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Wächter des Tages - Review (PC)

Wertung:
69 %

Einleitung:

Vor gut zwei Jahren kam der erste Teil der Trilogie Wächter der Nacht in die deutschen Kinos. Der Film war der erfolgreichste russische Film aller Zeiten. Dieser basiert auf der erfolgreichen russischen Buchreihe von Sergey Loukyanenko. Jetzt folgt endlich der zweite Teil mit dem Titel Wächter des Tages. Passend dazu bringt Atari das gleichnamige Spiel auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um ein taktisches Rollenspiel. Wir konnten die fertige PC-Version jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung für alle Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Das Spiel Wächter des Tages kommt natürlich nicht ohne eine Story aus. Seit Urzeiten leben unter den Menschen die Anderen, übernatürlich begabte Männer und Frauen, Zauberer, Vampire und Gestaltenwandler. Stets wählen sie entweder die Seite des Lichts oder der Finsternis. Die Krieger des Lichts heißen "Wächter der Nacht", die Krieger der Finsternis "Wächter des Tages". Das Licht regelt in der Nacht die Aktivitäten des Bösen, denn jede dunkle Tat, die ein Anderer ausführt, wird protokolliert und mit einer Tat der hellen Seite aufgewogen und umgekehrt. Am Tag wachen die Krieger der Finsternis über die hellen Anderen und sorgen ihrerseits für die Einhaltung des Gleichgewichts. Dieser Kampf herrscht seit Anbeginn der Zeit und wird erst enden, wenn die Balance zwischen Tag und Nacht nicht mehr besteht und einer über den anderen triumphiert. Der bereits Jahrhunderte währende Waffenstillstand, der zwischen den rivalisierenden Kräften des Lichts und der Finsternis geschlossen wurde, steht an einem tragischen Wendepunkt. Denn eine Prophezeiung besagt, dass ein Wesen kommen wird, das den Kampf zugunsten einer der beiden Seiten entscheidet. Es mehren sich die Anzeichen, dass dieser Tag kurz bevorsteht und sich das Mächtegleichgewicht zu Gunsten der Dunklen Seite verschieben könnte. Anna, der Hauptcharakter, ist eine Hexe aus der Dunkelheit. Sie führt ihre eigene Untersuchung durch, ungeachtet der Inquisition und gegen den Willen der Wächterorganisation. Bevor wir allerdings in das taktische Rollenspiel eintauchen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü mit den Punkten: Profil, Neues Spiel, Spiel laden und Einstellungen. Wie gewohnt dürft Ihr unter zu letzt genannten Punkt alle spielrelevanten Einstellungen wie Grafik, Sound oder Spieloptionen vornehmen. Ist ein Spielstand vorhanden, so darf man diesen außerdem unter Spiel laden aktivieren. Spielen mehrere Leute an einem PC, so könnt Ihr unter Profile unterschiedliche Benutzerprofile anlegen. Am Anfang bleibt Euch natürlich nichts anderes übrig wie ein neues Spiel zu starten. Nachdem Ihr auf den gleichnamigen Menüpunkt geklickt habt, muss noch der Schwierigkeitsgrad eingestellt werden. Zur Auswahl stehen drei Stufen: Anfänger, Normal und Experte. Somit dürfte jeder Spieler eine angemessene Herausforderung finden. Wenn das Spiel startet, erscheint ein etwas magerer Film der die Handlung einleitet. Dieser besteht aus Ingamegrafik inkl. deutscher Synchronisation Es folgt ein kleines Tutorial, wo wir das Spiel und die Steuerung in aller Ruhe kennen lernen. Jetzt schlüpfen wir in die Haut der schönen Anna.

