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.hack Part 1: Infection - Review (PS2)

Wertung:
84 %

Einleitung:

In Japan kam Bandais Projekt .hack vor gut zwei Jahren auf den Markt. Nach langem hin und her erscheint das Rollenspiel .hack Part 1: Infection über Atari nun auch in Deutschland. Mit dem ersten Teil startet eine Serie die vier Spiele umfasst. Die anderen drei Teile werden in den nächsten Quartalen auf den Markt kommen. Neben dem Videospiel sollen auch noch jede Menge anderer Produkte wie eine Anime-Serie und eine Comic-Reihe erscheinen. Somit will der Hersteller einen gewissen Kultstatus erreichen. Spieler die sich das Spiel zulegen kommen auch in den Genuss einer Anime-DVD die gut 45 Minuten dauert. Wir konnten jetzt die fertige Playstation 2 Version von .hack Part 1: Infection testen. Ob das Spiel das Potenzial zum Hit hat erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Der Spieler schlüpft in die Rolle von Kite. Mit ihm startet Ihr in die Welt des Online-Rollenspiels The World. Das Spiel simuliert allerdings nur ein MMORPG. Eine Internetverbindung wird also nicht benötigt da wir nur im Offlinemodus spielen können. Natürlich hat das Spiel auch eine Story. Über eine Einladung eines Freundes wird Kite zu einer Runde The World gebeten. Sein Freund hat schon einen sehr starken Charakter. Nach einer gewissen Zeit wird dieser aber durch einen geheimnisvollen Gegner vernichtet. Außerhalb des Spiels und kurze Zeit später erfährt unser Held das sein Freund ins Koma gefallen ist. Woran das liegt müssen wir nun herausfinden. So starten wir in das Spiel The World und kämpfen und dort durch um am Ende das Geheimnis zu lüften. Wer jetzt gleich parallelen zu einem bekannten Onlinerollenspiel erkennt, liegt nicht ganz falsch. Das Spiel hat in vielen Bereichen starke Ähnlichkeiten zu Phantasy Star Online, nur das wir hier nicht Online agieren. Es braucht sich aber keiner verschreckt abzuwenden denn was hier geboten wird schaffen so machen Onlinerollenspiele nicht.

Wir starten in einer Stadt auf einem der fünf vorhandenen Server. Im ersten Teil sind aber nur 2 spielbar. Von hier aus brechen wir zu verschiedenen Expeditionen auf. Außerdem rüsten wir uns hier aus und nehmen mit anderen Spielern Kontakt auf. Mit denen können wir u.a. dann Gegenstände tauschen. Außerdem befindet sich in der Stadt auch unser eigenes Lager wo bis zu 100 Items gebunkert werden können. Die Personen die wir treffen sind aber nicht nur für Tauschgeschäfte gut. Mit ihnen bestreiten wir die anstehenden Missionen. Über eine Adresse laden wir sie ein an einem Auftrag teilzunehmen. Ein Team besteht aus drei Personen. Nachdem eine Gruppe zusammengestellt ist starten wir in eines der vielen Dungeons. Welches wir nehmen ist uns freigestellt. Wir haben die Wahl zwischen einem Zufallslevel oder einem das wir über ein Keyword-System selber erstellen. Aus drei Worten wird so eine Mission kombiniert. Jedes Wort hat eine bestimmte Bedeutung die wir in einer Tabelle nachlesen können. So bestimmen wir die Anzahl der Monster oder das Aussehen des Levels. Nach einer gewissen Zeit hat der Spieler das System so gut verstanden das er gezielt ein Level kreieren kann.

