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War Leaders: Clash of Nations - Review (PC)

Wertung:
75 %

Einleitung:

Runden- und Echtzeit-Strategiespiele gehören seit vielen Jahren mit zu den beliebtesten Genres auf dem PC. Mittlerweile sind schon unzählige mehr oder weniger gute Spiele erschienen. Vor allem der 2. Weltkrieg hat es den Entwicklern angetan. Genau in dieser Zeitepoche ist auch das neuste The Games Company-Spiel angesiedelt. Es handelt sich dabei um das Spiel War Leaders: Clash of Nations. Entwickelt wurde das Strategiespiel übrigens von dem spanischen Entwickler Enigma Software Productions, die bis jetzt durch Games wie Angels vs Devils, Hello Kitty Football Cup 2002, Pro Soccer Cup 2002 oder ExcaliBug bekannt wurden. Wir konnten jetzt die fertige PC-Version inkl. dem Patch 1.2 ausgiebig testen. Ob sich das Spiel für alle Möchtegerngeneräle lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Wie oben schon angedeutet ist War Leaders: Clash of Nations im Zweiten Weltkrieg angesiedelt. Als eine von sieben historischen Nationen bestimmen wir den Kriegsausgang selbst. Bevor wir uns allerdings auf das Schlachtfeld begeben, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint ein einführender Film, der uns auf das bevorstehende Game einstimmt. Es folgt das Hauptmenü. In diesem Bereich dürft Ihr zum einen unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Außerdem kann man eine bestehende Kampagne fortsetzen oder einen gesicherten Spielstand laden. Am Anfang bietet sich für jeden der Tutorialsbereich an. In dem Übungsbereich wird uns das Spielprinzip über kleine Filme inkl. englischer Sprachausgabe und deutschen Texten näher gebracht. Kommen wir nun zum Einzelspielerbereich, den wir unter dem Menüpunkt "Neues Spiel" finden. Es folgt ein weiteres Menü, das uns gleich drei unterschiedliche Spielarten anbietet. Unter schnelle Schlacht kann jeder recht zügig direkt in den Kampf ziehen. Im Vorfeld dürft Ihr aber noch alle möglichen Einstellungen vornehmen. Recht ähnlich ist auch die eigene Schlacht. Bei dieser Spielart dürfen wir noch mehr Spieloptionen - wie die beteiligten Nationen oder das Wetter - festlegen. Der wichtigste Modus ist selbstverständlich die Kampagne. Nachdem wir uns für eine der sieben auswählbaren Nationen (Frankreich, USA, Italien, England, Deutschland, Russland oder Japan) entschieden haben, wird die Kampagne passend durch einen kleinen Film und Texte eingeleitet. Natürlich dürft Ihr auch hier vieles einstellen. Der Schwierigkeitsgrad ist genauso frei wählbar, wie der Komplexitätsgrad oder die historische Genauigkeit. Endlich kann der virtuelle Krieg beginnen.

Der Spieler erblickt nun eine 3D-Weltkugel, die in 175 Provinzen unterteilt ist. Hier sollt Ihr nun rundenweise die wirtschaftlichen und politischen Geschicke einer Nation leiten. Neben Forschung nach neuen Technologien und Produktion der Militärausrüstung stehen diplomatische Akte, sowie Spionage-Aktivitäten auf unserer Arbeitsliste. Dabei dürfen wir nie unser Bankkonto oder die Rohstoffreserven aus dem Auge verlieren. Hinzu kommt, dass wir uns auch um die einzelnen Provinzen kümmern müssen. Wie bei dem Brettspiel Risiko sollen wir außerdem Truppen verschieben. Trifft unsere Armee dann auf einen Gegner, so kommt es zur Echtzeitschlacht. Diese finden an vielen unterschiedlichen Orten statt. Wer dazu keine Lust hat, der kann sich auch den Ausgang der Schlacht direkt anzeigen lassen. Die Schlachten selber laufen dann in Echtzeit ab. Dabei greift jede Nation auf viele unterschiedliche Einheiten zurück. Panzer sind in dem Spiel genauso vorhanden wie Infanteristen, Geschütze oder Flugzeuge. Der Hersteller setzt bei den Auseinandersetzungen nicht nur auf banale Massenschlachten. Ihr müsst die unterschiedlichen Einheiten immer taktisch klug einsetzen. So darf man z.B. Truppen in Häuser ziehen. Die Topographie spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, denn durch die Örtlichkeiten kann man viele Vorteile erringen. Ebenso wirkungsvoll sind die unterschiedlichen Formationen. Truppen darf man übrigens auch Generäle zuweisen. Hierdurch wird die Armee dann eigenständig in der Schlacht handeln. Angehende Feldherren werden allerdings alles in der Hand behalten wollen und das ist zum Teil auch ratsam, denn der Computer handelt bei weitem nicht so geschickt, wie ein menschlicher Spieler. Sind dann noch Flugzeuge oder Schiffe an einer Auseinandersetzung beteiligt, darf der Akteur zusätzlich Bombardements anordnen. Diese fegen wirklich alles vom Bildschirm, was zum Teil auch unfair ist. Zum Glück gibt es aber die passenden Gegenmaßnahmen wie Abfangjäger oder Flags. So bestreiten wir eine Schlacht nach der anderen und führen unsere Nation mit wirtschaftlicher, politischer und taktischer Weitsicht zum Sieg. Wer jetzt glaubt, dass dieses Spiel im Mehrspielermodus sehr spaßig wird, der muss leider in die Röhre schauen. Der Hersteller hat leider auf einen Multiplayerpart verzichtet.

