Konsolen-World: Onlinemagazin für Konsolen- und PC-Spiele

 
- Spiele-Charts
- Wertungen
          Onlinecounter:
   Home / Startseite                                                                                                     Favoriten hinzufügenStartseite machen

Aktuell:
- Aktuelle News







Project Zero (PS2)

Wertung:
87 %

Einleitung:

Seid einigen Jahren erfreut sich das Horror-Adventure Genre immer größerer Beliebtheit. Schon seid den Spieleserien Resident Evil oder Silent Hill hat diese Art der Games eine riesige Fangemeinde. Aufgrund des technischen Fortschritts der letzten Jahre haben Horrorspiele gezeigt, dass die Lust an der Angst nirgends so gut umgesetzt werden kann, wie im Medium der interaktiven Unterhaltung. Nun hat sich die Firma Tecmo dazu entschlossen ein weiteren Titel auf den Markt zu bringen. Es handelt sich dabei um das langerwartete Spiel Project Zero, das nun versucht den Gipfel der Horrorschocker zu erobern.

 

Zum Spiel:

In "Projekt Zero" geht es vorrangig um Suspense und Angst in Reinkultur, denn nicht ein muskelbepackter Held mit "Schrotwumme" spielt hier die Hauptrolle, sondern ein junges, japanisches Mädchen. Das Spiel bringt den Spieler zu dem Landsitz der Himuro-Familie. Der Bruder der Heldin mit dem Namen "Mafuyu" und einige weitere Mitglieder einer Zeitungsredaktion sollen nämlich in einer verschneiten Berglandschaft Japans mysteriöse Morde aufklären, müssen aber nach Besichtigung der Schauplatzes, mangels Indizien, unverrichteter Dinge wieder die Heimreise antreten, die allerdings nicht so verläuft wie geplant.

Am Anfang versucht der junger Journalist Mafuyu, den man ebenfalls steuert, seinen Gönner zu finden, der am Landsitz der Himuro-Familie zum letzten Mal gesehen wurde. Auf mysteriöse Weise verschwinden auch dieser und so kommt nun die Hauptfigur ins Spiel. Es ist seine Schwester Miku, die nun versucht das Geheimnis der verloren gegangenen Personen zu lösen. Ausgestattet mit einer Kamera, einer Taschenlampe und ihrem sechsten Sinn, mit dem sie übernatürliche Erscheinungen erkennen kann, begibt sie sich in das geheimnisvolle Haus. Natürlich fragen sich alle Adventurefans welche Waffen Miku zur Verfügung stehen? Es ist nur die Kamera die aber mehr als nur eine Fotoapparat ist. Mit dieser muß der Spieler nun die Geister, die der Spielfigur an den Kragen wollen, fotografieren um deren verdammte Seele einzufangen. Dabei wird der Blickwinkel von der Third-Person Perspektive in eine Egoansicht mit Blick durch die Kamera geändert. Der Geist muß nun in den Fokus genommen werden und desto näher er ist, desto einfacher kann er erlöst und in das Fotoalbum einverleibt werden. Jetzt kommt der Clou der Kamera. Für die so eingefangenen Geister bekommt der der Akteur Punkte die wiederum zum Aufrüsten der Kamera verwendet werden können. So kann man u.a. Präzision oder die Schnelligkeit der Kamera bzw. eine Bonusfähigkeit, wie z.B. das gleichzeitige Zurückdrängen eines Geistes bei Fotoschuss erwerben. Das klingt zwar ein wenig merkwürdig aber insgesamt ist die Technik sehr ausgereift, sodas man nach ein paar Minuten keine andere Waffe mehr benötigt bzw. wünscht. Im Spiel selber findet Miku dann auch unterschiedliche Filme die auch verschieden starke Wirkung auf die Geister haben. So kann die Kamera bei stärkeren Gegner umrüsten werden.

Im Spiel löst der Akteur Adventure spezifische Rätsel. Spiegel müssen gefunden werden um sie an dafür vorgesehene stellen einzusetzen oder verschlossene Türen warten darauf das man den dafür passenden Schlüssel findet. Viele weitere nützliche Items wie Heilkräuter usw. findet man natürlich auch im Spiel. In einem übersichtlichem Menue kann man alle Items verwalten.

Im Spiel erwartet dem Spieler nicht nur böse Geister, sondern Miku trifft auch mysteriöse Wesen die einem weiter helfen. Neben der Geisterjagd sind auch die Rätsel gewaltig. Ständig warten neue Geheimnisse auf die Hauptfigur. Durch gute Hilfestellung im Spiel und aufblitzen von wichtigen Items kommt man relativ schnell auf deren Lösung. Durch die Geschichte wird der Spieler mit Hilfe von Zetteln aus Notizbüchern, Zeitungsartikeln oder Kassetten geführt.

