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Will of Steel - Review (PC)

Wertung:
69 %

Einleitung:

Echtzeit-Kriegsstrategiespiele gibt es auf dem PC schon einige. Jetzt kommt mit Will of Steel ein weiterer Genrevertreter auf den deutschen Markt. Diesmal kämpfen wir nicht im Zweiten Weltkrieg oder in einem fiktiven Szenario, sondern im Irak und Afghanistan-Krieg. Mit modernsten Waffen geht der Spieler gegen den Terrorismus vor. Schon beim Kauf werdet Ihr Euch freuen können, denn das Strategiespiel kostet gerade einmal 27,90 Euro. Wir konnten Will of Steel jetzt testen. Ob sich eine Anschaffung für Hobbygeneräle lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Wie bei solchen Spielen üblich werden wir nicht grundlos in die Schlacht geschickt. Im Mittelpunkt steht William Steel. Er ist ein Leutnant Colonel im USMC, den die Vergangenheit verfolgt. Sein verstorbener Vater, General Thomas Steel, erhielt im 2. Weltkrieg zahlreiche Orden. Was auch immer Will tat, war für seinen Vater nie gut genug, und bevor Will sich beweisen konnte, starb der alte General. Heute kämpft das US-Militär im Krieg gegen den Terrorismus, und William Steel soll den Feind bekämpfen. Er wird hierzu erbitterte Kämpfe in Afghanistan und im Irak überleben müssen. Er muss erfolgreich sein, so dass sein Vater auf ihn stolz gewesen wäre. Bevor wir nun an den ersten Kriegsschauplatz gelangen, erblicken wir das Hauptmenü. Hier finden wir die Menüpunkte Spielen, Profile und Optionen. Wie immer dürfen wir unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Wer mag kann dann noch sein eignes Profil im gleichnamigen Menü erstellen. Um endlich auf das Schlachtfeld zu gelangen, muss der Spieler den Menüpunkt Spielen aktivieren. Nun erblicken wir ein weiteres Menü. Wir haben hier die Möglichkeit einen Einzeleinsatz oder die Kampagne zu spielen. Am Anfang erblicken wir zwei Bereiche: Afghanistan 2001 und Irak 2003. Jeweils 8 Einsätze warten darauf gemeistert zu werden. Haben wir uns nun für eine Spielart entschieden, geht es weiter zum Briefing. Hier wird uns mit deutschen Texten eine kleine Story vermittelt. Hinzu kommen die zu lösenden Missionsziele. Im Anschluss beginnt die Mission.

Bei dem Spiel gibt es kein Sammeln von Ressourcen oder Bauen von Gebäuden. Wir starten immer mit einer Anfangstruppe, die aus unterschiedlichen Einheitstypen besteht. Diverse Fahrzeuge und Fußtruppen aus vier Waffengattungen stehen uns zur Verfügung. Wird es mal eng, darf der Spieler Unterstützung in Form von Satellitenaufklärung, Luftangriffe oder Artillerieunterstützung anfordern. Unsere Soldaten gewinnen mit der Zeit an Erfahrung und so sind sie in späteren Einsätzen noch effektiver. Allerdings müssen sie eine Mission überleben und daher sollte der Spieler gut auf seien Schützlinge aufpassen. Wir kämpfen in vielen unterschiedlichen Umgebungen. Mal agieren wir mit Panzern, Fußtruppen und anderen Einheiten im freien Gelände und in der nächsten Mission mit wenigen Spezialeinheiten in einer Stadt. Die Figuren haben dabei viele unterschiedliche Fähigkeiten. Sie können z.B. stehend, kniend oder liegend schießen und verschiedene Formationen bilden. Hinzu kommen die speziellen Eigenschaften der Einheiten wie Heilen, Reparieren, Zeitbombe oder ferngezündete Bombe legen und so weiter. Außerdem können wir mit unseren Fußeinheiten in Fahrzeuge steigen. Hierdurch sind sie besser geschützt und viel beweglicher. Je nach Umgebung, Auftragsziel und vorhandenen Einheiten muss der Spieler nun eine Strategie entwickeln. Brechen wir z.B. in ein Lager ein, können Pioniere erst einmal die Minen wegräumen, bevor die Panzer den Zaun einreißen. Anstürmende Truppen erledigen dann unsere Einheiten oder gepanzerten Fahrzeuge. Wir haben allerdings auch die Möglichkeit direkt durchs Haupttor zu fahren. Der Widerstand ist bei dieser Variante ein wenig höher. Ist ein Bereich gesäubert, haben wir endlich Zeit um Verletzte zu versorgen oder Fahrzeuge zu reparieren. So agieren wir in den unterschiedlichen Missionen und bekämpfen den Terror.