Die anschließende Mission besteht aus einem Höhlenbereich und einer Oberwelt. Je nach Thema sehen die Bereiche anderes aus. So agieren wir mal in Wälder aber auch in Wüsten. Am Ende wartet meistens ein nettes Item das wir aufnehmen können. Im Spiel selber müssen wir vor allem Kämpfen und Sammeln. Letzteres ist genauso wichtig wie das Fighten denn die Levels strotzen nur so vor Items. Leute die gerne sammeln werden hier einiges zu tun bekommen. Waffen sind genauso vorhanden wie Ausrüstungsgegenstände und da wir später alles gut gebrauchen können sollten der Spieler soviel mitnehmen wie er tragen kann. Gegenstände die wir übrig haben werden dann über ein Fenster mit anderen Spielfiguren getauscht. Dabei markieren wir das Objekt was wir gerne haben wollen. Ist das geschehen bieten wir ein anderes Objekt an. Ist der Tauschhandel perfekt werden die Items gewechselt. Wer fleißig sammelt und mitbekommt was andere brauchen, wird so viele Tauschgeschäfte eingehen. Daneben dürfen wir aber auch Objekte verschenken. Sinn macht das zum Beispiel wenn wir Mitstreitern besser ausrüsten wollen, damit sie in anstehenden Abenteuern besser mithalten können.

Neben diesen Tauschgeschäften muss der Spieler vor allem eins machen … kämpfen. Dieses geschieht in Echtzeit. Unsere Mitstreiter können wir über ein Fenster Befehle erteilen. Daneben dürfen wir auch noch Items und Skills verwenden. Ansonsten werden wir uns voll auf den Kampf konzentrieren können. Wir fighten zum einen im Nahkampf und zum anderen mit Magie. Eine Reihe von unterschiedlichen Möglichkeiten steht uns zur Verfügung. Die Magie zeigt natürlich nur Wirkung wenn die richtige Elementarklasse gewählt wurde. Jeder Gegner gehört einer bestimmten Klasse an die wir bei der Wahl der Zauber berücksichtigen müssen. Diese Klassen bezieht sich oft auf das aktuelle Level. So können wir uns schon im Vorfeld entsprechend ausrüsten. Stirbt ein Mitstreiter so erwecken wir ihn mit einem passenden Item wieder zum Leben. Anders herum geht das natürlich auch. Sterben wir so kann eine andere Figur uns wieder ins Leben zurückholen. So agieren wir nun in den verschiedenen Dungeons und bauen unseren Charakter immer weiter auf. Über News und Mails bekommen wir wichtige Informationen. Außerdem steht uns ein Forum zur Verfügung, indem die anderen Spieler fleißig Beiträge posten. So erfahren wir schnell wo was los und was als nächstes zu tun ist. Die eigentliche Story wird dann immer wieder über englischsprachige Zwischensequenzen weitererzählt. Ein Untertitel in deutscher Sprache übersetzt das ganze.

 

Technik:

Negativ fällt vor allem die Grafik auf. Das Spiel schwächelt vor allem bei den Texturen die sehr verwaschen aussehen. Man sieht dem Spiel stark an das es eigentlich schon fast zwei Jahre alt ist. Was damals fast Standard war ist allerdings heutzutage etwas ärmlich. Vor allem wenn man die Optik mit anderen aktuellen Spielen vergleicht. Zumindest schmälert die Grafik nur gering den Spielspaß und ein paar Effekte wie Spiegelungen oder Staubwolken bekommen wir dann doch noch zusehen. Das die Dungeons zusammengebaut wurden kann man leider auch sehr gut sehen. Immer wieder wiederholen sich Abschnitte. Da wir aber immer beschäftigt sind ist das schnell vergessen. Die Magieeffekte und Kampfaktionen entschädigen dann ein wenig. Figuren und Animationen sehen zumindest besser aus wie die Umgebungsgrafik. Die Kameraführung bei den Fights ist dann wieder etwas problematischer. Ständig ist der Spieler gefordert hier nachzujustieren. Zumindest können wir uns durch einen Zoom ein wenig mehr Überblick verschaffen. Der Sound bewegt sich auf einem annehmbaren Niveau. Die Gespräche laufen allerdings in englischer Sprache ab was aber zumindest mit deutschem Untertitel übersetzt wird. Die Soundeffekte und die Musik passen zum Spiel und so entsteht insgesamt ein nettes Ambiente. Nett ist auch, dass der Hersteller darauf geachtet hat das die Figuren im Spiel nicht immer die gleichen Sätze sagen. Zwar wird man irgendwann auch auf bekannte Sätze stoßen aber bis dieses geschieht vergeht einiges an Zeit. Überzeugen kann die KI der Mitstreiter. Sie agieren alleine sehr klug und wenn wir mal eingreifen folgen sie sofort unseren Anweisungen. Nicht ganz so toll ist die Speicherfunktion gelöst worden. Speichern dürfen wir nur in der Stadt, was gleichbedeutend ist, das ein Spieler seine gefundenen Items verliert wenn er im Spiel stirbt. Besonders ärgerlich ist das, wenn es bei einem Endgegner passiert. Das mühevolle sammeln im Vorfeld ist somit umsonst gewesen. Mit der Steuerung wird sich jeder schnell anfreunden können. Trotz der vielen Möglichkeiten wird hier keiner überfordert werden. Die Lenkung ist einfach und sehr direkt und selbst in den hektischsten Situationen wird jeder den Überblick behalten. Technisch ist das Spiel recht gut gelungen vor allem wenn man bedenkt, dass es sich hier um ein simuliertes Onlinerollenspiel handelt. Leider krankt das Spiel vor allem an der Optik was sehr schade ist.