 

Technik:

Wie oben schon erwähnt, haben wir das Spiel mit dem Patch 1.2 getestet. Leider mussten wir feststellen, dass dieser nicht alle Probleme behebt. Viele kleine Bugs trüben immer noch das Gesamtbild. Hinzu kommen sehr lange Ladezeiten. Die Grafik haut einen dann auch nicht vom Hocker. Die Weltkarte zeigt nur wenige Details und wirklich schön ist sie auch nicht. Zumindest werden uns ordentliche und übersichtliche Fenster angeboten, mit denen man schnell klar kommt. Um einiges besser wird die Optik bei den Schlachten. Allerdings müssen wir dazu sagen, dass Euer Rechner das auch mitmachen muss. Obwohl wir das Spiel auf mehreren leistungsstarken PC´s getestet haben, konnten wir das Spiel nicht in voller Grafikpracht problemlos laufen lassen. Üble Ruckler und fiese Fehler schlichen sich ein. Erst als wir die Optionen ein wenig heruntergeschraubt haben, konnte man das Spiel genießen. Dazu müssen wir natürlich sagen, dass wir keinen kleinen Rechner haben. Die angegebenen Systemanforderungen schaffen wir locker. Wer das Spiel zum laufen bekommt, der wird zumindest nett modellierte und animierte Einheiten und eine abwechslungsreiche Umgebung erblicken. Diese kann man sogar zerstören. An gute Effekte hat der Hersteller dann auch noch gedacht. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Neben einer stimmungsvollen Musik lauscht Ihr auch vielen passend eingespielten Ingamegeräuschen. Selbst die englischen Synchronsprecher klingen ganz passabel - auch wenn man sich für die deutschen Soldaten eine deutsche Sprachausgabe gewünscht hätte. Die Steuerung geht einem erfreulich einfach von der Hand. Die Menüs bzw. Schaltflächen sind allesamt selbsterklärend und da sich das Spiel am Genre orientiert, wird jeder recht schnell mit der Lenkung klar kommen. Die KI der computergesteuerten Einheiten ist leider nicht so gut. Wirklich intelligente Handlungen sieht man so gut wie nie und so macht das Kämpfen gegen den Computer nur selten Spaß.

 

Fazit:

War Leaders: Clash of Nations wäre ein wirklich gutes Spiel geworden, wenn sich nicht viele kleine Fehler eingeschlichen hätten. Da sind zum einen die unzähligen Bugs, die einen die Zornesröte ins Gesicht treiben. Wie kann es in der heutigen Zeit sein, dass ein Spiel - selbst mit einem 1.2 Patch - immer noch so viele Fehler aufweist. Damit verschreckt man viele Kunden. Der Hersteller hätte lieber noch ein halbes Jahr länger an dem Spiel arbeiten sollen um dann ein wirklich fertiges Game auf den Markt zu bringen. Mehr als unverständlich ist auch, dass wir keinen Mehrspielermodus erhalten. Leider müsst Ihr darauf genauso verzichten, wie auf kurze Ladezeiten. Allerdings ist nicht alles schlecht in dem Spiel. Das Grundkonzept kann schon überzeugen. Zum einen müsst Ihr die Geschicke einer Nation im wirtschaftlichen und diplomatischen Bereich leiten um dann auf dem Schlachtfeld Eure Interessen durchzusetzen. Selbst diese Kämpfe laufen recht spaßig ab, denn nur, wenn man taktisch klug vorgeht, wird man schnell ein Match gewinnen. Leider können die Spiele gegen den Computer nur wenige Stunden am Bildschirm binden. Recht schnell durchschaut man ihn und seine Vorgehensweise, wodurch das Gameplay verflacht. Wer also Runden- und Echtzeit-Strategiespiele mag und gerne im Zweiten Weltkrieg eine Nation zum Sieg führen möchte, der kann gerne bei diesem Spiel zuschlagen. Allerdings solltet Ihr mit vielen Macken leben können. Wahlweise würden wir sogar jedem raten zu warten, bis ein weiterer Patch die gröbsten Fehler beseitigt. Kommt dieser irgendwann, so könnte das Spiel sogar richtig Spaß machen.

 

Features:

- 175 kontrollierbare Territorien rund um die Welt
- über 250 spielbare Einheiten aus 25 verschiedenen Gattungstypen (Land, Wasser, Luft)
- völlige Kontrolle über Ressourcen, Handel, Produktion, Forschung & Entwicklung, ­Truppenbau etc.
- zerstörbare Maps mit Terraforming-Effekten
- Integration von historischen Fakten (Filmmaterial, Zeitungsberichte, etc.)
- Erstmals die sieben wichtigsten Anführer des Zweiten Weltkrieges spielbar
- Packende Mischung aus Echtzeit- und Runden-Strategie
- Über 80 Stunden Spielzeit in der Kampagne
- Vollkommen freier Spielverlauf

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 

Wertungsbox:

War Leaders: Clash of Nations (PC)

 
 War Leaders - Clash of Nations
EUR 54,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 80 %  
Sound: 72 %  
Bedienung: 78 %  
Singleplayer: 70 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 74 %  
Gesamtwertung:  75 %  

Empfohlene Hardware-Spezifikationen:

- Windows® 98/ME/2000/XP/Vista
- DirectX 9.0c
- CPU: Pentium IV 2,4 GHz
- Arbeitsspeicher: 1 GB MB
- 3D-Grafikkarte NVIDIA FX7600, ATI X1600 oder ähnlich (256 MB oder höher)
- Soundkarte mit 5.1-Unterstützung

 


 

 

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