 

Technik:

Die Grafik kann leider nicht mit aktuellen Genregrößen mithalten. Dennoch ist diese ganz nett, denn der Hersteller hat viele Details eingebaut. Die Optik verschlechtert sich allerdings, wenn wir näher heranzoomen. Dann werden die einzelnen Figuren doch etwas pixelig. Die Texturen hätten ebenfalls etwas schärfer sein können. Zumindest werden wir durch eine Vielzahl von Effekten, Explosionen, Feuer usw. entschädigt. Der Hersteller hat sogar an Wettereffekte gedacht. Nett ist auch, dass die Umgebung zum Teil zerstörbar ist. Fahrzeuge fahren Zäune und Mauern nieder, schupsen Bäume um oder durch Explosionen werden Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. Der Sound ist ebenfalls ganz in Ordnung. Neben einer dynamischen Musik werden wir auch ansprechende Synchronstimmen zu hören bekommen. Hin und wieder lassen die Soldaten sogar mal witzige Sprüche ab. Selbst mit den Ingamegeräuschen kann man gut Leben. Motoren klingen genauso passend wie die Waffen. Schade das die Präsentation da nicht mithalten kann. Die Missionen werden leider nur durch langweilige Briefings eingeleitet. Nur ganz selten bekommen wir mal einen Film zu sehen. Hierdurch ist die Story auch relativ flach. Die Steuerung ist eigentlich recht einfach. Es gibt zwar keine Einleitung bzw. Tutorial aber dennoch kommt man recht schnell mit der Lenkung klar. Allerdings bedeutet das jetzt nicht, dass wir hierdurch unsere Figuren gut lenken können. Vor allem bei mehreren Einheiten bricht das absolute Chaos aus. Die automatische Wegfindung ist eine wahre Katastrophe und so sind schnelle Manöver so gut wie nicht möglich. Außerdem gibt es ein paar Ungereimtheiten. Warum kann man mehrere Leute in ein Fahrzeug ziehen, diese aber nur einzeln über Tasten aussteigen lassen? Es dauert eine ganze Zeit bis man damit klar kommt. Will of Steel hat allerdings eine Besonderheit: ein Voice Control System. Mit dem Spiel wird auch ein Headset mitgeliefert, wodurch man seine Einheiten mittels Sprachausgabe befehligen darf. Natürlich kann man auch weiterhin mit Tastatur und Maus steuern. Kommen wir nun zur KI. Diese hat gute aber auch viele schlechte Seiten. Grundsätzlich verhalten sich alle CPU-Figuren nicht gerade menschlich. Fasst man nun alles zusammen, so kann die Technik leider nicht überzeugen. In der heutigen Zeit erwartet man doch ein wenig mehr von einem Spiel.

 

Fazit:

Will of Steel hat gute aber auch schlechte Seiten. Fangen wir erst einmal mit den guten an. Zum einen spricht uns das Szenario an. Es macht Spaß Einsätze in Afghanistan und Irak zu meistern. Nett ist auch das wir viele unterschiedliche Einheiten befehligen dürfen. Hierdurch ergeben sich viele taktische Möglichkeiten. Ganz ansprechend ist auch das Voice Control System, womit man sich allerdings erst einmal zurecht finden muss. Das bringt uns nun zu den schlechten Seiten des Spiels. Der schlimmste Punkt ist eindeutig die KI. Es ist einfach unverständlich wie sich CPU-Figuren verhalten. Das bezieht sich jetzt nicht nur auf feindliche Einheiten. Vor allem unsere Truppen verderben dem Spieler öfters mal den Abend. Sie schaffen es einfach nicht unsere Befehle fehlerfrei auszuführen. Hierdurch sind schnell Aktionen nicht möglich. Nur wenn wir jede Einheit einzeln dirigieren, werden wir unsere Strategie ausführen können. Das Spiel hat ganz klar technische Probleme. Selbst der gute Sound und die nette Optik heben diese nicht auf. Will of Steel hätte auch ruhig länger ausfallen können. Nach 16 Missionen ist schon das Ende erreicht und so wird das Spiel leider nur wenige Stunden halten. Komischerweise ist auch kein Mehrspielerbereich vorhanden. So ein Spiel bietet sich doch förmlich an um es im LAN oder Internet zu spielen. Zumindest ist der Anschaffungspreis in Ordnung. Habt Ihr also aktuell nur 30 Euro im Portemonnaie und sucht ein Echtzeit-Kriegsstrategiespiel, so könnt Ihr bei diesem Spiel zuschlagen. Allerdings solltet Ihr mit ein paar Macken leben können.

 

Features:

- Über 100 verschiedene, vom Spieler kontrollierbare Militäreinheiten und Waffensysteme, plus 100 nicht kontrollierbare Einheiten
- Der Kommandeur und seine Soldaten können im Spielverlauf befördert werden und Orden erhalten
- Realistische Wetterbedingungen (Sandstürme, Nebel, Regen, Schnee, etc.)
- Sprachsteuerung mit Unterstützung für natürliche Sprachweise

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Will of Steel (PC)

 
 Will of Steel
EUR 27,90
Bei Amazon bestellen

Grafik: 78 %  
Sound: 76 %  
Bedienung: 60 %  
Singleplayer: 64 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 68 %  
Gesamtwertung:  69 %  

Systemanforderungen: 

- Betriebssystem: Windows 98/ME/2000/XP
- Arbeitsspeicher: ab 256 MB RAM
- Prozessor: Pentium III od. 100% kompatibler Prozessor
- CD-ROM: Laufwerk erforderlich
- Soundkarte: Direct Sound - kompatibel
- Zusatz: Keyboard, Mouse, Mikrofon, DirectX9.0b

 


 

 

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