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Windchaser - Review (PC)

Wertung:
79 %

Einleitung:

Fans von Echtzeit-Taktikspielen können ihren Rechner entstauben, denn ein neuer Genrevertreter kommt auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das dtp Entertainment-Spiel Windchaser. Das Game ist eine interessante Mischung aus einem Taktik bzw. Strategie-Spiel und einigen Rollenspielelementen. Erscheinen wird das Game von dem Münchener Entwicklerteam Chimera Entertainment exklusiv für den PC. Schon beim Kauf kommt die erste kleine Überraschung, denn Windchaser kostet noch nicht einmal 30 Euro. Wir konnten uns die fertige PC-Version jetzt ausgiebig anschauen. Ob sich eine Anschaffung für alle Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Wie nicht anders zu erwarten war, kommt Windchaser nicht ohne eine Story aus. Vor Jahren legte ein verheerender Krieg die Hochkultur von Ensai in Schutt und Asche. Die Gemeinschaft der wenigen Überlebenden gründete eine neue, naturverbundene Gesellschaft. Luftsegelschiffe der Gilden fliegen über die weiten Grasozeane und treiben Handel. Doch religiöse Streitigkeiten und Gildenkriege bedrohen die friedliche neue Welt. Nur der Held Ioan und seine Freunde können Ensai vor dem sicheren Untergang retten. Bevor wir in das Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü. Hier dürft Ihr zum einen unter Einstellungen, die spielrelevanten Optionen anpassen. Daneben kann man ein bestehendes Spiel laden oder eine der beiden Kampagnen auswählen. Dazu müssen wir allerdings sagen, dass die zweite erst frei wird, wenn die erste Kampagne durchgespielt wurde. Zu Beginn bleibt uns also nichts anderes übrig, wie das erste Abenteuer zu starten. Es folgt ein kleiner Ingamefilm inkl. deutscher Sprachausgabe, der das Spiel passend einleitet. Wir schlüpfen nun in Rolle des Haupthelden Ioan, einem Novizen der eine Gilde für sich sucht. Damit jeder einen guten Einstand bekommt, gönnt uns der Hersteller am Anfang ein kleines Tutorial. Mit Hilfe von kleinen Texteinblendungen werden uns das Spiel und die Steuerung in kleinen Schritten beigebracht. Schon nach kurzer Zeit trifft unser Held auf weitere Charaktere, die nun an seiner Seite kämpfen. Kommen wir nun zum Gameplay. Wie oben schon erwähnt ist Windchaser eine Kombination aus Strategie und Rollenspiel. Im Mittelpunkt des Spiels stehen die Windchaser, die man als eine Art Hauptquartier ansehen kann. Innerhalb dieser Schiffe kann man viele Sachen machen. Ihr dürft hier unbekannte Objekte genauso identifizieren, wie Ausrüstungsgegenstände aufbewahren. Selbst das Herstellen von Tränken ist später möglich. Beginnt eine Mission, so starten wir meistens mit unserem Helden auf einer Spielkarte, die komplett verdeckt ist. Mit unserer Figur bzw. der Gruppe erkunden wir nun die Umgebung und versuchen unsere Hauptaufgabe zu erledigen. Allerdings wird es immer wieder Situationen geben, die uns Nebenaufgaben einbringen.

Damit wir die Orientierung nicht verlieren, kann man sich an vorgegebenen Aussichtspunkten einen Überblick verschaffen. Es wird dadurch auch ein größerer Bereich der Karte aufgedeckt, was vor allem für unser Luftschiff gut ist. Dieses kann sich nämlich nur auf den Stellen bewegen, die von uns freigemacht wurden. Auf der Karte befindet sich allerdings noch mehr. Neben diversen Gegnern treffen wir auch immer wieder Charaktere, die sich unserer Gruppe anschließen wollen. Diese darf man später sogar ausbilden. Feinde dagegen werden rigoros bekämpft, was uns vor allem Erfahrungspunkte und Aufstiege einbringt. Leider darf man dabei keine Punkte selber verteilen. Ebenso aufpäppeln lässt sich unser Windchaser. So bekommt man später mehr Inventarvolumen oder die Heilungsrate wird erhöht. Ein großes Inventar beim Luftschiff ist sehr hilfreich, denn im Spiel finden wir immer wieder nette Gegenstände, die unsere Truppe noch stärker macht. Erwartet allerdings nicht zu viel in diesem Bereich. Neben diesen recht rollenspieltypischen Inhalten bietet das Spiel auch noch einen Strategiebereich. Das kommt vor allem bei den Kämpfen zum tragen. Eine Gruppe kann bis zu fünf Charaktere beinhalten, die von einem Anführer angeführt wird. Jede Figur hat andere Vorteile, was Stärken aber auch Schwächen mit sich bringt. Dadurch sollte man die Gruppe recht ausgewogen zusammenstellen. Hinzu kommt, dass jeder Charakter spezielle Fähigkeiten besitzt. Manche können heilen oder schnelle Schläge ausführen. Das war noch nicht alles. Der Spieler muss auch gut überlegen, welche Gegenstände er mitführt. Diese Objekte und die unterschiedlichen Stilrichtungen (Konzentration, Chaos und Disziplin) sollen dann passend gegen unsere Feinde eingesetzt werden. Der Anführer hat dann auch noch eine spezielle Aufgabe. Er bringt spezielle Gruppenboni mit, die unsere Truppe noch schlagkräftiger machen. Durch das recht komplexe Kampfsystem und die vielen taktischen Möglichkeiten ergibt sich auch ein recht hoher Schwierigkeitsgrad, der nicht zu verachten ist. Wer einfach drauf los spielt, der wird nicht weit kommen. Verliert Ihr eine Schlacht, so hat das allerdings keine großen negativen Auswirkungen. Geschlagene Figuren kehren einfach auf das Schiff zurück und können später wieder benutzt werden. So erkunden wir nun die Umgebungen, stellen unsere Kampftruppe zusammen, reden mit diversen NPC´s, erledigen einen Quest nach dem anderen, kämpfen taktisch klug gegen eine Vielzahl von Gegnern und verbessern unsere Fähigkeiten. Das ganze wird dann immer wieder durch kleine Ingamefilme zusammengehalten und so startet man recht motiviert in die einzelnen Aufgaben.