Als Lichtquelle steht Mihu nur eine Taschenlampe zur Verfügung. Diese dreht sich immer in Blickrichtung der Figur und leuchtet so den Raum aus. Natürlich kann die Lampe auch selbst gesteuert werden um sich schnell in einem Räumen umzusehen. Dadurch kommt eine gruselig gestaltete Umgebung zustande, bei der jede Bewegung sehr realistische Schatten und Lichteffekte wirft. Diese gruslige Atmosphäre wird auch noch durch andere Aspekte verstärkt. Durch geschickte Kamerawechsel und Perspektiven wird immer eine Spannung erzeugt die u.a. noch vom Herzschlag Mikus und dem Vibrationseffekt untermalt wird. Nach der ganzen Spannung ist der Spieler froh, wenn er einen der Speicherräume erreicht, in denen er unendlich oft speichern kann.

 

Technik:

Technisch macht "Project Zero" eine sehr gute Figur, wenn auch die Grafik für viele durch den Einsatz von filmtypischen Störeffekten und den wechseln von "Schwarz-Weiß" und "Farbe" erst einmal gewohnheitsbedürftig ist. Insgesamt hinterlässt die Optik einen stimmungsvollen Eindruck, der aber nicht ganz mit dem feinschliff von Silent Hill 2 mithalten kann.

Das Design und die Atmosphäre weiß mit ihren Anklängen an Filmklassiker wie "The Haunting of Hill House", Spielen wie "Silent Hill" oder den "Vampire Miyu" Animes und Mangas zu gefallen. Dabei wurden Kameraperspektive, Bildschwengs und Lichteffekte wunderbar gemischt, sodas eine permanente Spannung im Spiel vorhanden ist. Auch die Hardwareunterstützung wie der Vibrationseffekt des Pads wurden sehr gut in dem Spiel eingebunden. Sobald das Pad vibriert und der Herzschlag der Figur sich erhöht, ist es unvermeidlich das es auf den Spieler übertragen wird.

Der Sound paßt ideal zu Spiel. Die Musik ist abwechslungsreich und untermalt die Spannung. Auch die Geräuscheffekte im Spiel erhöhen ideal den Spannungspegel. Da knarrt auch mal ein Brett, wenn die Figur über den Holzboden geht oder geheimnisvolle Stimmen werden eingespielt. Hinzu kommen sehr stimmungsvolle Zwischensequenzen, die teilweise bewusst verzerrt oder in "Schwarz-Weiß" gehalten sind.

Die Figuren selber sind ebenfalls gut animiert und die Bewegungen sehen realistisch aus. Das einzige was nicht ganz dazu paßt ist der Laufmodus, den der Spieler mit einem Knopf einschaltet. Die Figur bewegt sich dann eigentlich nur minimal schneller als im normalen Laufmodus. Schnelles rennen wie in anderen Spielen ist somit also nicht möglich.

 

Fazit:

Alles in allem dürfte das Spiel mit dieser Kombination eine Menge Fans finden. Die gelungene Gruselatmosphäre gepaart mit dem erfreulich gewaltlosen Gameplay, dass ohne jedwede Splatterszenen auskommt, macht einen rundum gelungenen Eindruck. Lediglich der Titel mag nicht recht zu dem Spiel passen. Die technische Umsetzung kann als gelungen betrachtet werden. Das Zusammenspiel aus Kameraperspektiven, Bildqualität, Vibrationseffekten und Sound schaffen eine permanente Atmosphäre die einen kaum los läßt. Das einzige was ein wenig stört ist das Genretypische hin und her laufen um Items zu finden oder andere Rätsel zu lösen. Auch der Laufmodus hätte schneller gestaltet werden können, um die Strecken schneller zu bewältigen. Aber trotzdem ist das Spiel ein Meisterwerk das sich vor den Kultserien wie Resident Evil oder Silent Hill nicht zu verstecken braucht. Fans des Horror-Adventure-Genre können bei dem Spiel bedenkenlos zuschlagen. Es wird ihnen ein Spannungsvolles und technisch ausgereiftes Spiel geboten. 

 

 

Screenshots:

Wertungsbox:

Project Zero (PS2)

 Project Zero
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen
Grafik: 87 %  
Sound: 89 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer: 89 %  
Multiplayer:      
Spielspaß: 88 %  
Gesamtwertung:  87 %  


 

 

Copyright © 1999 - 2017 Konsolen-World.de - Disclaimer / Impressum / Kontakt