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Vivisector: Beast Inside - Review (PC)

Wertung:
67 %

Einleitung:

Mit Vivisector: Beast Inside kommt ein neues Ego-Shooter-Spiel auf den deutschen Markt. Entwickelt wurde das Spiel von der Spieleschmiede Action Forms. Diesmal bekommen wir es mit Monstern und einem biologische Experiment zu tun. Wir konnten das Spiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich Vivisector: Beast Inside für Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Das Spiel kommt natürlich nicht ohne eine Story aus. Wir schreiben das Jahr 1987. Kurt Robinson, Offizier der Navy Seals, landet auf der Insel Sorio, um einen Aufstand zu verhindern. Bei dem Einsatz läuft jedoch von der ersten Minute an alles schief. Die angebliche Rebellion war nur ein Vorwand und Robinsons Team dient lediglich als Kanonenfutter für ein Experiment, bei dem die Kampfkraft einer neuen Rasse biologisch veränderter Kreaturen getestet werden soll. Robinson macht sich auf den Weg in das Innere der Insel und findet heraus, dass hier bereits seit über 100 Jahren biotechnologische Experimente stattfinden. Aus dieser Hölle gibt es nur einen Ausweg: Robinson muss im Zentrum der Insel den Ursprung dieser Bedrohung auf den Grund gehen. Die Story wird natürlich passend durch einen kleinen Film mit englischer Sprache und deutschen Texten eingeleitet. Wie nicht anders zu erwarten schlüpft der Spieler in die Haut von Kurt Robinson. Bevor wir nun unsere Waffen zücken, gelangen wir erst einmal in das Hauptmenü. Hier erblicken wir die Menüpunkte "Neues Spiel", "Laden" und "Optionen". Wie gewohnt können wir unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen (Steuerung, Grafik, Sound und Spieleinstellungen) vornehmen. Bevor wir ein neues Spiel starten, müssen wir noch einen passenden Schwierigkeitsgrad auswählen. Zur Auswahl stehen Untersuchung (einfach), Therapie (normal), Operation (schwer) und Vivisektion (sehr schwer). Anschließend können wir uns endlich in das Spielgeschehen stürzen. Wir agieren dabei auf der oben schon erwähnten Insel Sorio. Diese ist in drei Hauptabschnitten unterteilt, von denen jeder aus vier großen Arealen besteht. Die äußere Zone besteht hauptsächlich aus weiten Flächen mit tropischer Vegetation. Hier kann der Spieler recht frei festlegen, über welchen Weg und mit welcher Taktik er vorgehen möchte. Der zweite Bereich ist die innere Zone. Hier finden wir eine Reihe von Gebäuden und technischen Einrichtungen. Der Spieler wird in diesem Bereich hauptsächlich in geschlossenen Räumen kämpfen. Der dritte Spielabschnitt ist der Tempel der Wiedergeburt. Dieser erstreckt sich über ein Berggebiet und so kämpfen wir hier hauptsächlich in Minen, künstlichen Tunneln und Höhlen. In den einzelnen Bereichen werden wir es mit einer Vielzahl von Gegnern zu tun bekommen. Vom Transpanter über Flammuar bis hin zum Mörsergorilla ist alles vorhanden. Wie die Namen es schon vermuten lassen sind unsere Gegner mutierte Tiermonster, die unterschiedliche Fähigkeiten haben. Das gleiche gilt für die Hybridwesen und die besonders gefährlichen Overbrutes.