Das Spiel selber wird in zwei Modi gespielt: Rundenbasiert und Echtzeit. Der normale Modus läuft in Echtzeit ab, wenn sich unsere Charaktere nicht im direkten Kontakt mit dem Gegner befinden. Das Spiel wechselt in diesen Modus, wenn keine Gegner in der Spielzone und wir nur von normalen Charakteren umgeben sind, oder bis der Gegner einen unserer Charaktere entdeckt. In diesem Modus könnt Ihr Eure Figuren ohne besondere Einschränkungen steuern. Zu Beginn des Spiels agieren wir mit der Heldin. Im weiteren Verlauf stoßen neue Figuren zu unserer Gruppe hinzu. Diese werden nun im Echtzeitmodus gemeinsam gelenkt. Die Partner folgen automatisch der Figur die wir ausgewählt haben. Wir bewegen uns mit unserer Spielfigur in recht begrenzten Arealen. Durch einfaches Maus klicken, an die gewünschte Stelle, bewegt sich Anna zu unserem ausgesuchten Wegpunkt. Bei den Erkundungstouren treffen wir häufig andere Charaktere mit denen wir reden können. Es folgen kleine Filmeinspielungen, die die Story immer wieder vorantreiben. Allerdings treffen wir auch feindlich gesinnte Figuren. Jetzt wird in den oben schon erwähnten rundenbasierten Kampfmodus umgeschaltet. Während eines Spielzugs kann jede Figur nur eine begrenzte Anzahl an Aktionen ausführen. Bewegungen kosten genauso Aktionspunkte, wie physische Angriffe oder magische Zaubersprüche. Hat jede unserer Figuren ihre Aktionen ausgeführt, beendet man die Runde und die andere Seite bzw. der Rechner ist an der Reihe. Jetzt führt er seine Attacken aus oder bewegt seine Figuren. In einem Fight muss der Spieler nicht nur auf die aktuelle Kampfsituation achten. Er sollte auch einen Blick auf die Gesundheit oder die magische Energie werfen. Geht eine davon zu Neige, so müsst Ihr unterstützend eingreifen. Ist dann eine Seite ausgeschaltet, ist der Kampf zu Ende und wir können uns erneut in Echtzeit umsehen. Erledigte Gegner lassen dann noch oftmals Gegenstände fallen, die wir möglichst aufsammeln sollten. Schließlich kann man so einiges in dem Spiel gebrauchen. Wir starten übrigens in das Spiel als blutige Anfängerin. Die Erfahrung der Heldin und ihrer Partner wird allerdings wachsen. Durch mehr Erfahrung wird der Magielevel der Charaktere erhöht und so verbessern sich mit der Zeit bekannte Zaubersprüche bzw. wir erlernen neue. Daneben gibt es noch Spezialisierungen. Hierdurch kann man andere Fähigkeiten in den diversen Kämpfen einsetzen. Die Spezialisierungen sind dabei reichhaltig, denn von Zauberer bzw. Hexen über Werwölfe, Gestaltenwandler bis hin zu Magiern und Vampiren ist alles vorhanden. Somit hat jeder Charakter andere Eigenschaften, die er in einer Auseinandersetzung taktisch Klug einsetzen kann. Das gilt natürlich auch für unsere Gegner. Gekämpft wird allerdings nicht nur mit den Fäusten oder Magie. Auch Waffen werden in dem Spiel verwendet. Diese finden wir genauso im Spiel, wie viele andere Gegenstände. An festgelegten Punkten werden dann immer wieder kleine Filme eingespielt, die uns neue Aufgaben geben. Ist eine Mission erfüllt, so folgt gleich die nächste Aufgabe und so wird der Spieler recht dynamisch durch das Spiel geführt. So agieren wir nun in den unterschiedlichen Umgebungen (reale Welt und Paralleldimension), folgen der ansprechenden Story, führen diverse Gespräche und treffen unzählige Feinde mit denen wir taktische Kämpfe austragen.

 

Technik:

Die Technik ist leider kein Highlight. Da wäre zum einen die Grafik. Wir bewegen uns in recht begrenzten Abschnitten, die nicht sonderlich gut aussehen. Das liegt hauptsächlich an den wenigen Details und den schwachen Texturen. Wirklich zeitgemäß ist diese Optik schon lange nicht mehr. Hinzu kommen außerdem recht einfach modellierte und animierte Figuren. Selbst bei den Filmen werden wir keine bessere Qualität erblicken. Zumindest gönnt man uns einige Effekte und kleinere Licht- bzw. Schattenspiele. Das war es dann aber auch schon. Etwas besser hat uns der Sound gefallen. Wirklich ansprechend sind die deutschen Synchronstimmen. Sie machen ihre Arbeit recht gut und so kann man den Dialogen gut folgen. Daneben werden noch diverse Ingamegeräusche passend eingespielt. Außerdem begleitet uns permanent eine nette Musik, die allerdings mit der Zeit nervt. Ein wenig mehr Abwechslung hätte wirklich nicht geschadet. Die Kamera ist eigentlich genretypisch. Ihr dürft diese frei drehen und zoomen und somit ist jeder selber für einen optimalen Blickwinkel zuständig. Auf Dauer nervt allerdings das ewige nachjustieren, vor allem weil wir nicht alle Blickwinkel einstellen dürfen. So etwas wie eine Egoansicht gibt es leider nicht. Die Steuerung funktioniert dagegen erfreulich einfach. Mit der Maus könnt Ihr alle Aktionen sicher ausführen und dank übersichtlicher Menüs wird jeder sehr schnell in das Spiel einsteigen können. Das liegt natürlich auch am anfänglichen Tutorial, das uns gut in das Spiel rein bringt. Fasst man nun alles zusammen, so gibt es leider bei der technischen Seite viele Punkte die stören.

 

Fazit:

Wächter des Tages ist wirklich kein schlechtes Spiel. Allerdings scheitert eine höhere Wertung ganz klar an der mittelmäßigen Technik. Die Grafik ist schon lange nicht mehr zeitgemäß und so agiert man recht unmotiviert durch die Levels. Hinzu kommen eine eher dürftige Kamera und eine nervige Musik. Dennoch kann das Spielprinzip überzeugen, denn das Game ist ein solides Taktik-RPG. Wir werden recht dynamisch durch das Spiel geführt und erleben immer wieder ansprechende Kämpfe. Dank diverser Items, Zauber und Spezialfähigkeiten kann man jede Figur individuell einsetzen. Ganz nett ist auch die Story und dank einer einfachen Steuerung wird jeder sofort in das Spiel einsteigen können. Selbst Anfänger werden durch den frei einstellbaren Schwierigkeitsgrad nicht überfordert. Wer also taktische Rollenspiele wie Jagged Alliance oder UFO mag und mit einer eher dürftigen Optik leben kann, der darf gerne zum nächsten Händler eilen. Allerdings ist das Spiel kein Muss für einen Genrefan und daher können wir nur eine eingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Der Kampf zwischen Gut und Böse - Night und Day Watch - herrscht nicht mehr nur in Russland. Neben Moskau sind auch Paris und Washington Schauplatz des Krieges zwischen Tag und Nacht
- In-Depth Rollenspiel-System
- Drei verschiedene Charaktere mit individuellen Fähigkeiten
- Realitätsgetreue, detaillierte und zerstörbare Umgebungen
- Entdecken Sie die dunkle Seite mit den WÄCHTERN DES TAGES
- Entfesseln Sie die unglaublichen Kräfte Ihres Charakters und fordern Sie Vergeltung für die verlorenen Kämpfe gegen Ihre Feinde.
- Erschaffen Sie Ihren individuellen Charakter mit unterschiedlichen Outfits und Frisuren
- Kombinieren Sie die unterschiedlichen magischen Fähigkeiten der Charaktere
- Koordinieren Sie Ihr Team und erschaffen Sie stärkere Zauber, die Sie gegen Ihre Feinde einsetzen

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Wächter des Tages (PC)

 
 Wächter des Tages
EUR 42,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 62 %  
Sound: 74 %  
Bedienung: 75 %  
Singleplayer: 64 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 70 %  
Gesamtwertung:  69 %  

Systemvoraussetzungen (Minimum):

- Windows 2000/XP, DirectX 9.0c
- 1 GHz Pentium III / Athlon
- 256 MB RAM
- 64 MB 3D-Grafikkarte wie GeForce 3 / Radeon 8500
- 2 GB freier HD-Platz


Systemvoraussetzungen (Empfohlen):

- Windows 2000/XP, DirectX 9.0c
- 2 GHz Pentium 4 / Athlon
- 512 MB RAM
- 128 MB 3D-Grafikkarte wie GeForce FX / Radeon 9700
- Dolby Surround 5.1
- 2 GB freier HD-Platz

 


 

 

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