 

Fazit:

Vor allem wird man bei dem Spiel eine zeitgemäße Grafik vermissen. Die Umgebungen sehen wirklich sehr detailarm aus. Hinzu kommen die unscharfen Texturen die ebenfalls kaum was hergeben. Man hätte vor gut zwei Jahren noch damit leben können aber in der heutigen Zeit will man doch was anderes sehen. Wirklich schlimm ist dieses aber auch wieder nicht da man hoch motiviert durch das Spiel jagt. Durch das Kämpfen, Sammeln und Tauschen vergisst man schnell was hier optisch geboten wird. Aber es ist nicht alles schlecht was Ihr zu sehen bekommt. Die Figuren können genauso überzeugen wie die Animationen und Effekte. Da dann auch keine Ruckler zu sehen sind, wird man im Endeffekt mit der gesamten Optik leben können. Die Stärken liegen bei dem Spiel auch ganz wo anders. Spieler die gerne sammeln werden durch die vielen unterschiedlichen Items sehr lange beschäftigt. Hinzu kommt eine packende Story die fesseln kann. Dadurch verfliegt die Zeit unheimlich schnell. Der eigentliche Hauptstrang dauert je nach Spielweise gut 20 bis 30 Stunden. Setzen wir mehr aufs Sammeln und auf die Sidequests so dürfen wir das Spiel um einiges länger nutzen. Dank der vielen guten Features im Spiel werdet Ihr die kleinen technischen Macken schnell vergessen. Wirklich interessant ist die Idee die hier verwirklicht wurde. Wer also schon immer mal ein Onlinerollenspiel offline spielen wollte darf .hack Part 1: Infection ruhig kaufen.

 

Features:

- Simulation oder Wirklichkeit? .hack lässt Sie in eine phantastische Rollenspiel-Welt eintauchen, in der die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen.
- Innovation und Kult: die Verknüpfungen zwischen TV-Serie, Comic-Reihe und OVA-Filmen schaffen eine einzigartige Atmosphäre voller Action, Spannung und Mystery.
- Vielfalt und Räsel: zahlreiche Aufgaben, Neben-Missionen und Puzzles halten Sie auf Trab.
- Online obwohl offline: ohne jeglichen Internetzugang nehmen Sie in .hack via E-Mail und Message Boards Verbindung zu anderen 'The World'-Spielern auf.
- Film und Spiel: das Set enthält die 45 Minuten-DVD .hack//Liminality mit der ersten OVA-Folge, die von den 'Ghost in the Shell'- und 'Evangelion'-Machern erstellt wurde.

 

 

 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

.hack Part 1: Infection - Review (PS2)

 
 Hack Vol. 1 Infection
EUR 59,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 76 %  
Sound: 84 %  
Bedienung: 88 %  
Singleplayer: 86 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 87 %  
Gesamtwertung:  84 %  


 

 

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