe der beiliegenden Decodier-Brille erkennen, ob ein Bild echt oder falsch ist. Gerade am Anfang kommt es aber häufig vor das wir eine Fälschung erwerben. Unser schönes Geld ist dann futsch. Um ein Bild zu kaufen müssen wir an einer Auktion teilnehmen. Wer bereit ist am meisten Geld auszugeben erhält den Zuschlag. Für jedes Original erhält ein Spieler Punkte. Können wir sogar alle Bilder einer Kunstrichtung abliefern so bekommen wir weitere Bonuspunkte. Ansonsten wird noch am Ende eines Jahres eine Tombola veranstaltet. Hier spielt unser Ansehen eine Rolle. Gewinnen wir diese, so erhalten wir ebenfalls ein Bild. Das Ansehen beeinflusst ein Akteur z.B. durch Forschungsreisen oder durch einen Besuch des Onkels. In regelmäßigen Abständen darf ein Spieler an Pferderennen teilnehmen. Hier setzen wir auf ein Pferd. Gewinnt dieses so dürfen wir uns über einen netten Geldbetrag freuen. Das ganze Spiel wurde dann noch in historische Ereignisse gepackt. Diese werden über Textfenster eingeblendet. So dürft Ihr nun versuchen das Wettrennen um das Erbe zu gewinnen.

 

Technik:

Eigentlich wird man mit dem Spiel schnell klar kommen. Dank einstellbarer Schwierigkeitsgrade wird jeder ausreichend gefordert werden. Die Schwierigkeit besteht darin alles unter einem Hut zu bringen. Plantagen betreuen, Auktionen besuchen oder Waren verkaufen müssen erst einmal koordiniert werden. Der richtige Spielspaß kommt dann beim Mehrspielermodus auf. Hier dürfen menschliche Spieler anstatt der CPU-Gegner am Spiel teilnehmen. Allerdings wird das Spiel nicht mehr so dynamisch ablaufen, da Ihr auf die Aktionen der anderen Spieler warten müsst. Die menschlichen Mitstreiter agieren dafür aber viel besser wie die CPU-Spieler. Diese sind insgesamt keine echte Konkurrenz. Obwohl spielerisch sich kaum was geändert hat darf man sich zumindest auf eine bessere Grafik freuen. Allerdings ist diese sehr statisch. Große Animationen werdet Ihr also nicht zu sehen bekommen. Meistens sind es nur feste Hintergründe die eingeblendet werden. Da wir aber ständig was zu tun haben fällt dieses kaum negativ auf. Zumindest hat sich der Hersteller bei den Stadtansichten viel Mühe gegeben. Jede Stadt sieht anders aus und man erkennt anhand der Gebäude schnell wo man sich gerade befindet. Begleitet wird das Geschehen durch eine stimmungsvolle Musik, die selbst nach Stunden noch gut klingt. Ansonsten werdet Ihr aber kaum andere Töne zu hören bekommen. Man muss sich wirklich mit ein paar Fahrzeuggeräuschen oder Schnarchlaute zufrieden geben. Wirklich gelungen ist die Steuerung. Sie ist sehr schnell erlernt. Außerdem wird jeder sofort mit den Menüs klar kommen. Diese sind weder überladen noch unübersichtlich angeordnet. Hinzu kommt ein gut beschriebenes Handbuch das alles sehr ausführlich erklärt. Fasst man alles zusammen so bietet das Spiel technisch nicht viel. Allerdings findet man auch kaum echte Kritikpunkte.

 

Fazit:

Viel hat sich leider nicht geändert. Insgesamt ist Vermeer 2 nichts anderes wie eine verbesserte Version des ersten Teils. Das Gameplay ist allerdings genauso gut wie früher und daher macht es auch viel Spaß. Vor allem wenn man mit Freunden spielt wird es so richtig spannend. Aber auch der Singelplayermodus wird einen Spieler lange beschäftigen können. Da man unterschiedliche Regeln aufstellen kann lohnt sich auch ein erneutes spielen. Trotzdem ist der große Reiz nach ein paar Partien vorbei. Das liegt vor allem daran, dass man in dem Spiel nur begrenzte Aktionen ausführen kann. Eigentlich macht ein Spieler immer das gleiche, auch wenn es nicht einfach ist alles unter einem Hut zu bringen. Zumindest wird jeder Akteur am Anfang hoch motiviert am Rechner sitzen, bis er das Erbe endlich einsacken kann. Bei der Grafik hätte man sich ein wenig mehr gewünscht. Dafür dürfen wir uns auf eine gute Menüführung und eine tolle Steuerung freuen. Insgesamt ist das Spiel eher was für Anfänger von Wirtschaftssimulationen. Profis werden leider kaum gefordert. Trotzdem macht das Spiel eine gewisse Zeit sehr viel Spaß. Man kann Vermeer 2 also allen Spielern empfehlen die das Spiel noch nicht kennen. Natürlich sollten sie auch einfache Wirtschaftssimulationen bevorzugen. Dank eines guten Kaufpreises stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis und da das Spielprinzip immer noch gut ist wird sich ein Kauf auch für viele Leute lohnen.

 

Features:

- Bis zu 5 menschliche Spieler im Hotseat-Modus an einem Computer.
- KI-Spieler in verschiedenen Spielstärken springen für fehlende menschliche Spieler ein.
- Spieler können im laufenden Spiel ein- und aussteigen.
- Neben der Jagd nach Siegpunkten ist ein wirtschaftliches Spielziel möglich, wie z.B.: Wer erreicht das größte Vermögen?
- Alternativ zu dem normalen Spielende, dem Tod des Onkels, kann ein festes Spielziel definiert werden.
- Schnappt ein Spieler seinen Mitbewerbern ständig alle Termingeschäfte weg, können diese ihn über Arbeitskämpfe unter Druck setzen.
- Die Jahresendtombola verlost Jahr für Jahr ein besonders wertvolles Bonusgemälde.
- Über 400 historische Ereignisse

 

 

 

Screenshots:
 
 
 

Wertungsbox:

Vermeer 2 (PC)

 
 Vermeer 2
EUR 29,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 70 %  
Sound: 74 %  
Bedienung: 88 %  
Singleplayer: 78 %  
Multiplayer: 84 %  
Spielspaß: 82 %  
Gesamtwertung:  79 %  

Systemanforderungen: 

- Windows® 98SE/ME/2000/XP
- Pentium® III 700 MHz oder AMD® Athlon
- 256 MB RAM
- Grafikkarte mit 32 MB
- DirectX-fähige Soundkarte
- DirectX 9.0 ( auf der CD )
- CD-ROM-Laufwerk

 


 

 

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