 

Technik:

Die technische Seite ist recht solide, auch wenn man schon besseres gesehen hat. Da wäre zum einen die Grafik. Wir werden zum einen recht verwaschene Texturen erblicken. Hinzu kommen wenige Details und immer wieder die gleichen Hindergrundelemente. Zumindest werden wir viele verschiedene Welten bzw. Landschaften zu sehen bekommen. Die Charaktere wurden ein wenig besser gestaltet. Sie wurden nett modelliert aber auch etwas steif animiert. Einen Tick besser kommen die Effekte rüber. Immer wieder wird unser Auge durch nette Lichtspielereien erfreut. Alles zusammen ergibt eine eher mittelmäßige Optik. Um einiges besser ist der Sound. Neben einer stimmungsvollen Musik lauschen wir auch vielen diversen Ingamegeräuschen. Auch die deutschen Synchronsprecher machen ihre Arbeit recht gut und so hauchen sie den Charakteren ordentlich Leben ein. Die Steuerung ist so, wie man sie von solchen Spielen kennt. Wir können alles mit der Maus machen und dank selbsterklärender Menüs bzw. Schaltflächen wird jeder sehr schnell in das Spiel einsteigen können. Sehr hilfreich ist auch das anfängliche Tutorial, das uns wunderbar das Spiel und die Steuerung erklärt. Mit der Kamera kann man ebenfalls gut leben. Diese ist frei einstell- und zoombar und so sind wir immer selber für einen optimalen Blickwinkel zuständig. Fasst man nun alles zusammen, so kann die technische Seite grundlegend überzeugen.

 

Fazit:

Windchaser ist ein wirklich nettes Spiel, auch wenn man gerade bei der Optik schon opulenteres gesehen hat. Allerdings ist Grafik nicht alles, denn das Spiel punktet in vielen anderen Bereichen. Gefallen hat uns zum einen die wirklich ansprechende Story. Viele eingespielte Filme treiben diese immer wieder voran und so startet man hoch motiviert in die einzelnen Quests. Auch das frische Szenario und die ansprechende Mischung aus Rollenspiel- und Strategieelementen macht unterm Strich sehr viel Spaß. Allerdings muss man dazu sagen, dass sich wegen der Komplexität ein recht hoher Schwierigkeitsgrad ergibt. Die Idee mit der Windchaser als Basis ist außerdem genauso angenehm, wie die Tatsache, dass unsere ans Herz gewachsenen Helden nicht sterben können. Allerdings muss das auch so sein, denn vieles in dem Spiel kann man nur durch ausprobieren erledigen. Wenn die Grafik ein wenig zeitgemäßer gewesen und kleine Gameplayschnitzer ausgeräumt worden wären, hätte das Spiel locker eine höhere Wertung ergattern können. Erwähnen müssen wir aber auch, dass dieses Spiel noch nicht einmal 30 Euro kostet. Für diesen sehr fairen Anschaffungspreis kann man das Game kaum beim Händler liegen lassen. Wer also aktuell ein günstiges aber auch ansprechendes Spiel sucht, der darf gerne bei Windchaser zugreifen. Uns hat das neuste dtp Entertainment-Spiel recht gut gefallen und daher können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Storybasierte, von Intrigen und überraschenden Wendungen durchzogene zweiteilige Kampagne mit 15 Missionen
- Innovatives, auf dem "Stein-Schere-Papier"-Prinzip basierendes Taktik-System mit Anführerboni, verschiedenen Kampfstilen, individuellen Skills, charakterübergreifende Skill-Kombos und Countermöglichkeiten
- Maximal vier steuerbare Partys, die jeweils aus bis zu fünf Kampfeinheiten bestehen
- Kampfeinheiten können durch geschicktes Training an jede Herausforderung angepasst werden
- Die Windchaser als mobiles und ausbaubares Hauptquartier mit Werkstätten, Ausbildungs- und Handelsmöglichkeiten, Opferschrein und Pflanzengärten, um machtvolle Tränke zu brauen
- Artefakte sammeln, erforschen und in der Windchaser verbessern, um die eigenen Einheiten auszurüsten

 

 

 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

Windchaser (PC)

 
 Windchaser
EUR 21,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 72 %  
Sound: 84 %  
Bedienung: 80 %  
Singleplayer: 82 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 78 %  
Gesamtwertung:  79 %  

Systemanforderungen:

- Betriebssystem: Windows XP/Vista
- CPU: 2,0 GHz Pentium od. 100% kompatibler Prozessor
- Speicher (RAM): ab 1 GB RAM
- DVD Laufwerk erforderlich
- Grafikkarte: 3D-Grafikkarte mit 128 MB RAM
- DirectX 9.0c kompatible Grafik- und Soundkarte

 


 

 

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