Gelegentlich treffen wir auch noch auf andere Menschen, die uns wertvolle Informationen geben. Allerdings sind nicht alle friedlich gesinnt. Für viel Abwechslung wurde auch bei den Waffen gesorgt. Hier können wir auf ein reichhaltiges Waffenarsenal zurückgreifen. Vom Messer über Pistole, Schrotflinte, diversen automatischen Waffen bis hin zum Präzisionsgewehr ist alles vorhanden. Natürlich dürfen Raketen- und Granaten ebenso wenig fehlen wie wirkungsvolle Energiewaffen. Selbstverständlich benötigen diese Waffen passende Munition, die wir - wie die Waffen - im Spiel finden. Dabei liegen diese nicht immer frei im Spiel herum. Hin und wieder finden wir diese auch in verschlossenen Kisten. Durch die netten Extras sollte der Spieler die Spielwelt immer gründlich untersuchen. Da wir in den Kampfhandlungen öfters mal verletzt werden, müssen wir auch nach medizinischer Ausrüstung Ausschau halten. Vivisector: Beast Inside ist allerdings kein reinrassiges 3D-Actionspiel, denn es beinhaltet auch Rollenspielelemente. Wenn wir Feinde ausschalten oder bestimmte Aufgaben lösen, erhalten wie Bonuspunkte, mit denen wir im Verlauf des Spiels die Fähigkeiten unseres Charakters verbessern können. Mit den Bonuspunkten werden die vier grundlegenden Eigenschaften Geschwindigkeit, Widerstandskraft, Zielgenauigkeit und Gesundheit verbessert. Diese Eigenschaften bestimmen das Verhalten unserer Spielfigur. Zusätzlich zu diesen Grundwerten kann der Spieler auch noch die Genauigkeit und die Magazinkapazität ausbauen. Durch letzteres erhöhen wir die maximale Anzahl an Schüssen oder Ladungen pro Magazin. Diese Erweiterungen machen grundsätzlich Sinn, denn im laufe des Spiels werden wir auf immer stärkere Gegner treffen. Damit wir in den riesigen Arealen nicht die Übersicht verlieren, hat uns der Hersteller so genannte Wegpunkte spendiert. Auf unserer Gebietskarte werden diese farbig markiert und so finden wir schnell zu den nächsten Missionspunkten. Erreichen wir diese, wird außerdem automatisch gespeichert. Selbstverständlich dürfen wir unseren Spielstand auch zu jeder Zeit manuell sichern. Frustmomente wird es also durch feste Checkpoints nicht geben. So erkunden wir nun die große Umgebung, erfüllen vordefinierte Missionsziele, bauen unsere Spielfigur immer weiter auf und kämpfen mit diversen Waffen gegen eine Vielzahl von Gegnern.

 

Technik:

Die Technik kann leider nicht wirklich überzeugen. Das liegt vor allem an der etwas veralteten Grafik. Die Texturen sehen verwaschen aus und in den etwas monotonen Levels hätten man ruhig ein paar Objekte mehr einbauen können. Hinzu kommen dürftige Effekte und so sind eigentlich nur die Innenbereiche ganz ansehnlich. Zumindest werden wir viele unterschiedliche Umgebungen zu sehen bekommen. Etwas besser kommen die Figuren bzw. Kreaturen rüber. Hier hat sich der Hersteller mehr angestrengt. Sie sehen nicht nur immer wieder anders aus, sondern sie lassen sich auch von der Oberfläche her in Stücke schießen. Ob man dieses unbedingt haben muss ist natürlich eine andere Frage. Ein Schadenssystem ist dann auch noch vorhanden. Je nachdem wo wir unsere Feinde treffen, richten die Schüsse mehr oder weniger Schaden an. Der Sound ist ganz ordentlich ausgefallen - auch wenn dieser einen nicht vom Hocker haut. Ansprechende Waffengeräusche sind zumindest genauso vorhanden wie kleine Umgebungsgeräusche. Daneben werden wir noch englische Synchronsprecher zu hören bekommen. Die KI ist leider sehr bescheiden ausgefallen, denn die meisten Feinde laufen direkt auf uns zu und warten nur darauf abgeknallt zu werden. Wirklich intelligente oder strategische Aktionen werden wir von den CPU-Figuren nicht erleben. Dank vier unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade wird zumindest jeder Spieler eine passende Herausforderung finden. Mit der Steuerung wird jeder schnell klar kommen. Es gibt zwar ein paar Abweichungen von der gewohnten Standartsteuerung aber das stört nur wenig. Fasst man nun alles zusammen, so kann das Spiel technisch nicht wirklich überzeugen. In der heutigen Zeit erwartet man doch ein wenig mehr von einem guten Spiel.

 

Fazit:

Ein Meilenstein in der Spielegeschichte ist Vivisector: Beast Inside leider nicht. Grundlegend ist das Spiel sehr einfach gehalten. Wir laufen stetig Richtung aktuellem Navigationspunkt (auf der Karte) und ballern alles ab, was vor unseren Waffen läuft. Wirkliche Probleme bei der Munition wird es eigentlich auch nicht geben, denn davon finden wir im Spiel genug. Das gleiche gilt für die Heilpakete, die wir öfters mal einschmeißen müssen. Erreichen wir nun einen Wegpunkt, so wird gleich eine Gegnerhorde auf uns gehetzt - die recht einfallslos auf uns zustürmen. Oftmals finden diese Auseinandersetzungen in räumlich abgeschlossenen Gegenden statt, wo Feinde einfach hinein teleportiert werden. Hierdurch wird das Gameplay sehr hektisch und das Spiel mutiert zur reinen Ballerorgie. Sind die Feinde besiegt gibt es zur Belohnung Munition und Waffen. Anschließend begeben wir uns zu dem nächsten Missionsziel. Hierdurch ergibt sich leider ein sehr linearer Weg, den wir eigentlich nur abarbeiten müssen. Einen Vorteil hat dieses Prinzip natürlich, denn wir werden uns nur selten Fragen, was wir als nächstes machen sollen. Da noch ein einstellbarer Schwierigkeitsgrad vorhanden ist, wird dieses Spiel vor allem Genreneulinge ansprechen. Eine wirkliche Herausforderung für Profis stellt dieses Ego-Shooter-Spiel leider nicht dar. Das liegt leider auch an der KI der CPU-Figuren - die sich nicht gerade intelligent verhalten. Nett ist zumindest, dass wir unsere Spielfigur ein wenig durch Speed-Kills oder Multi-Kills aufbauen können. Es macht schon Spaß zu sehen, wie sich unser Charakter immer weiter verbessert und auch gegen starke Gegner besteht. Ansprechend sind auch die Gegnervielfalt und die vielen unterschiedlichen Waffen. Allerdings müssen wir uns dafür mit einer eher mittelmäßigen Technik und einer langweiligen Story auseinandersetzen. Hier hätte der Hersteller eindeutig mehr machen können. Etwas unverständlich ist noch die Tatsache, dass dieses Spiel keinen Mehrspielermodus hat. Leider hat der Hersteller komplett darauf verzichtet und so können wir uns lediglich auf den etwas öden Einzelspielermodus stürzen. Wer also einfache Ego-Shooterspiele mag und nichts gegen eine veraltete Technik hat, darf gerne zu diesem Spiel greifen. Erwartet aber nicht zu viel, denn das Spiel kann kaum mit aktuellen Genregrößen mithalten.

 

Features:

- Vivisector vereinnahmt den Spieler mit einer atemberaubenden Geschichte. Zum Atemholen gibt es nur die Pausetaste!
- Die selbst entwickelte AtmosFear-Engine von Action Forms bietet State-of-the-Art-Technologie und unterstützt jede moderne Hardware. Sie ermöglicht weiträumige Außenlevel mit fotorealistischer Vegetation und detailreiche Innenlevel.
- Ein Entwicklungssystem für den Spieler-Charakter erlaubt das Verbessern von körperlichen oder waffentechnischen Fähigkeiten.
- Das intuitive Punktesystem zum Ausbau des Charakters, fordert zum Erforschen der kompletten Level und zum effektiven Spielen heraus.
- Ein Spielgebiet mit den unterschiedlichsten Landschaften, aufgeteilt in drei Hauptgebiete - offene Landschaften, Industrieanlagen und gebirgiges Gelände - stehen dem Spieler bevor.
- Die Gegner sind noch nie gesehene, bizarre Kreaturen, mit Waffentechnik verstümmelte ModBeasts oder Humanimals.
- Wegpunkte, so genannte Beacon´s verhindern, dass sich der Spieler verläuft und legen auch Routen im Spielverlauf fest. Sie werden von den NPCs wie Tracker oder militärische Wachen zur Patrouille benutzt und können zum Regenerieren, versorgen mit Munition oder zum Verteilen der Punkte dienen.
- 17 verschiedene Waffensysteme, vom einfachen Kampfmesser über Scharfschützengewehre und Granatenwerfer bis hin zu der Menschheit noch unbekannten geheimen Superwaffen.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 

Wertungsbox:

Vivisector: Beast Inside (PC)

 
 Vivisector
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 66 %  
Sound: 62 %  
Bedienung: 76 %  
Singleplayer: 68 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 64 %  
Gesamtwertung:  67 %  

Systemanforderungen: 

- Pentium III 800 MHz
- 256 MB RAM
- Direct X 8.0
- 64 MB Grafikkarte
- Soundkarte

 


 

 

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